Volleyball 3. Liga Nord Frauen : Zur Überraschung fehlte nicht viel

Hier gelingt es Lisa Helmecke (15) den Ball außen am Gästeblock vorbei zu schlagen. Fotos: Thomas Zenker
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Hier gelingt es Lisa Helmecke (15) den Ball außen am Gästeblock vorbei zu schlagen. Fotos: Thomas Zenker

1. VC Parchim – TSV Tempelhof-Mariendorf 1:3 (13:25, 13:25, 25:19, 23:25)

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07. Januar 2018, 23:37 Uhr

Die Drittliga-Volleyballerinnen des 1. VC Parchim unterlagen zum Auftakt der Rückrunde gegen den TSV Tempelhof-Mariendorf mit 1:3 (13:25, 13:25, 25:19, 23:25) und bleiben Schlusslicht der Staffel Nord. „Wir machen einfach zu viele Eigenfehler. Ich hätte gern wenigstens einen Tabellenpunkt mitgenommen“, so ein enttäuschter VCP-Coach Ingo Achtelik. Und diese Worte bezogen sich nicht einmal auf die ersten beiden Sätze, in denen die Gastgeberinnen kein Bein auf die Erde bekamen, sondern auf die Schlussphase des vierten Durchganges. Parchim war dem Tabellenpunkt bei der zwischenzeitlichen 20:15-Führung (später 22:19) sehr nahe. Doch die Gäste krempelten in der Manier einer Spitzenmannschaft die Ärmel hoch, drehten das Ergebnis noch zum 25:23-Satzgewinn und stehen jetzt wieder an der Tabellenspitze.

Die Parchimerinnen mussten diesmal auf die verletzten Tanja Joachim und Pauline Pontow verzichten, gingen aber voller Optimismus gegen den TSV ans Netz. Zuspielerin Lisa Neupauer begann ziemlich unglücklich, schlug die erste Aufgabe ins Aus und schenkte dem Gegner mit einem Netzfehler auch den zweiten Punkt. Die Gastgeberinnen glichen aus (2:2) doch danach häuften sich die Fehler und die Geschenke nahmen die Berlinerinnen dankend an. Die Gegnerinnen wirkten jetzt in allen Belangen stärker, vor allem Gedanken schneller und schlagkräftiger im Angriff. Tempelhof-Mariendorf zog davon (10:4, 17:8) und hatte beim 24:13 den ersten Satzball, den Janine Judetzki mit einem wuchtigen Angriff versenkte.

Der zweite Satz war nicht nur wegen dem gleichen Ergebnis, sondern auch im Spielverlauf weitgehend eine Kopie des ersten. Besonders die ehemalige Bundesligaspielerin im Gästeteam, Regina Mapeli-Burchardt (zuletzt beim VC Wiesbaden und SC Potsdam), machte es dem Parchimer Block und der Abwehr mit ihrem variablen Angriffsspiel und gutem Auge sehr schwer.

Auf der Welle des Erfolges gingen die Gäste ziemlich unbeschwert in den dritten Satz, in dem die VCP-Damen das erste Mal in Führung gingen und zwar mit 5:4. Plötzlich waren die Gastgeberinnen im Spiel. Kampfgeist und Siegeswillen waren erwacht und bestimmten die Ballwechsel. Zwar holten sich die Berlinerinnen die Führung zurück, Parchim ließ aber nur zwei, drei Punkte Vorsprung zu. Mara Zimmermann glich etwas später zum 17:17 aus. Leonie Dieckemann holte die Führung, die das Team bis zum Satzende nicht mehr abgab. Ein Aufschlag-Punkt von Antje Markert beendete den Satz mit 25:19. Jetzt war die Halle am Kochen und die Parchimerinnen nahmen die gute Stimmung mit in den vierten Satz.

Selbstbewusst und bis in die Haarspitzen motiviert nahmen die VCP-Mädels den Kampf an und waren jetzt dem Favoriten mindestens gleichwertig. Über die Aufgaben wurde enorm Druck erzeugt, der Block griff immer öfter erfolgreich zu. So auch gegen Mapeli-Burchardt zum 20:15. Den Satz- und Punktgewinn vor Augen verkorksten die Gastgeberinnen die nächsten beiden Ballwechsel (20:17), Achtelik bemerkte die aufkommende Unsicherheit und nahm eine Auszeit. Angriffe von Zimmermann und Markert hielten Parchim vorn (22:21), doch zwei Annahmefehler in Folge wendeten das Blatt (22:23). Der VCP glich noch einmal aus, dann machten die Gäste ernst. Anne Tegge, nach dem Spiel zur MVP (Most Valuable Player) gewählt, machte mit einem Angriff zum 25:23 für die Berlinerinnen den Sack zu. Auf Parchimer Seite sahen die Gäste die 16-jährige Leonie Dieckemann als wertvollste Spielerin, die erstmals diese Auszeichnung entgegen nahm.

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