Aus allen Träumen gerissen

Veritas-Akteur Tobias Bober (l.) wird auf dem Weg in den Lok-Strafraum von Philipp Ufer gehalten. Der Schiedsrichter pfiff in dieser Situation nicht.
Veritas-Akteur Tobias Bober (l.) wird auf dem Weg in den Lok-Strafraum von Philipp Ufer gehalten. Der Schiedsrichter pfiff in dieser Situation nicht.

FSV Veritas kassiert nach guter Leistung gegen Lok Potsdam kurz vor Schluss umstrittenen Ausgleichstreffer

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11. März 2018, 21:39 Uhr

Freude und Trauer lagen dicht beieinander am Samstag im Ernst-Thälmann-Stadion. Im Punktspiel der Fußball-Landesklasse West bietet der FSV Veritas Wittenberge/Breese gegen Spitzenreiter ESV Lokomotive Potsdam eine ganz starke Leistung, führt kurz vor Schluss völlig verdient mit 1:0 und kassiert dann in der 89. Minute einen umstrittenen Treffer zum 1:1 (0:0)-Endstand.

Die Spieler der Gastgeber schlichen mit hängenden Köpfen vom Rasen. Brauchten sie nicht. Gut eingestellt, diszipliniert und mit viel Willen boten sie dem Spitzenreiter mehr als Paroli. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann war es das, dass sich die Elf für den Aufwand nicht belohnte, weil sie nach dem 1:0 mit hochkarätigen Konterchancen fahrlässig umging.

„Das ist schon ärgerlich. Aber wir haben es selbst in der Hand, wenn wir das 2:0 machen. Ansonsten war das echt gut“, sagte Veritas-Trainer Christian Krause zur Darbietung seiner Mannschaft. Die schon in den ersten 45 Minuten etwas mehr vom Spiel und die leicht besseren Chancen hatte. Und vielleicht einen Elfmeter verdient hätte. Nach einem Duell zwischen Philipp Petraschek und Lok-Torwart Fabian Brandt am Fünfmeterraum blieb die Pfeife von Schiedsrichter Max Juckert (Brandenburg) aber stumm.

Nach der Pause dauerte es 20 Minuten, dann startete der diesmal als Innenverteidiger aufgebotene Sebastian Metschulat aus der eigenen Hälfte heraus ein Solo, ließ mehrere Potsdamer stehen und schob dann auch noch überlegt an Brandt vorbei den Ball zum 1:0 (67.) ins Netz. „Als ich am letzten Verteidiger vorbei war dachte ich, jetzt haust du das Ding rein. Nach zwei Fehlschüssen musste der dritte sitzen“, sagte der Torschütze zu seinem Treffer. In der Folge vergaben Tobias Bober, Patrick Waltinger und Christian Münster gute Chancen.

Dennoch schien alles ein gutes Ende zu nehmen. Aber dann stand der Potsdamer Christian Koschig allein vor Veritas-Keeper Martin Marx („Das war abseits.“) und erzielte das 1:1 (89.). „Sehr ärgerlich, dass der Assistent das mit dem abseits nicht sah. Aber mit der Einstellung und der Leistung können wir mit breiter Brust in die nächsten Spiele gehen“, zog Sebastian Metschulat sein Fazit.

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