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Moormeile : Altbekannte in der Siegerliste

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Yvonne Loock, Stephan Krakow und Maximilian Wegert bei der 17. Prignitzer Moormeile in und um Bad Wilsnack erneut vorn

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erstellt am 25.Okt.2017 | 07:24 Uhr

Bei der 17. Prignitzer Moormeile in und um Bad Wilsnack stimmte am vergangenen Samstag eigentlich alles. Ein großes Teilnehmerfeld auf den vier Lauf- und der Nordic Walkingstrecke, trockenes und nicht zu kühles Laufwetter und eine gute Organisation durch die Macher vom SV Prignitz Bad Wilsnack/Legde.

„Wir vom Organisationsteam sind zufrieden. Wir haben bei den Teilnehmern die 200er Marke geknackt und mir sind auch keine Beschwerden bekannt“, zog Bad Wilsnacks Laufchef Roland Feix eine erfreuliche Bilanz. Nicht zuletzt deshalb, weil es auch aus den eigenen Reihen jede Menge Unterstützung gab. An die 50 Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Helfer, vom Streckenposten bis hin zum Verpflegungsteam, waren involviert. „Ohne diese ganzen Leute wäre eine Veranstaltung so auch nicht möglich“, war sich Feix sicher.

Für die gute Organisation bedankten sich auch die Sportler mit guten Leistungen. Allen voran die Sieger auf den zum Prignitz-Cup gehörenden Strecken. Und da standen altbekannte Gesichter wieder einmal ganz oben auf dem Siegerpodest. Den langen Kanten über 12,4 km gewann Vorjahressieger Stephan Krakow (Perleberg) in 45:55 Minuten bei den Herren vor Falk Lutz (Wusterhausen/48:32) und Christof Wegert (52:27). Bei den Frauen siegte „Titelverteidigerin“ Yvonne Loock (Perleberg/56:59) mit deutlichem Vorsprung vor Anne Hohensee (Erfurt/1:03:39 h) und Sabrina Jaap (Perleberg/1:04:30). Über die 7,8-km kam Seriensieger Maximilian Wegert (Dallgow) nach 28:06 Minuten wieder einmal als Erster ins Ziel, gefolgt von Jörg Hinz (Wittenburg/29:01) und Hermon Sahle (Bantikow/30:05). Schnellste Frau auf der kürzeren Distanz war Fanny Riese (Kirch Stück/ 33:46) . Die Pritzwalkerin Birgit Böhm (36:37) und Kim Koslowski (Ludwigslust/ 37:04) folgten auf den Rängen.

Für den als gebürtiger Perleberger für den SSV Einheit startenden Stephan Krakow, der trotz einer am Vortag nach einem Sturz erlittenen Schulterverletzung („Die Schmerzen merkt man im Wettkampf nicht.“) an den Start ging, war die Teilnahme eine Herzensangelegenheit. „Ich mag diese recht anspruchsvolle Strecke. Sie war auch diesmal gut präpariert. Da haben die Organisatoren nach dem Sturm zuvor ganze Arbeit geleistet“, lobte der im niedersächsischen Stade lebende und arbeitende Rechtspfleger, der sich allerdings ein wenig mehr sportliche Gegenwehr erhofft hatte. „Schade, dass Jörg (Schulze – Anm. des Autors), der ja auch ein guter Läufer ist, diesmal nicht dabei war. Ich bin ein Stück mit dem Sieger der kürzeren Strecke zusammen gelaufen. Am Ende war es, glaube ich, ein neuer Streckenrekord“, erzählt Krakow, für den der Lauf eine „letzte Tempoeinheit“ war. Denn an diesem Wochenende will der 27-Jährige beim Marathon in Frankfurt am Main an den Start gehen.

Von einer Marathonteilnahme ist Bad Wilsnacks Fußballer Stephan Michelis wohl noch weit entfernt. Der 40-Jährige nahm den langen Kanten zusammen mit Kumpel Tobias Fischer (Herzberger SV) und dem früheren Weltklasseläufer Jens-Peter Herold, der bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul die Bronzemedaille über 1500 Meter gewann und zwei Jahre später Europameister über diese Strecke wurde, in Angriff.

„Die ersten Kilometer haben wir uns noch locker unterhalten. Bei acht Kilometer war es schon grenzwertig, ab zehn ging es dann wieder. Jens-Peter haben wir zwischendurch dann verloren“, erzählt Michelis, nachdem sein Puls wieder auf Normalmaß zurückgegangen war. „Aber immerhin war ich zwei Minuten schneller als im vergangenen Jahr.“

Jüngster Starter war der vierjährige Emil Amon Amonsen aus Bad Wilsnack, älteste Teilnehmer der Pritzwalker Ernst Wehrstedt, der mit seinen 82 Jahren erneut einige Jüngere auf der 7,8 km-Strecke hinter sich ließ

 

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