Volleyball : VC-Mädels hatten längeren Atem

Nach dem Sieg im vierten Satz fiel den VCP-Spielerinnen ein großer Stein vom Herzen.
Nach dem Sieg im vierten Satz fiel den VCP-Spielerinnen ein großer Stein vom Herzen.

Regionalliga Nord: 1. VC Parchim – SpVg Eidertal Molfsee 3:2 (-22, 22, -19, 23, 6)

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23. März 2014, 22:11 Uhr

Die Parchimer Volleyballerinnen brauchten genau 111 Minuten, um ihre Kampfansage zum Regionalligaspiel gegen die SpVg Eidertal-Molfsee umzusetzen. Die routinierten Gegnerinnen, die das Hinspiel mit 3:2 gewonnen hatten, machten den Gastgeberinnen das Leben unheimlich schwer. Zweimal glichen die VCP-Spielerinnen einen Satzrückstand aus, im Tie-Break spielten sie ihre konditionellen Vorteile aus (15:6) und verteidigten mit den zwei gewonnenen Punkten den zweiten Tabellenplatz.

Schon im ersten Satz sahen die rund 140 Zuschauer in der Fischerdammhalle einen packenden Kampf, wobei die Gastgeberinnen immer wieder in der Annahme schwächelten und der VCP-Block kaum Wirkung erzielte. So enteilten die Rand-Kielerinnen ab Mitte des Satzes auf 21:15. Erst jetzt spielten die VCP-Mädels ihre Schnelligkeit im Angriff über die Mitte aus zum glichen zum 22:22 aus. Doch der Cleverness der Gäste hatten die Parchimerinnen dann nichts entgegen zu setzen (22:25). Auch Mitte des zweiten Durchgangs wackelten die Gastgeberinnen, obwohl sie schon mit 11:7 führten. Wenig später lag der VCP mit 19:21 zurück. Diesmal konterte Parchim mit gutem Blockspiel und sauberen Angriffen. Den letzten versenkte Elisa Lohmann zum 25:22-Sieg. Zum Durchatmen blieb keine Zeit. Das Kopf-an-Kopf-Rennen ging in die dritte Runde (12:12, 16:16, 18:19) und wieder zeigten die Gäste bessere Nerven in der Endphase (19:25). Bis Mitte des vierten Satzes gaben die meisten Zuschauer keinen Pfifferling mehr für ihr Team, dass sich von den Routiniers „einlullen“ ließ (5:7, 8:12, 11:17). Eine Auszeit von Trainer Holger Antrag blieb wirkungslos (14:19), jetzt wechselte er Zuspielerin Lisa Neupauer ein und brachte Verena Schuldt, um den Block zu stärken. Es funktionierte. Parchim machte vier Punkte am Stück und glich aus 21:21. In der Schlussphase zeigte Sophie Zimmermann ihre Qualitäten. Erst im Angriff und dann an der Aufgabe gelangen ihr die Big-Points zum 25:23-Satzsieg.

Was die Parchimer Mädels im Entscheidungssatz zeigten, ließ so manchen Zuschauer mit der Zunge schnalzen. Schnörkelloser Spielaufbau und klare Angriffsaktionen brachten die erfahrenen Gäste völlig aus dem Konzept. Beim 8:4 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt und Parchim ließ nur noch zwei Punkte des Gegners zu (15:6), die Revanche war geglückt.

Jetzt stehen für Parchim noch zwei Spiele im Kalender, am 5. April beim Tabellenführer Eimsbütteler TV und eine Woche später zu Hause gegen Grün Weiß Eimsbüttel.

1. VC Parchim: Heinz, Antrack, S. Zimmermann, Marckwardt, Kipar, Lohmann, Gau (L), Neupauer, Schulze, Schuldt, Schnittger, M. Zimmermann; SR: Bietz/Reuter, Anzeige: Anika Ortmann, Schreiber: Sarah Poschmann


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