Rallyesport : Alter schützt vor Tempo nicht

Keine Zeit verschenken: So eng wie möglich nimmt Wolfgang Meierholz die Kurve um den Strohballen herum.
Keine Zeit verschenken: So eng wie möglich nimmt Wolfgang Meierholz die Kurve um den Strohballen herum.

1. ADAC-Rallye-Sprint Blankenburg: Wittenberger Wolfgang Meierholz und Co-Pilot Marco Schröder (Kemberg) zum Auftakt mit 2. Platz

von
20. März 2014, 10:19 Uhr

Der Test ist gelungen: Der Wittenberger Rallyefahrer Wolfgang Meierholz und sein Co-Pilot Marco Schröder (Kemberg) starteten mit dem 2. Platz bei der 1. ADAC-Rallye-Sprint Blankenburg in die neue Saison. Meierholz/Schröder mussten sich auf dem Mitsubishi Evo 6 im Nordharz nur Olaf Müller/ Steffi Weidel (MSG Visselhövede) auf einem BMW 320 TX geschlagen geben.

Rund 25 Sekunden betrug der Rückstand von Meierholz/Schröder nach den 60 Kilometern mit sechs Wertungsprüfungen über insgesamt 22 Kilometern. Die Strecken bestanden zu 90 Prozent aus Asphalt, der Rest aus Meierholz’ Lieblingsuntergrund Schotter. Von 22 gemeldeten Teams erreichten 13 das Ziel.

„Wir sind total zufrieden. Ich hätte gar nicht damit gerechnet, dass es so gut läuft“, sagte Wolfgang Meierholz zu dem im Vorfeld so von ihm titulierten „Test“. Der Rallye-Sprint-Blankenburg bietet die optimale Möglichkeit d Fahrzeug für die Saison zu testen und einzustellen, da die Sektionen auf schmalen Asphaltwegen stattfinden. Der Mitsubishi Evo 6 war von der Abstimmung her bereits ganz auf die in anderthalb Wochen anstehende Rallye Wittenberg (Belag: Schotter) ausgelegt. Dennoch hielt der Wagen – auf Serienreifen – gut mit. Das Team hat am mittlerweile 14 Jahre alten Fahrzeug im Winter gute Arbeit geleistet.

Noch ein halbes Jahrhundert älter als der Mitsubishi ist Wolfgang Meierholz. Ist das Ende der Karriere in Sicht? „Nein, aber darüber habe ich mir auch noch keine Gedanke gemacht“, gibt sich der Wittenberger ehrgeizig wie eh und je. Jetzt richtet sich sein Blick auf die Rallye in Wittenberg am 29. März.

Und darüber hinaus auf Pfingsten. Dann werden Wolfgang Meierholz und ein paar andere Fahrer im Rahmen des Teterower Bergring rennens in ihren Rallyefahrzeugen ein paar Runden drehen. Auch, um den ein oder anderen potenziellen Sponsoren auf sich und den Rallyesport aufmerksam zu machen. „Einer meiner Mechaniker aus Berlin hat Kontakte zu Toyota. Und die wiederum haben Kontakt zum Bergringrennen. So kamen wir ins Gespräch“, erklärte Meierholz den Pfingst-Ausflug.

Der zweite Prignitzer Fahrer beim Rallye-Sprint Blankenburg, Marko Bruß (Bentwisch), belegte mit seinem Co-Piloten Uwe Fritz (Eisenach) auf dem Citroen DS3R1 den 13. Rang.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen