Motorsport : Attacke auf dem Schleizer Dreieck

Honda-Pilot Michael Ranseder (l.) im Gespräch mit Teamchef Jens Holzhauer. Es warten die Rennen in Zolder.
Honda-Pilot Michael Ranseder (l.) im Gespräch mit Teamchef Jens Holzhauer. Es warten die Rennen in Zolder.

Honda-Piloten des Wittenberger Holzhauer Racing Promotion Teams wollen in der zweiten Saisonhälfte der IDM 2014 angreifen

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18. Juli 2014, 12:32 Uhr

Wenn die Begriffe „Seng” oder „Buchhübel” fallen, weiß zumindest in Thüringen so ziemlich Jeder, worum es geht. Es sind Streckenabschnitte auf dem Schleizer Dreieck, auf dem am Wochenende der fünfte von acht Läufen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2014 ansteht. Für die Superbike-Teams und damit auch für das Wittenberger Holzhauer Racing Promotion (HRP) Team geht es mit den Rennen auf der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands in die zweite Saisonhälfte. Zeit für ein erstes Fazit und für einen kurzen Ausblick.

„Wir haben über den Winter von Honda eine bessere Basis bekommen, fahren auf allen Strecken schneller, als im Vorjahr. Leider spiegelt sich das noch nicht in den Ergebnissen wieder“, erklärt Teamchef Jens Holzhauer, der diesen Sachverhalt auch an der starken, neuen Konkurrenz von Ducati festmacht. „Das ist ein reines Werksteam mit einem ganz anderen Budget und Top-Fahrern aus der ganzen Welt, die die Messlatte dementsprechend höher legen.“

Bei den bisherigen acht Rennen der Serie teilten die beiden Ducati-Piloten Xavi Fores und Max Neukirchner die Siege in der Regel unter sich auf. Ein Sieg ging beim Regenrennen auf dem Nürburgring an den Kawasaki-Piloten Damian Cudlin. BMW-Pilot und Titelverteidiger Markus Reiterberger war den Ducati-Piloten bei jedem Rennen dicht auf den Fersen, doch ein Sieg fehlt noch auf seiner Liste. Wie auch den beiden HRP-Piloten Danny de Boer (7./64 Punkte) und Michael Ranseder (10./54). Vor allem der 28-jährige Österreicher Ranseder brachte sich durch drei Ausfälle um eine bessere Platzierung. „Wir sind aber trotzdem voll motiviert, machen akribisch unsere Arbeit und wollen schon in Schleiz gucken, ob wir näher an die Spitze ranrücken können. Ab jetzt heißt es nur noch Attacke, Attacke, Attacke“, sagt Jens Holzhauer und hofft, dass vor allem bei „Ransi“ der Knoten noch platzt.

Für den Neuling im Team, den 24-jährigen Niederländer de Boer, findet der Teamchef lobende Worte. „Er hat bisher alles richtig gemacht. Für ihn ist es eine neue Szene, ein neues Team, ein neues Motorrad. Für ihn ist alles neu. Der Danny ist ein fleißiger Punktesammler, der alles mitnimmt, was er kriegen kann. Das macht er exzellent. Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er ist ein toller Typ“, erzählt Holzhauer, der mit der HRP-Crew in den Jahren 2007, 2008 und 2010 den Superbike-Titel der IDM nach Wittenberge geholt hat.

In Schleiz erwartet die Besucher auf und neben der Strecke ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Es sind 3,805 Kilometer und 14 Kurven, die von den Teilnehmern pro Runde bewältigt werden müssen. Gefahren wird auf dieser Strecke gegen den Uhrzeigersinn.

Für die Rennen auf dem Dreieck sieht sich das Holzhauer-Team gut vorbereitet, auch wenn Podiumsplätze gegen die bisher dominierende Konkurrenz für den Teamchef eher unrealistisch erscheinen. „Die Strecke ist eigentlich wie für die Ducatis gemacht. Ganz ehrlich, ich würde mich riesig freuen über zweimal Platz vier“, so Jens Holzhauer.

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