Lokalsport : 70 Jahre Handball in Wittenberge

Die ehemaligen Lok-Spielerinnen Renate Theeke (l.) und Heidrun Tonello mit der Festschrift.  Fotos: Togo (4)
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Die ehemaligen Lok-Spielerinnen Renate Theeke (l.) und Heidrun Tonello mit der Festschrift. Fotos: Togo (4)

Viele ehemalige und aktive Spieler, Funktionäre und Freunde des Wittenberger Handballsports feierten am Samstag in der OSZ-Halle

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23. August 2015, 13:26 Uhr

70 Jahr Handball in Wittenberge: Für den 2001 als eigenständiger Handballverein gegründeten Prignitzer Handball-Club (PHC) war dies am Samstag Grund genug, gemeinsam mit Mitgliedern, Ehemaligen und vielen Freunden des Handballsports in der OSZ-Halle zu feiern. Und der Andrang für die Zeitreise in Vergangenheit und Gegenwart war groß. Viele interessante Gespräche und Erinnerungen wurden ausgetauscht.

Für PHC-Präsident Andreas Giske sind Spieler, Funktionäre, die helfenden Hände im Hintergrund und die Fans „wie eine große Familie.“ Auch die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wittenberge, Waltraud Neumann, würdigte in ihrem Grußworten besonders die Jugendarbeit. Diese trägt entscheidend zur sozialen Entwicklung der Stadt bei.

Zwei Frauen, die mehr als eine Dekade des Wittenberger Handballs maßgeblich mitbestimmten, sind Heidrun Tonello und Renate Theeke. Das Duo gehörte zum erfolgreichen Damenteam von Lok Wittenberge, das 1971 den Aufstieg in die DDR-Liga schaffte. Neun Jahre lang hielten sich die Elbestädterinnen in der zweithöchsten Liga. Noch heute treffen sich die Beiden mit ihren ehemaligen Mitspielerinnen und besuchen fast regelmäßig die Heimspiele der PHC-Männern in der Brandenburgliga. „Die Jungs sind schon gut“, findet Renate Theeke, früher selbst eine gefürchtete Torjägerin. „Die haben es auch besser als wir früher“, meint Heidrun Tonello. „Damals hatten wir keine eigene Halle, haben unsere Heimspiele in Schwerin oder Güstrow ausgetragen. Dort sind wir dann mit dem Zug hingefahren“, erinnert sich das Duo. Die extra zum Geburtstag vom PHC herausgegebene Festschrift finden Heidrun Tonello und Renate Theeke „prima. Da haben sich die Macher richtig Mühe gegeben.“

Mühe gaben sich auch zwei Teams , besetzt mit ehemaligen Wittenberger Handballern, die 3x20 Minuten gegeneinander spielten. Wobei es mit der Zeit im letzten Drittel, nach nur einer Trainingseinheit im Vorfeld, nicht so genau genommen wurde. 22:21 (19:14, 9:7) endete dieser Vergleich. Auch wenn der Ehrgeiz groß war, spielte das Ergebnis letztendlich keine große Rolle. Für Heribert Wiebeck, Maik Hinzmann, Sven Kopittke, Mario Görtler, Veiko Springmann, Gunnar Beuthling, Jürgen Neumann, Christian Fölsch, Sigurd Winkelmann, Wolfgang Seefeld, Dirk Kurpjuhn, Maik Böttcher, Dietmar Arndt und Hardo Reimann stand der Spaß und die Bewegung im Vordergrund. Von dieser Begegnung werden die Sportfreunde sicherlich noch lange etwas in Form eines deftigen „Muskelkaters“ haben.

Sportlicher Höhepunkt der Geburtstagsfete war das Spiel der ersten Wittenberger Männermannschaft gegen den Verbandsligisten Radeberger SV. In einer abwechslungsreichen Partie behielten die Gastgeber gegen die wendigen Sachsen letztendlich mit 31:29 die Oberhand. Für PHC-Coach Marcin Feliks war das Ergebnis eher nebensächlich. „Wichtig war, dass jeder Spieler aus dem Kader seine Spielanteile bekommt, sich die Mannschaft weiterentwickelt. Ich möchte, dass die Jungs 60 Minuten schnellen Handball mit viel Tempo spielen. Das ist in der Brandenburgliga wichtig. Heute hat das schon ganz gut geklappt. Wir haben viele Tore über Konter erzielt“, so Feliks.  

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