handball : An sich selbst und Referees gescheitert

Hart angegangen wird hier der Perleberger Marcel Domagala (M.) vom Wusterwitzer Torsten Pfeil (l.).
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Hart angegangen wird hier der Perleberger Marcel Domagala (M.) vom Wusterwitzer Torsten Pfeil (l.).

Perleberger Handballer verlieren Heimspiel gegen Wusterwitz mit 29:31

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15. Dezember 2014, 10:56 Uhr

Die Handballer des SV Blau-Weiß Perleberg haben den zweiten Saisonsieg verpasst. Sie verloren eine in der Schlussphase sehr hektische Partie vor 120 Zuschauern in der Rolandhalle gegen Blau-Weiß Wusterwitz etwas unglücklich mit 29:31 (13:16). Damit gehen die Perleberger als Schlusslicht der Verbandsliga Nord in das neue Jahr.

Nach 60 Minuten standen enttäuschte Spieler der Blau-Weißen auf und neben dem Spielfeld. Trotz schlechter erster Halbzeit hatten sie nie aufgegeben, gekämpft, um dann in der Schlussphase einige unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter hinnehmen zu müssen. Aber das ihnen ein vorweihnachtliches Happy-End verwehrt blieb, haben sie sich auch selbst zuzuschreiben. In zu vielen Situationen machten sie es den sehr routinierten und schlitzohrigen Wusterwitzern leicht, die Abwehr auszuspielen.

„In der ersten Halbzeit habe wir schlecht gespielt, in der zweiten Halbzeit hatten wir Pech mit den Entscheidungen der Schiedsrichter“, sagte der Perleberger Trainer Jörg Domagala. „Die Mannschaft hat gekämpft, aber es gab unnötige Ballverluste“, fügte Vereinschef Michael Hoheisel hinzu. Was auffiel, gerade vor der Pause brachten die Gastgeber den Ball langsam nach vorn. „Das war ganz anders geplant, wir wollten schnell spielen“, erklärte Jörg Domagala. Taten sie nicht. Gaben so den Gästen Zeit, sich in der Abwehr aufzustellen. Und da Wusterwitz im Angriff traf, liefen die Blau-Weißen einem Rückstand von bis zu vier Toren hinterher.

Nach dem Wechsel steigerten die Perleberger sich. Angefangen von Torwart Benjamin Ress, der sogar einen Wurf ins Gesicht verkraftete, über die Abwehr bis hin zum Angriff. Aber hatten die Blau-Weißen ausgeglichen, fanden die routinierten – und von einem lauten Fanclub unterstützen – Gäste immer eine Antwort. Eine Führung gelang den Perlebergern nicht.

Auch kurz vor Ende lagen die Wusterwitzer knapp vorn. Jetzt traten die Schiedsrichter etwas auf den Plan. Zunächst pfiffen sie den Perlebergern den Vorteil bei einem Tempogegenstoß ab, dann kassierten Sören Dieme und Toralf Hampel zu harte Zwei-Minuten-Zeitstrafen. Aber daran lag es nicht nur. Die Abwehr agierte bei Gegentreffern taktisch nicht immer clever, im Angriff gelang selbst kein eigener erfolgreicher Abschluss mehr. So jubelten am Ende clevere Wusterwitzer mit ihrem Anhang über den schwer erkämpften Auswärtssieg.  

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