Kegeln : Abstieg trübt Erfolgsbilanz

Insgesamt zeigt sich der Vereinsvorsitzende Kurt Wilke mit dem Abschneiden „seiner“ Kegler des SVL Seedorf 1919 in der abgelaufenen Saison sehr zufrieden.
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Insgesamt zeigt sich der Vereinsvorsitzende Kurt Wilke mit dem Abschneiden „seiner“ Kegler des SVL Seedorf 1919 in der abgelaufenen Saison sehr zufrieden.

Kurt Wilke, Vereinsvorsitzender des SVL Seedorf 1919, zieht im „Prignitzer“-Interview eine Saisonfazit der Kegler von der Löcknitz

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08. Juli 2015, 05:19 Uhr

Auf eine recht erfolgreiche Saison blicken die Bohlekegler vom SV Löcknitzstrand Seedorf von 1919 zurück. Getrübt wurde die Spielserie allerdings vom Abstieg des Aushängeschildes aus der 1. Bundesliga. Über Erfolge und Misserfolge sprach „Prignitzer“-Mitarbeiter Torsten Gottschalk mit dem SVL-Vereinsvorsitzenden Kurt Wilke.

Herr Wilke, die Spielserie 2014/15 ist Geschichte. Wie lautet ihr Saisonfazit?
Kurt Wilke: Im Grunde können wir als Verein mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden sein. Die zweite Herrenmannschaft hat überraschend den Aufstieg in die Landesliga geschafft, obwohl sich einige Spieler im Laufe der Saison in der Ersten festgespielt hatten. Mit dem ersten Seniorenteam ist uns souverän der Durchmarsch in die Landesliga gelungen. Auch die neuformierte zweite Seniorenmannschaft hat bei den Aufstiegsspielen als Erster den Sprung in die Landesklasse geschafft. Und dann haben wir ja noch etliche Titel und Medaillen bei Kreis-, Regional- und Landesmeisterschaften geholt, besonders Jürgen Reimann war da sehr erfolgreich. Zudem haben wir mit den Herren B die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften in Cuxhaven geholt, den Titel dabei nur um vier Holz verpasst. Einziger Wermutstropfen ist der Abstieg der ersten Männermannschaft aus der 1. Bundesliga. Das war so nicht zu erwarten.
Wo liegen ihrer Meinung nach die Ursachen für den Gang des Teams nach zwölf Jahren in der 1. Bundesliga in die Zweitklassigkeit?
Die Heimschwäche war entscheidend. Gleich mehrfach hat einer unserer Spitzenspieler bei Heimspielen gepatzt. Dadurch haben wir wichtige Punkte verloren. Zwar hat sich die Mannschaft im Abstiegskampf gewehrt, doch im alles entscheidenden Match am letzten Spieltag waren die Rivalen aus Hannover einfach die bessere Mannschaft.
Was gibt es Neues aus dem Verein zu berichten?
Am kommenden Wochenende veranstalten wir unser erstes internationales Einladungsturnier mit Keglern aus Polen, Brandenburg und aus der Prignitz. Dann ist mit Max Jannasch ein Talent von Hertha Karstädt zu uns gewechselt und wird künftig in der ersten Seedorfer Männermannschaft spielen. Mit Sebastian Rönning rückt ein weiterer junger Mann in die Erste auf.
Apropos Keglernachwuchs, da hat der SVL weiter seine Fühler ausgestreckt, oder?
Die Arbeit in den Schul-Arbeitsgemeinschaften in Lenzen und Dömitz läuft nach wie vor. Mit Florian Günther, Bruder von Matthias Günther, der in diesem Jahr Bronze im Paarwettbewerb der A-Junioren auf Dreibahnen holte, sowie Nele Schulz sind hoffnungsvolle Talente dabei. Wichtig ist, dass wir sie für den Verein gewinnen können und sie weiter zur Stange halten.
Lassen sie uns kurz einen Blick auf die kommende Saison wagen…
Die Männer peilen natürlich den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga an. Interessant wird sein, wie sie sich auf den unbekannten Bahnen und gegen neue Gegner schlagen werden. Als Mitfavoriten um den Staffelsieg sehe ich den NKC 72 Berlin und Spandau an. Die zweite Herren wird versuchen, die Meisterrunde, gleichbedeutend mit dem sicheren Klassenerhalt, zu erreichen. Und mit den ersten Senioren wollen wir um den Landesmeistertitel mitspielen. Da sehe ich Potsdam als ernsthaften Konkurrenten.
Sehen wir künftig auch wieder ein Seedorfer Frauenteam auf den Bahnen der Region?
Da habe ich wenig Hoffnung, dass das in den kommenden Jahren etwas wird. Derzeit kegelt nur Sarah Wilke in der Kreisrangliste um Punkte mit. Und meine Frau Marianne spielt ja in Perleberg.

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