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Sport in der Prignitz

16. Dezember 2017 | 12:09 Uhr

Kegeln : Auf verlorenem Posten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Seedorfer Bundesligakegler kassieren auswärts 0:3-Pleiten in Fehrbellin und Berlin

von
erstellt am 24.Feb.2015 | 10:29 Uhr

Für die Bohlekegler vom SVL Seedorf 1919 wurde es am Punktspielwochenende in der 1. Bundesliga nichts mit dem insgeheim erhofften Punktgewinn. Sowohl im Brandenburg-Derby beim SV 90 Fehrbellin, als auch bei der SG Union Oberschöneweide kassierten die Prignitzer jeweils eine 0:3-Niederlage. In der Tabelle übernahmen die Seedorfer (21:33 Punkte) vier Spieltage vor dem Saisonende wieder die Rote Laterne des Schlusslichts.

Dabei präsentierten sich die Männer vom Löcknitzstrand, trotz der klaren 5349:5468 (26:52 Einzelwertung)-Pleite beim Tabellenzweiten in Fehrbellin gar nicht mal so schlecht. „Wir haben uns nicht blamiert, konnten die Gastgeber aber auch nicht in Bedrängnis bringen“, sagte Frank Wilke nach der zehnten Niederlage im 16. Bundesliga-Duell mit den Rhinstädtern. Der SVL-Kapitän konnte als einziger Gästespieler mit starken 919 Holz in die Phalanx der allesamt die 900er-Marke knackenden Heimspieler eindringen und erzielte das zweibeste Tagesergebnis.

Schon die 90er Startachse mit Sebastian Krause (906) und Benjamin Münchow (903) erspielte gegen Rainer Pagels (896) und Hans Fulczynski (889) eine 24 Holz-Führung. Trotz Wilkes guter Vorstellung („Ich habe alles gegeben.“) und Norbert Witzels 883 Holz baute der Fehrbelliner Mittelblock mit Dietmar Stoof (910) und Nico Witter (902) den Vorsprung auf 34 Holz aus. Der Zusatzzähler, den die Gastmannschaft für 32 Einzelwertungspunkte erhält, war für Seedorf aber durchaus noch erreichbar.

Im Schlussdurchgang konnten die SVLer Tino Brinkmann (884) und Eckhard Johnke (878) gegen den Ranglistenersten und mit 932 Holz wieder einmal Tagesbestleistung schiebenden Fehrbelliner Kapitän Dirk Sperling und Alexander Wolski (905) aber keinen Boden mehr gut machen. So blieben alle drei Punkte bei den Rhinstädtern.

Hohe Ergebnisse gaben die Bahnen in der Berliner Hämmerlingstraße im Spiel der Seedorfer bei der SG Union Oberschöneweide her. So spielte sich das Sextett des Gastgebers deutlich über die 900er-Marke. Ihre Besten, André Krause und Peter Kowal, ließen sogar je 940 Holz fallen. Ein Ergebnis, an das Norbert Witzel (923), Tino Brinkmann (922), Frank Wilke (914), Hans Fulczynski (910), Rainer Pagels (895) und der diesmal eingesetzte Kurt Wilke (897) nicht annähernd herankamen. Am Ende gewannen die Gastgeber das Spiel klar mit 5570:5461 (52:26).

„In Berlin hatten wir eigentlich mit einem Punkt geliebäugelt. Unsere vier Besten haben aber zwei Bahnen dabei gehabt, die wir nicht gut gespielt haben. Das hat uns den Punkt gekostet“, meint Frank Wilke, der die Hoffnung auf den Klassenerhalt längst noch nicht aufgegeben hat. „Auch wenn wir nach wie vor die schlechtesten Karten im Abstiegskampf haben: Es bestehen noch theoretische Chancen.“

Wollen die Seedorfer diese nutzen, müssen sie in den letzten beiden Auswärtsspielen in Bremerhaven und Stade (7./8. März) unbedingt punkten und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Und auch die abschließenden Heimspiele gegen Halstenbek und Hannover (21./22. März) werden keine Selbstläufer.

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