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Sport in der Prignitz

19. November 2017 | 06:18 Uhr

Handball : Am Ende noch gezittert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Keeper Stephan Neutmann hält beim 26:24 (12:12)-Heimsieg des PHC Wittenberge gegen Wildau beide Punkte fest

Einen schwer erkämpften 26:24 (12:12)-Heimsieg feierten die Handballer vom PHC Wittenberge gegen den HSV Wildau im letzten Hinrundenspiel in der Brandenburgliga. In der vollbesetzten OSZ-Halle fanden die Gastgeber am Sonntag allerdings schwer ins Spiel, lagen vor der Halbzeitpause zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren zurück, gingen dann aber als glücklicher Sieger vom Parkett. Mit nun 10:10 Punkten belegen die Elbestädter weiter Rang sieben in der Tabelle vor Wildau (7:13). „Ich bin zunächst zufrieden, dass wir die zwei Punkte geholt haben. Man hat aber wieder gesehen, dass uns in dieser Liga keine Mannschaft etwas schenkt“, meinte PHC-Spielertrainer Martin Hückel nach Spielende.

Eine Minute vor der Schlusssirene „roch“ es noch nach einer Punkteteilung. Beim Stand von 25:24 scheiterte Bastian Prieß freistehend am Gästekeeper. Ballbesitz Wildau. Doch der vor allem in der zweiten Halbzeit über sich hinauswachsende PHC-Keeper Stephan Neutmann parierte den Versuch der Gäste und Prieß nutzte die Konterchance und traf Sekunden vor dem Abpfiff zum umjubelten Endstand.

Schon der Beginn der Partie war kurios. Wittenberge verlor den Ball gleich nach dem Anpfiff beim „lockeren“ Passspiel. Im Gegenzug vertändelte Wildau den gewonnenen Ball ebenso. „Man hat uns die lange Spielpause angemerkt. Wir waren in der ersten Halbzeit komplett nervös“, so Hückel, dem nicht verborgen blieb, dass der Tabellennachbar zunächst den klareren Ball spielte. Bei Wittenberge hingegen fehlten die Spielzüge und das Konzept. Schnell lag der PHC 0:3 zurück. In der 19. Minute führte der HSV gegen ideenlose Gastgeber bereits mit 10:5. Allerdings stimmte der Einsatz beim Heimteam. Vor allem durch Einzelaktionen konnten die Gastgeber verkürzen. In der 28. Spielminute war es Tobias Jüchert, der den 11:11 Ausgleich erzielte. Mit acht Toren war er auch der treffsicherste Akteur bei Wittenberge.

„In der zweiten Halbzeit haben wir in der Abwehr besser gestanden, die Wurfquote war aber weiter nicht so, wie wir uns dass gewünscht hätten“, sagte Martin Hückel. Vor allem Torwart Neutmann hielt seine Mannschaft mit tollen Paraden im Spiel. Der PHC ging, auch dank einiger Treffer von Florian Maske, mit 19:15 in Front. Danach „schluderten“ die Gastgeber aber mit der Chancenverwertung, so dass Wildau wieder bis auf eine Tor heran kam (19:18, 23:22). Am Ende hatten die Gastgeber das glücklicheren Ende für sich.

Die gut amtierenden Schiedsrichter Michael Siebert und Martin Bilski (HC Hennickendorf) hatten sicher keine einfache Aufgabe. An ihnen lag es nicht, dass es eine Zitterpartie für den PHC wurde. Hochachtung auch vor den Gästen aus Wildau. Trotz der Niederlage und der Enttäuschung bedankte sich das gesamte Team beim Wittenberger Publikum. Das ist fairer Sportsgeist. 




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