Tischtennis : SVA-Herren gewinnen MV-Derby

Slawomir Cylwik (l.) und Arkadiusz Kukkuk überzeugten in Schwerin
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Slawomir Cylwik (l.) und Arkadiusz Kukkuk überzeugten in Schwerin

Verbandsloberliga: Herren des SV Aufbau Parchim gewinnen nach konzentrierter Leistung beim VfL Schwerin mit 9:4

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19. November 2014, 22:15 Uhr

„Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, so dass der Mannschaftskapitän des abstiegsbedrohten Verbandsoberligisten VfL Schwerin, Christian Becker, vor dem Spiel am Sonntag hoffen durfte, „dass wir die favorisierten Parchimer etwas ärgern können.“ Doch die Aufbau-Tischtennisherren präsentierten sich in der Landeshauptstadt konzentriert und motiviert. Der Parchimer Tobias Hapke äußerte sich bei der offiziellen Mannschaftsbegrüßung mit einem Augenzwinkern wie folgt: „Bei einem Sieg lockt zwar die Tabellenführung, doch heute geht es um mehr.“ Entsprechend wach stiegen die beiden besten Parchimer Doppel in ihre Partien ein: Cylwik/Kukkuk führten schnell gegen Jarkowski/Becker mit 2:0, um dann nach zwei schwachen Sätzen im fünften wieder aufzudrehen. Rehberg/Bauer bauten ihre beeindruckende Bilanz gegen die Spitzenpaarungen der gegnerischen Mannschaften aus und gewannen ebenfalls mit 3:2 gegen Zielinski/Riebschläger. Lediglich Schütz/Hapke unterlagen mit 0:3 gegen Gabler/ Kneifel, die zwar mit einfachen taktischen Mitteln, jedoch sehr clever agierten.

In den Einzeln überragten Slawomir Cylwik und Arkadiusz Kukkuk an diesem Tag alle anderen Aktiven. Insbesondere Cylwik, der zum einen erstmalig seinen ehemaligen Trainer, Mentor und Freund, den ehemaligen Parchimer Marcin Jarkowski, mit 3:0 besiegte und zum anderen Zielinski, in der vergangenen Saison bester Spieler der Liga, in einem engen Spiel in die Knie zwang. Chris Rehberg flößte beiden Kontrahenten mit zwei starken Auftritten gehörigen Respekt ein, musste sich aber am Ende geschlagen geben. Kukkuk überrannte im mittleren Paarkreuz Gabler und Riebschläger im Eilverfahren. Ein ähnliches Schicksal drohte Uwe Schütz nach der 0:3-Niederlage gegen Riebschläger. Doch im Duell mit dem Vizelandesmeister des Jahres 2014 spielte der Landesmeister von 2012 seine ganze Routine aus und setzte sich mit 3:1 durch. Damit besiegelte er gleichzeitig den 9:4-Auswärtssieg, da im unteren Paarkreuz ein unsicher wirkender Hapke etwas glücklich alle drei Sätze gegen Kneifel knapp für sich entscheiden konnte und Marcel Bauer einen 0:2-Satzrückstand nach einer Auszeit bei 0:3 im dritten Satz noch drehen konnte und damit erneut bewies, dass er nun endgültig in der erweiterten Landesspitze angekommen ist. „Dass wir hier so deutlich gewinnen können, hätte ich nicht gedacht“, zeigte sich Teamchef Jens Stratmann überrascht, lenkte den Blick aber auch gleich auf die anstehenden Aufgaben.

In zwei Wochen erwartet Parchim im letzten Heimspiel des Jahres mit Eimsbüttel eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel. Am nächsten Tag reisen die Eldestädter dann zum Tabellenletzten nach Fockbeck. „Das heißt aber nichts. Eimsbüttel hat kaum, Fockbeck noch gar nicht in Bestbesetzung gespielt. Aber gegen uns machen das ja alle traditionell anders“, so Stratmann. Sollten in diesen beiden Spielen die letzten vier ausstehenden Punkte des Jahres auch noch geholt werden, könnte nur noch Brunsbüttel, welches auch erst eine Niederlage aufweist, die Herbstmeisterschaft verhindern. Oberalster und Friedrichsort haben nach ihrem Remis nun drei bzw. sechs Minuspunkte. Preetz weist eine Bilanz von 13:3 Punkten auf, plant aber zur Rückserie schon mit personellen Verstärkungen. Vorerst holte sich Parchim zumindest mit dem Triumpf in Schwerin mit nun 14:2 Punkten nach drei Wochen die Tabellenführung zurück.



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