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Bogensport Groß Niendorf : Treffsicher bei Sonne und Regen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Rund 160 Bogensportler kämpfen beim 18. Waldseeturnier und Norm zur Deutschen Meisterschaft und MV-Landesmeistertitel

Das Waldseeturnier der Bogenschützen des Groß Niendorfer BSV hat auch nach 18 Jahren an Attraktivität nichts verloren. Rund 160 Bogensportler gingen am vergangenen Wochenende auf den etwa sechs Kilometer langen Parcours rund um den Wamckower See auf die Jagd.

Die Teilnehmer vom Kind bis zum erfahrenen Senior hatten eine anspruchsvolle Wettkampfaufgabe vor sich. Insgesamt 28 3D-Ziele, von Frosch über Fuchs, Reh und Karibu bis zum Braunbär, hatten die Gastgeber so in Wald und Flur postiert, dass die Schützen all ihr Wissen und Können auspacken mussten, um treffsicher zu sein. Für viele Teilnehmer ginge es unter anderem darum, die Norm für die Qualifikation zur Deutschen 3D-Meisterschaft zu erreichen, für die Teilnehmer aus unserem Bundesland zudem um die Landesmeisterschafts-Medaillen. Zusätzlich waren vier Sonderziele aufgebaut, die aber nur in die Turnierwertung eingingen.

„Wir haben wieder unseren Kurs in Form einer Acht gewählt, mit dem Schnittpunkt Versorgungszelt am See“, erklärte der leitende Kampfrichter und Chef des Gastgebervereins Sven Posekardt. Er hatte an den beiden Turniertagen vier weitere Kampfrichter an seiner Seite, die immer für Fragen und Hinweise der Teilnehmer zur Stelle waren. „Das Turnier ist akkurat und mit sehr viel Liebe vorbereitet“, lobte Thomas Röher die Veranstaltung. Er war aus Jena (Thüringen) angereist, ist Vizepräsident Sport des Deutschen Bogensportverbandes 1959 (DBSV) und nahm das erste Mal in Groß Niendorf teil. Er ist regelmäßig in ganz Deutschland unterwegs, um die Vereine kennen zu lernen. „Hier erfahre ich aus erster Hand, was gefällt und wo der Schuh drückt“, sagte er. Und er schaut sich um, wo es geeignete Voraussetzungen gibt, Deutsche Titelkämpfe auszurichten. „Der Parcours hier würde den Anforderungen auf jeden Fall gerecht werden“, schätzte der erfahrene Bogensportler ein.

Auch wenn der Termin dieses Turnieres um eine Woche nach hinten verschoben wurde, hatten die Gastgeber wieder mit dem Wetter zu kämpfen. „Der Meldeschluss für die Deutschen Meisterschaften wurde verschoben und so haben wir uns für das erste Juli-Wochenende entschieden“, erklärte Sven Posekardt. In den letzten Jahren hat es beim Turnier Ende Juni immer wieder mächtig geschüttet. Auch diesmal begann und endete das „Waldwasserturnier“ mit Regen. Sowohl bei der Eröffnung am Sonnabendvormittag als auch am Sonntagmittag wurden die Teilnehmer ordentlich durchgeweicht. Und bei der Siegerehrung gab es Blitz und Donner als Zugabe. „Regen stört eigentlich gar nicht so“, meinte Posekartdt. Mehr Probleme beim Anvisieren gebe es durch Licht und Schatten sowie den teils auffrischenden Wind und die Geländestruktur. „Bei diesen Bedingungen braucht man besonders beim Schätzen der Entfernungen zum Ziel viel Erfahrung“, weiß der Kampfrichter.

I m kommenden Sommer wird es definitiv ein 19. Waldseeturnier geben. „Wir feiern 2017 unser 20. Vereinsjubiläum und da darf unser größtes Turnier natürlich nicht fehlen“, schaut der Groß Niendorfer Vereinsvorsitzende voraus.

Bis dahin können die 3D-Bogensportler auf dem Vereins-Parcours in Demen (Evita-Forum) trainieren. „Der Parcours kann auch von Bogensport-Interessierten gebucht werden“, so Posekardt.  

(Ergebnisse unter: www.grossniendorfer-bsv.de)


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erstellt am 04.Jul.2016 | 22:01 Uhr

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