1. VC Parchim : Weiße Weste zweimal befleckt

Die Parchimer im Angriff: Im vierten Satz gegen Ludwigslust  flutschte das Spiel.
Die Parchimer im Angriff: Im vierten Satz gegen Ludwigslust flutschte das Spiel.

Der 1. VC Parchim war nach fünf Saisonsiegen die Überraschungsmannschaft der Verbandsliga und zierte die Tabellenspitze mit „Weißer Weste“. Ausgerechnet beim Heimspieltag am Sonnabend bekam sie zwei schwarze Flecken.

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10. Dezember 2013, 17:05 Uhr

Der 1. VC Parchim war nach fünf Saisonsiegen die Überraschungsmannschaft der Verbandsliga und zierte die Tabellenspitze mit „Weißer Weste“. Ausgerechnet beim Heimspieltag am Sonnabend bekam sie zwei schwarze Flecken. Die Gastgeber, obwohl personell ganz gut besetzt, verloren das Fünf-Satz-Spiel gegen die Volley Tigers Ludwigslust und kassierten gegen die jungen Schweriner vom Landesleistungszentrum eine glatte 0:3-Niederlage.

Im ersten Duell des Tages standen sich die beiden Gästemannschaften gegenüber und lieferten sich einen spannenden Kampf, den die Volley Tigers gegen das LLZ Schwerin im Tie-Break knapp mit 15:13 gewann. Dabei mussten sich die Ludwigsluster im ersten Satz mit 24:26 geschlagen geben und nach dem 16:25 im zweiten Durchgang schien die Partie verloren. Aber die Tigers drehten den Spieß um, gewannen Satz drei mit 25:17 und retteten sich mit dem 25:21 in den Tie-Break. Im Kopf-an-Kopf-Rennen gegen die starken Jugendspieler des LLZ verwerteten die Lindenstädter gleich den ersten Matchball beim 14:13 zum Sieg.

Die folgende Begegnung des 1. VC Parchim gegen VT Ludwigslust sollte nicht weniger spannend werden. Erneut sahen die rund 60 Zuschauer einen Fünf-Satz-Krimi. Nur dieses Mal setzten die Ludwigsluster die ersten Akzente mit einer 2:0 Führung (25:19, 25:23). Die Parchimer starteten in beiden Sätzen gut (jeweils 5:2), gerieten dann aber in Rückstand. Nach der recht klaren Angelegenheit im ersten Durchgang, eroberten die Gastgeber im zweiten mehrmals die Führung (12:11, 17:16, 21:19) scheiterten aber immer wieder am starken Tigers-Block. Beim 23:24 jubelte Michael Träger nach seinem wuchtigen Angriff schon über den Punktausgleich, die der Schweriner Schiedsrichter sah eine Netzberührung – 25:23 für Ludwigslust.

Nachdem Parchim in dritten Satz erneut zurück lag (5:9) brodelte es in der Mannschaft. „Entweder reißt sich jetzt jeder mal zusammen, oder wir lassen es…“, ärgerte sich Zuspieler Christian Braun, nachdem erneut zu wenig Einsatz in der Feldabwehr bzw. Blocksicherung offensichtlich war. Tatsächlich wirkten die VCP-Herren jetzt konzentrierter, griffen variabler an und ließen diesmal im Endkampf (22:21 bis 25:21) keine Fehler zu. Den nächsten Satz brauchten die Gäste wohl, um Luft zu holen, hatten sie doch zu diesem Zeitpunkt schon acht Sätze in den Knochen. Parchims Herren gingen von Beginn an klar in Front (6:3, 10:5, 19:10) und zwangen den Gegner beim 25:13 erneut in den Tie-Break. Hierbei lagen die Volley Tigers von Anfang an vorn, führten beim Seitenwechsel 8:5 und ließen nichts mehr anbrennen (11:7, 15:11). „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, aber wir haben uns zu viele Fehler in allen Mannschaftsteilen erlaubt“, ist Mittelblocker Michael Träger sauer. Und die Stimmung sollte sich auch im zweiten Match der Parchimer nicht aufhellen.

Gegen die Youngster der Liga verpatzten die Parchimer Herren wiederholt die ersten beiden Sätze (-22, -20) und lagen zum zweiten Mal an diesem Tag 0:2 zurück. Doch dieses Mal sollte eine Aufholjagd gar nicht erst stattfinden, weil die Schweriner Jungs beim 26:24 den Spieltag beendeten. Nur ein Tabellenpunkt, anstatt der erhofften sechs ist die magere Ausbeute des 1. VC Parchim an diesem Spieltag.

VC Parchim: Träger, Kaufmann, Persicke, Kammrath, Behm, Gubin (L), Remus, Braun, Klünder


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