Schiessen : Aus dem Babyjahr direkt zum EM-Titel

Stefanie Thurmann feierte mit dem Europameistertitel den bislang größten Erfolg in ihrer Laufbahn.
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Stefanie Thurmann feierte mit dem Europameistertitel den bislang größten Erfolg in ihrer Laufbahn.

Frühere Wittenbergerin Stefanie Thurmann Europameisterin mit der Luftpistole

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05. März 2014, 03:05 Uhr

Die ehemalige Wittenbergerin Stefanie Thurmann aus Frankfurt (Oder) hat gestern den Europameister-Titel mit der Luftpistole geholt und damit den bisher größten Erfolg ihrer Laufbahn gefeiert. Die 31 Jahre alte Sportsoldatin setzte sich bei den Titelkämpfen in Moskau im Final-Duell mit 196,8 Ringen und 1,9 Zählern Vorsprung vor Monika Karsch aus Regensburg durch. Für Karsch ist EM-Silber in der olympischen Disziplin ebenfalls das wertvollste Resultat ihrer Laufbahn. Dritte wurde die Weißrussin Viktoria Chaika. In der Mannschafts-Konkurrenz belegten Thurmann und Karsch zusammen mit der Münchnerin Munkhbayar Dorjsuren (374 Ringe) mit 1144 Zählern Platz zwei hinter dem russischen Trio, das 1145 Ringe auf seinem Konto hatte.

Die gebürtige Perlebergerin Thurmann war nach dem Vorkampf zusammen mit ihrer deutschen Teamkollegin Karsch mit jeweils 385 Ringen als Fünfte und Sechste ins Achter-Finale eingezogen. Dort werden noch einmal zehn Schuss abgegeben und nach Zehnteln abgerechnet. Stefanie Thurmann, die 1995 als 13-Jährige bei der Wittenberger Schützengilde von 1582 mit den Schießen begann und dann bis zu ihrem Weggang nach Frankfurt/Oder in der Prignitz von Trainer Jörg Dittmann zu einer Spitzenathletin geformt wurde, steigerte sich im Finale immer mehr, profitierte aber auch von Schwächen der Konkurrenz.

„Ich finde es toll, dass Steffi sich kurz nach dem Babyjahr gleich wieder richtig reingekniet hat und im Finale Stück für Stück nach vorne gerutscht ist“, freute sich ihr ehemaliger Trainer Jörg Dittmann über das Abschneiden der Teilnehmerin der Olympischen Spiele von Peking 2008, die im vergangenen Jahr einen Jungen zur Welt brachte. Apropos Olympia: „Damit ist Steffi jetzt auch im Rennen wenn es um die Teilnahme an den Spielen in Rio 2016 geht“, sagte Jörg Dittmann.

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