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Parchimer Läufer bei der Senioren-EM : Wertvolle Erfahrungen gesammelt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Laufsport: Günter Wolf kehrt beeindruckt von der Europameisterschaft im dänischen Aarhus zurück

Nach beeindruckenden zwölf Tagen in Aarhus kehrt der Parchimer Günter Wolf (LSV Güstrow) aus Dänemark zurück. Dort – in der Kulturhauptstadt Europas 2017 – fanden vom 27. Juli bis zum 6. August auch die Europameisterschaften der Senioren in der Leichtathletik statt. Und Günter Wolf war erstmalig im deutschen Nationaltrikot am Start eines solchen internationalen Ereignisses. Nach dem großartigen Beginn gleich am Auftakttag der Meisterschaften (Günter Wolf gewann die Bronzemedaille über 10 000 Meter/SVZ berichtete) sollten noch zwei weitere Wettkämpfe folgen.

Am Donnerstag wurden die Besten über 5000 Meter ermittelt. Für Günter Wolf war der Tag allerdings als „gebraucht“ abzuhaken. Der Parchimer kam nach dem Start einfach nicht ins Rollen und so gab er das Rennen – auch in Anbetracht des drei Tage später stattfindenden Halbmarathonlaufes – nach wenigen Runden auf der Tartanbahn auf.

Nun war für Annemarie Schulze, Wolfs Lebensgefährtin, die den Sportler auf allen seinen Wettkampfreisen im Wohnmobil begleitet und betreut, psychologische Aufbauarbeit angesagt. Schließlich wartete mit den 21,1 Kilometern des Halbmarathons, der noch dazu auf einer sehr hügeligen und windanfälligen Strecke ausgetragen wurde, noch ein ganz harter Brocken auf den 76-jährigen Senior.

Erschwerend kam hinzu, dass die Meisterschaften von einem Volkslauf mit rund 5000 Teilnehmern begleitet wurden, wodurch insbesondere für die älteren Läufer der Überblick über die Konkurrenz gänzlich verloren ging. Trotz der widrigen Umstände verfehlte Günter Wolf seine persönliche M-75-Bestzeit aus dem Vorjahr nur um gut drei Minuten und belegte beim erneuten Sieg des Slowaken Vincent Basista nach 1:47:46 Stunden einen ausgezeichneten 7. Platz in dem internationalen Feld. Eine Leistung, über die er sich sehr freute. Einziger kleiner Wermutstropfen: drei Deutsche waren vor ihm im Ziel, die für die Mannschaftswertung gezählt wurden und so noch den klaren Titelgewinn in dieser Wertung für sich verbuchen konnten.

Doch darüber können Günter Wolf und Annemarie Schulze, die stets am Rande des Geschehens mitfiebert und oftmals sicher aufgeregter als ihr Mann ist, sehr gut hinwegsehen. Für beide war die Europameisterschaftswoche ein ganz tolles und unvergessliches Erlebnis, in der sie ganz viele neue Sportfreundschaften geschlossen haben. „Endlich war einmal Zeit, sich mit den Konkurrenten auch abseits des Wettkampfes in Ruhe zu unterhalten und einander besser kennenzulernen“, berichtet Annemarie Schulze am Telefon. „Aber auch sportlich habe ich hier ganz viele neue Erfahrungen sammeln können“ ergänzt Günter Wolf. „Vielleicht kann ich diese ja schon beim nächsten großen Wettkampf, den Deutschen Meisterschaften über zehn Kilometer auf der der Straße Anfang September in Bad Liebenzell, umsetzen.“

Die Konkurrenz ist jedenfalls gewarnt. Den schmächtigen Mann aus Mecklenburg im blauen Trikot des Laufsportvereins der Barlachstadt wird man auf der Rechnung haben müssen, wenn es um die Medaillenvergabe geht.


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