Fussballer-treffen in Parchim : Wiedersehen nach 40 Jahren

Vor vier Jahrzehnten prägten diese Herren den Fußball in Parchim. Drei Spielzeiten kickten viele von ihnen mit der Hydraulik-Elf in der DDR-Liga. Fotos: Thomas Zenker
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Vor vier Jahrzehnten prägten diese Herren den Fußball in Parchim. Drei Spielzeiten kickten viele von ihnen mit der Hydraulik-Elf in der DDR-Liga. Fotos: Thomas Zenker

Genau vier Jahrzehnte nach dem Aufstieg in die DDR-Liga trafen sich die Fußballer der damaligen BSG Hydraulik Parchim im Stadion

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11. November 2019, 00:00 Uhr

Der Clubraum im Stadion am See platzte fast aus allen Nähten. „Wir hatten niemals mit solch einer Resonanz gerechnet“, ist Wilfried Hacker, einer Organisatoren des Treffens ehemaliger Fußballer, überwältigt. Sage und schreibe 37 Kicker aus der Zeit von 1978 bis 1983, als die BSG Hydraulik Parchim ein teil der DDR-Liga war, lächelten beim Erinnerungsfoto hinterm Stadiongebäude in die Kamera.

Die „Alten Hasen“ ließen auch keine Zeit verstreichen und gingen wie früher auf dem Platz gleich zur Sache. Fast jeder hatte damals so seine Eigenheiten. Und die wurden schon bei der Begrüßung mit flotten Sprüchen auf den Tisch gelegt. Thomas Wien stellte im offiziellen Teil des Treffens als Gastgeber den heutigen Sportclub Parchim vor, quasi einen Nachfolger der BSG Hydraulik. „Ich hatte damals gerade mit Fußball angefangen. Ihr wart sozusagen meine sportlichen Vorbilder“, begann der Chef des heute 760 Mitglieder zählenden Vereins. Und er informierte auch gleich über einige ehrgeizige Ziele in naher Zukunft. Unter anderem soll der Platz Flutlicht erhalten sowie eine Beregnungsanlage und „wir wollen die Grenze von 800-Mitgliedern überschreiten“.

Frank Künne übergab dem Vorstand einen Pokal, den er vor 40 Jahren als Torschützenkönig bekam. „Bestimmt findet er hier einen Platz, ich hab ihn mir lange genug angeschaut“. Das passt genau in die Gedanken der Organisatoren, die das Treffen gerne als Start einer Reihe solcher Begegnungen sehen würde, eben ein bisschen Fußball-Tradition der Kreisstadt erlebbar machen. „Vielleicht entsteht aus unserer heutigen Veranstaltung ein Tag des Fußballs für ehemalige Parchimer Kicker“, so Wilfried Hacker. Denn könne man einmal im Jahr oder alle zwei Jahre ins Leben rufen.

Heinz Möller, damals Mittelfeldspieler, hatte mit einigen Mitstreitern stundenlang im Archiv der Stadt gewühlt, Fotos, Zeitungsartikel, Mannschaftsaufstellungen und Tabellen digitalisiert und an die Wand projeziert. Bei jedem Bild kamen Geschichten aus der alten Fußballzeit hoch. Zum Beispiel die Tatsache, dass bei den Heimspielen rund 1500 Zuschauer den Weg ins Stadion am See fanden. Es wurde erzählt, diskutiert und viel gelacht, aber auch an die Mitstreiter gedacht, „die nicht mehr unter uns weilen“.

Am aktuellen Fußballgeschehen nahmen die Oldies am Nachmittag teil. Sie verfolgten das Landesligaduell des SC Parchim gegen den Lübzer SV und traten in der Halbzeitpause selbst gegen den Ball. SCP-Keeper Steven Auras stellte sich zwischen die Pfosten und jeder durfte mal vom Punkt drauf halten, Trefferquote ca. 70 Prozent.

„Das darf keine Eintagsfliege bleiben“, waren sich die Initiatoren Wilfried Hacker und Lothar Mischke einig.

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