Handball : Akribischer Arbeiter mit Erfahrung

Der neue PHC-Coach Marcin Feliks (M.) im Gespräch mit seinem Vorgänger, dem ehemaligen Spielertrainer Martin Hückel. Links Torwart Steffen Tonello.
Der neue PHC-Coach Marcin Feliks (M.) im Gespräch mit seinem Vorgänger, dem ehemaligen Spielertrainer Martin Hückel. Links Torwart Steffen Tonello.

Marcin Feliks vor seiner ersten Saison als Trainer des PHC Wittenberge

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08. August 2015, 07:07 Uhr

Die erste Männermannschaft des PHC Wittenberge geht mit einem neuen Trainer in die kommende Saison. Der Handball-Brandenburgligist sicherte sich in der Sommerpause die Dienste von Marcin Feliks, der die Nachfolge von Spielertrainer Martin Hückel antritt.

„Marcin und ich kennen uns schon einige Jahre“, erzählt PHC-Vizepräsident Ingo Lipinski. „In der Vergangenheit haben wir ja öfter Testspiele gegen den HC Neuruppin gemacht, bei dem er damals Trainer war. Der persönliche Kontakt zu ihm ist seitdem nie abgerissen.“ Den nun vollzogenen Wechsel auf der Trainerbank der Elbestädter erklärt der PHC-Vize so: „Martin Hückel ist ein sehr guter Spieler. Doch die Doppelbelastung als Trainer wurde zu groß für ihn. Im Präsidium haben wir dann beraten, was zu tun ist. Deshalb haben wir mit Marcin Kontakt aufgenommen“, berichtet Lipinski. „Auch unser Präsident (Andreas Giske – Anm. d. Aut.) war von der Einstellung und dem Konzept des neuen Trainers überzeugt.“

Für den gebürtigen Polen, der seit 1998 in Neuruppin lebt, war der Schritt in die Elbestadt relativ problemlos. „Der PHC ist eine der besten Mannschaften der Region. Die Entwicklung des Teams beobachte ich schon seit Jahren. Das Umfeld war mir also schon bekannt“, erklärt der „Neue“.
Aber wer ist dieser Marcin Feliks eigentlich? „Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder“, stellt der in einer Neuruppiner Firma für Isolierbau als Produktionsleiter tätige Feliks sich selbst vor. Kennern der Szene ist der als sehr akribisch arbeitende und Stärken und Schwächen analysierende Trainer, der selbst auf reichlich Erfahrung als Spieler zurückgreifen kann, sicher kein Unbekannter. Während der vergangenen Saison hatte er den Wittenberger Ligakonkurrenten und bis dato punktlosen Tabellenletzten, HSG Schlaubetal, übernommen. Trotz akzeptabler Ergebnisse, unter anderem gewann die HSG ihr Heimspiel gegen die Wittenberger mit 25:23, konnte der Coach den Abstieg nicht mehr verhindern.

Seine sportliche Karriere begann Marcin Feliks als Achtzehnjähriger beim Ostsee-Spree-Ligisten HC Neuruppin, bei dem er 16 Jahre als Spieler, Spielertrainer und Trainer agierte. Nach dem finanziell bedingten Rückzug des HCN aus der Oberliga Ostsee-Spree, um in der Saison 2014/15 einen Neuanfang in der Landesliga Nord zu wagen, wollte sich Feliks als Trainer unbedingt weiterentwickeln. „Ich war dann fünf Monate beim HSV Loitz“, berichtet der 36-Jährige. Als die sportlichen Erfolge in den ersten Spielen nicht eintraten, beendete der Verein nach nur vier Spielen die eigentlich längerfristig geplante Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer.

Nach dem Intermezzo bei der HSG Schlaubetal nun also der Neuanfang beim PHC. Mit Irek Kaczmarczyk bringt Feliks einen langjährigen Weggefährten gleich mit an die Elbe. „Wir sind ja offensiv eine der stärksten Teams der Liga, haben aber unsere Defizite in der Abwehr. Mit dem neuen Trainer haben wir uns verständigt, dass wir uns in der Defensive verstärken müssen“, erzählt Ingo Lipinski. „Irek ist ein erfahrener Spieler, der mithelfen soll, diese Defizite auszumerzen.“

Sowohl Lipinski, als auch Feliks bezeichnen die ersten Eindrücke voneinander als positiv. Auch die Spieler sollen vom neuen Coach angetan sein, auch wenn die eine oder andere Muskelgruppe nach den ersten Trainingseinheiten mächtig schmerzte. „Es gefällt mir, dass wir so einen großen Kader haben. Meine Aufgabe ist es, die Talente und Neuzugänge zu integrieren“, freut sich Marcin Feliks auf seine neue Aufgabe.  

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