Kegel-Bundesliga : Auf der Heimbahn gepatzt

Seedorfs Norbert Witzel (l.) verlor das Duell gegen Oberschöneweides André Krause klar.
Seedorfs Norbert Witzel (l.) verlor das Duell gegen Oberschöneweides André Krause klar.

Schlechter Start in Meisterrunde

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27. Januar 2020, 21:57 Uhr

Die Kegler vom SVL Seedorf 1919 haben den Start in die Meisterrunde der 1. Bundesliga Bohle mit den besten acht Teams verpatzt. Am Samstag gelang ihnen auf heimischer Anlage mit dem 2:1 (5507:5499/40:38)-Erfolg im Brandenburg-Derby gegen den SV 90 Fehrbellin zumindest ein kleiner Prestigeerfolg. Tags darauf kassierten die Männer vom Löcknitzstrand aber eine ernüchternde 0:3 (5473:5493/36:42)-Heimniederlage gegen die SG Union Oberschöneweide. „Das war sicherlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Das Wochenende war aber sehr aufschlussreich“, meinte SVL-Mannschaftsleiter Frank Wilke, der zwei klare Siege als Zielstellung ausgegeben hatte, nach den Auftaktpartien.

Gegen den amtierenden Vize-Meister und momentanen Tabellendritten aus Fehrbellin mussten die Seedorfer Saisonbestleistung auf der Heimbahn spielen, um zumindest die beiden Spielpunkte zu behalten. Im Startblock gewann der mit 934 Holz Tagesbestleistung schiebende Mathias Metzdorf das direkte Duell gegen Dirk Sperling (926/10 Einzelwertungspunkte), während Hans Fulczynski (919/6) gegen Dietmar Stoof (910/4) die Oberhand behielt. 17 Holz lagen die Gastgeber vorn. Doch der Vorsprung schmolz im Mittelblock schnell zusammen. Das lag auch an Fehrbellins Daniel Neumann (924/8), der Mathias Borchert (892/1) gleich 32 Holz abnahm. Das zweite Duell entschied Rainer Pagels (908/3) gegen Jonathan Jaeger (899/2) zwar für sich, doch die 90er führten vor dem Schlussdurchgang jetzt mit sechs Holz.

Und hier bekamen die zahlreichen Zuschauer noch einmal Kegelsport vom Feinsten geboten. Frank Wilke (931/11) hielt Sebastian Krause (925/9) auf Distanz und da sich auch Norbert Witzel (923/7) gegen Benjamin Münchow (915/5) behauptete, war die Seedorfer Aufholjagd noch erfolgreich. Die Gäste verdienten sich den Zusatzpunkt aber redlich. „Es war ein tolles und hochklassiges Spiel. Es hat Spaß gemacht“, sprach Wilke sicher auch vielen Fans aus der Seele.

Gegen Oberschöneweide gelang die Aufholjagd nicht. Berlins Auswahlspieler André Franke schob gleich im ersten Durchgang 944 Holz und verfehlte dabei den Bahnrekord nur knapp. Und da auch Markus Ringgenberg (925/11) und André Krause (924/9) ganz stark aufspielten und jeweils Durchgangsbestwert erzielten, war die die zweite Heimniederlage der Saison für den SVL perfekt. Denn Metzdorf (924/10), Fulczynski (909/5), Borchert und der für ihn eingewechselte Jens Dreßler (894/2), Pagels (922/8), Wilke (918/7) sowie Witzel (906/4) brachten zusammen 20 Holz weniger in die Wertung, als Oberschöneweide.


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