Volleyball Regionalliga Frauen : Spiel ab dem dritten Satz gedreht

Nach zwei verlorenen Sätzen rissen die Parchimerinnen das Ruder herum und jubelten am Ende über den Sieg.
Nach zwei verlorenen Sätzen rissen die Parchimerinnen das Ruder herum und jubelten am Ende über den Sieg.

1. VC Parchim – Lübecker TS 3:2 (-21, -21, 13, 19, 15) / Im Tie-Break fast noch gepatzt

svz.de von
22. November 2015, 15:58 Uhr

Nach dem 17:15-Sieg der Regionalliga-Volleyballerinnen des 1. VC Parchim gegen die Lübecker Turnerschaft war die Freude groß. Denn die Mannschaft hatte einen 0:2-Satzrückstand wett gemacht und sich im Tie-Break durchgebissen. „Am Ende haben wir aber einen Punkt liegen gelassen“, ärgert sich Parchims Trainer Ingo Achtelik über die vielen Fehler in den ersten beiden Durchgängen, die jeweils 21:25 verloren gingen.

Dabei begann der erste Satz mit einer 4:0-Führung der Gastgeberinnen, ehe Annahmefehler und verschlagene Aufgaben die Punkte auf das Konto der Lübeckerinnen schaufelten. Nach einem 13:17-Rückstand machten die VCP-Damen Druck und verkürzten auf 20:21. Zwei Fehler in der Annahme und ein vom Schiedsrichter moniertes unsauberes Zuspiel auf Parchimer Seite brachten die Gäste zum Satzball. Mit einem erfolgreichen Block gegen Lisa Helmecke machte Lübeck den Sack zu.

Der Verlauf des zweiten Satzes war fast mit dem ersten identisch. Nach einer 4:2-Führung nahm Achtelik schon beim 6:7 die erste Auszeit und appellierte an mehr Konzentration: „Wir machen zu viele sinnlose Fehler“. Doch das alte „Leiden“ zog sich auch durch diesen Satz (21:25) und die Zuschauer tippten schon fleißig auf eine Dreisatz-Niederlage. Doch so wie sich die Parchimerinnen verbesserten, wirkten die Gäste plötzlich verunsichert. Im Schnelldurchgang (6:4, 16:9) fertigte der der 1. VC Parchim den Gegner im dritten Satz mit 25:13 ab und ließ auch im vierten nicht locker. Den starken Aufgaben, variablen Spielaufbau und klaren Angriffsaktionen konnten die LTS-Frauen nichts entgegen setzen. Parchim hatte beim 24:15 den ersten Satzball, aber erst mit 25:19 den Entscheidungssatz erreicht.

Im Tie-Break zeigte der Gastgeber dann wieder das ganze Spektrum von sehr guten Spielzügen bis hin zu einfachen Fehlern. Die Lübeckerinnen nahmen die Geschenke gerne an und führten beim letzten Seitenwechsel der Partie mit 8:7. Parchim glich aus und war beim 13:11 dem Sieg schon sehr nah. Den Matchball beim 14:13 wehrten die Gäste ab und hatten beim 15:14 selbst die Chance auf den Gesamtsieg. Aber die VC-Damen konterten noch einmal und machten mit dem 17:15 den Sieg perfekt. „Zu Hause tun wir uns immer schwer, auswärts läuft es besser“, so der Parchimer Coach. Das Team setze sich wahrscheinlich vor den eigenen Fans zu sehr unter Druck. Die Auswärtsstärke kann der VCP am Sonntag beweisen, wenn er beim Tabellenführer GW Eimsbüttel antritt.

1. VC Parchim: Helmecke, S. Zimmermann, M. Zimmermann, Neupauer, Derrath, Abrutat, Claus (L), Markert, Stancak, Gau, Pontow, Heinz


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