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Kegeln : An Jannasch kommt keiner vorbei

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bundesligaspieler gewinnt Weihnachtskegeln des SVL Seedorf

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:58 Uhr

Max Jannasch hat das Weihnachtskegeln des SVL Seedorf von 1919 für sich entschieden. Der 25-Jährige vom SVL-Bundesligateam setzte sich bei den aktiven Herren souverän vor seinen Mannschaftskollegen Sebastian Rönning und Vorjahressieger Frank Wilke durch. Marianne Wilke holte sich bei den Damen den Sieg, Jens Dreßler bei den Senioren.

„Es waren wirklich super Ergebnisse dabei. Ob bei den Aktiven oder Nichtaktiven. An Max kommt im Moment aber keiner vorbei“ meinte SVL-Chef Kurt Wilke, der mit der Beteiligung nicht ganz zufrieden war. Insgesamt 43 Mitglieder, Sponsoren und Freunde des Vereins ließen die Kugeln auf der Bundeskegelbahn kurz vor dem Jahreswechsel in den Kugelfang einschlagen.

Im Mittelpunkt der inoffiziellen Vereinsmeisterschaft stand der Kampf der aktiv kegelnden Männer. Als Erster stellte sich Erich Freitag vom Landesligateam des SVL. Die 895 Holz des Seedorfer Urgesteins bedeuteten am Ende Rang fünf. Auch Harry Wilke (890/6.) und Uwe Niemann (888/7.) konnten die Vorgabe zunächst nicht knacken.

Dann aber gingen mit Max Jannasch und Sebastian Rönning zwei Mitfavoriten auf die Bahn. Vor allem Jannasch legte sich bei seiner vierten Teilnahme am Weihnachtskegeln mächtig ins Zeug. Immer wieder räumte der Lehrer an der Schule für Gesundheitsberufe in Perleberg alle Neune ab. Sogar sein erst kürzlich im Bundesliga-Spiel gegen Meister Kiel aufgestellter Bahnrekord (942 Holz) geriet in Gefahr. Am Ende standen für Jannasch überragende 933 Holz nach 120 Würfen auf der Anzeige.

Im Sog seines Kumpels spielte auch Sebastian Rönning ganz stark auf. Seine 916 Holz sollten auch von den nachfolgenden Titelanwärtern nicht mehr überboten werden. Auch Frank Wilke, am Ende mit 908 Holz Dritter, und Hans Fulczynski (897/4.) bissen sich an den Marken ihrer Teamkollegen die Zähne aus.

„So ein Event zu gewinnen ist schon etwas Besonderes“, strahlte Jannasch hinterher. „Es ist von Anfang an gut gelaufen für mich. Am Ende war die Luft aber ein bisschen raus“, meinte der Sieger des prestigeträchtigen Titels und gab als Begründung für seinen gelungenen Auftritt an, dass „ich zum ersten Mal beim Weihnachtskegeln danach nicht zur Arbeit musste.“

Dass er das als Belohnung für einen neuen Rekord ausgelobte Fass Bier nicht anstechen konnte, fand der Youngster im SVL-Bundesligateam nicht so schlimm, richtete aber eine Kampfansage an seine Teamkollegen. „Ich habe ja schon zuletzt gesagt, dass ich noch Reserven habe. Die Bahn ist längst noch nicht ausgereizt.“

Den zum zweiten Mal ausgelobten Siegerpokal der Senioren sicherte sich Jens Dreßler (891) in Abwesenheit von Vorjahressieger Jürgen Reimann vor Gerhard Lehmann (883). Bei den aktiven Damen holte sich Marianne Wilke, die vorgelegt hatte, den Titel vor der holzgleichen Vorjahressiegerin Sarah Wilke (beide 878). Da hatte auch Gatte und Onkel Kurt Wilke (868) klar das Nachsehen.

Die insgesamt 21 Nichtaktiven kegelten 80 Wurf. Den Wettbewerb der Männer entschied Steffen Gottschalk (570) für sich. Der Altherrenfußballer von Blau-Weiß Lenzen, der erst seit einigen Monaten auch mit der knapp drei Kilogramm schweren Bohlekugel auf der Seedorfer Bahn trainiert, siegte vor Titelverteidiger Christian Korth (566) und Norman Mewes (562/beide Wootz). „So gut lief es bei mir zuvor nicht mal im Training“, freute sich der 43-jährige Lenzener über den unerwarteten Coup.

In der Kategorie „Nichtaktive Damen“ wiederholte Susann Weste aus Lenzen mit guten 557 Holz ihren Vorjahreserfolg. Dahinter landeten Sibylle Mewes (552) und Heike Massow (549) auf den weiteren Podestplätzen. Um den Wettkampf zu entzerren, kegelte der Nachwuchs schon einen Tag vorher. Den Sieg sicherte sich Matthias Günther mit starken 873 Holz vor Vincent Lucht (852), Simon Mewes (847) und Leonhard Lucht (777). Bei den Kindern belegte Florian Günther (763) Platz eins vor Julian Mewes (674).  

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