Volleyball : Wimpernschlag-Finale

Pausenbesprechung: Parchims Trainer Heiko Derrath (l.) und Matthias Hoffmeister
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Pausenbesprechung: Parchims Trainer Heiko Derrath (l.) und Matthias Hoffmeister

Volleyballerinnen des 1. VC Parchim II trotz verlorenem Spitzenspiel in Hagenow Landesliga-Meister

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25. März 2014, 22:02 Uhr

Auf der Zielgeraden wurde es noch einmal richtig spannend in der Volleyball-Landesliga der Damen. Am letzten Spieltag gewann die zweite Mannschaft des Hagenower SV in heimischer Halle das Gipfeltreffen mit der Reserve des VC Parchim. Auch die anschließende Aufgabe gegen den Schweriner SC IV lösten die Hagenowerinnen erfolgreich (3:1). Da sich die VCP-Mädels zum Abschluss des Dreierturniers im Vergleich mit dem SSC-Nachwuchs einen Fünf-Satz-Krimi „gönnten“, büßten sie ihr Vier-Punkte-Polster ein, mit dem sie als ungeschlagener Tabellenführer ins Saisonfinale gegangen waren. Für Parchim steht über das gesamte Spieljahr gesehen ein Sieg mehr zu Buche, was mit den Meistermedaillen honoriert wurde.

Im Duell der beiden dominierenden Mannschaften der Liga feierten die Hagenowerinnen eine überzeugende Revanche für die 2:3-Niederlage in Parchim. Der Beginn geriet aus Hagenower Sicht ziemlich holprig. Schwächen vor allem in der Annahme sorgten für einen 4:9-Rückstand. Aber auch die Gäste wackelten in diesem grundlegenden Element. Eine Aufschlagserie von Jenny Geese brachte den schnellen Anschluss (10:11), eine weitere, diesmal von Silke Burmeister, ein Polster (21:17), das bis zum 25:21 transportiert wurde. „Schön, dass ihr den Satz noch gedreht habt, aber jetzt legt bitte eine Schippe drauf. Stellt vor allem die leichten Fehler ab“, gab Hagenows Trainer Marco Flügge seinem Team beim Seitenwechsel mit auf den Weg. Viel besser wurde es allerdings nicht. Der zweite Durchgang nahm einen ähnlichen Verlauf wie der erste und ging ebenfalls an den Gastgeber (25:20).

„Habt Spaß und macht das Beste daraus“, betätigten sich die VCP-Übungsleiter Heiko Derrath und Matthias Hoffmeister noch einmal als Motivatoren. Ihr junges Team schien aber nicht mehr so recht an seine Chance zu glauben und produzierte eine Menge Fehler. Der Tabellenzweite wirkte dagegen jetzt wesentlich lockerer und deutete sein Potenzial im Angriff an. In der Summe führte das zu einem überaus klaren 25:10. Das Spielende war kurios: Bettina Schwark vergab beim Stand von 24:9 den ersten Matchball durch einen zu lang geratenen Aufschlag, Parchim bedankte sich für dieses „Geschenk“ mit einem Aufstellungsfehler – Abpfiff.

„Im dritten Satz haben sie das abgerufen, was sie können. Vorher war unser Spiel doch eher von Unsicherheit und Nervosität geprägt“, fasste Marco Flügge in einer ersten Kurzanalyse zusammen.

Die Parchimer Trainer zogen sich mit ihren Mädels erst einmal in eine Hallenecke zurück. Von bösen Worten konnte keine Rede sein: „Wir verstehen uns als Ausbildungsmannschaft. Man hat heute gesehen, das einige Spielerinnen fehlten. Okay, der dritte Satz ist uns etwas weggebrochen. Aber davor waren gute Aktionen dabei – alles in Ordnung“, zeigten sich Derrath/Hoffmeister nicht unzufrieden.

Die Hagenowerinnen setzten sich anschließend gegen die vom Landestrainer betreute vierte Mannschaft des Schweriner SC ebenfalls sicher durch. Nach zwei deutlich gewonnenen Sätzen (25:17, 25:11) leistete sich das Team im dritten Durchgang zwar eine kollektive Auszeit (19:25), machte am Ende mit Routine und der nötigen Ruhe aber doch alles klar (25:20). Der SSC-Nachwuchs war augenscheinlich auf den Geschmack gekommen, wusste sich im Spielverlauf zu steigern. Das bekam der Tabellenführer zu spüren, der sich im ersten und dritten Satz jeweils zu einem 27:25 mühte, die Sätze zwei und vier mit 22:25 beziehungsweise 18:25 abgab und so in den Tiebreak musste. Auch der entwickelte sich zu einer ganz engen Kiste. Nach ziemlich hektischem Ende konnten die Parchimmerinnen ein 15:12 bejubeln.

In puncto möglicher Verbandsliga-Aufstieg halten sich beide Mannschaften noch bedeckt.

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