11. Parchimer Triathlon : Schön, dass es weiter geht…

Kommt immer wieder gute an: Das Foto mit allen Siegern und Platzierten der Sprint-Distanz. Fotos: Thomas Zenker
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Kommt immer wieder gute an: Das Foto mit allen Siegern und Platzierten der Sprint-Distanz. Fotos: Thomas Zenker

Teilnehmerrekord: 130 Einzelstarter und 35 Staffeln beim 11. Parchimer Triathlon / Nächster Termin: 29. August 2020

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25. August 2019, 00:00 Uhr

„Genauso habe ich mir das immer vorgestellt“, sagt Birger Nickel, als er kurz vor dem Startsignal zum 11. Parchimer Triathlon in die Runde des voll besetzten Badestrandes am Wockersee blickt. Mehr als 240 Teilnehmer, viele Zuschauer, Kinder, Jugendliche, ganze Familien tummeln sich auf dem Gelände. Der Organisator wollte schon immer dieses familiäre Flair bei seiner Sportveranstaltung. „Es ist super, dass ihr weiter macht…“, hörte er außerdem von allen Seiten. Denn vor einiger Zeit war es noch nicht klar, ob der 10. Triathlon nicht auch der letzte sein sollte. Die knapp 250 Teilnehmer und das erneut Super-Wetter sind der beste Lohn für das Organisationsteam, dass sich noch mal ins Zeug gelegt hat. Dafür gab es auch ein dickes Lob von Parchims Bürgermeister Dirk Flörke bei der Eröffnung. Ach ja, nächstes Jahr geht es weiter, am 29. August.

Vor dem Start der Staffeln und Einzelstarter auf der Sprintdistanz, hatten eine Frau und 14 Männer schon die Olympische Distanz (1500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) in den Knochen. Sebastian Wetzel, der Schnellste auf diesem Kurs, ging mit den Vereins-Sprintern ein zweites Mal an diesem Tag ins Wasser. Diesmal über 500 m Schwimmen, 25 km Rad fahren und 5 km Laufen. Und er fand seinen Meister im Güstrower Ralf Bick, der eine Minute vor dem Hamburger den Zielbogen erreichte.

Im Feld der Staffeln und Hobby-Athleten waren wieder jede Menge bekannte Gesichter aus der Region. Parchims Radsportler Rolf Gramm nahm als Ältester den Triathlon in Angriff. „Ich will einfach nur gut durchkommen“, so sein Ziel. Nach 1:50:08 Std. hatte er es geschafft. Im Siegerteam der Mixedstaffel saß der gebürtige Parchimer Matthias Sellnow im Sattel. Seine Mitstreiterin Vanessa Martens toppte alle Zeiten beim 500 m Schwimmen: 8:20 Minuten. Das war eine gute Grundlage.„Ich war heute nicht so gut drauf“, sagt der dritte im Bunde Stefan Lange über seine Laufleistung. Zum Sieg hat es dennoch gereicht und das in 1:01 Stunden. „Nächstes Jahr knacken wir die Stunde“, haben die Drei ein Ziel. Das Juniorteam des Siggelkower SV mit Rick Hastädt, Mateo Menning und Theresia Kolbow, der Verein hatte drei Staffeln am Start, holte in dieser Wertung Bronze.

Die beiden Parchimer Dauerbrenner Arne Nickel und Maik Stephan verpassten auf den Plätzen vier und fünft das Treppchen der Hobbysportler knapp, waren aber mit ihren Leistungen zufrieden.

Nachmittags beim Sparkassen-Schüler-Cup gingen drei Cousins der Familie Ecks als die „Drei Muskelkater“ ins Rennen der 3./4. Klassen. Auch wenn sie zu einer Familie gehören kam nur Oliver aus Parchim. Jacob wurde samt seinem Fahrrad in Berlin in den Zug gesetzt und Henrik der Läufer war aus Hamburg angereist. Sie durften sich über den dritten Platz freuen, obwohl dem Veranstalter bei diesem Wettbewerb ein Fauxpas unterlief. Für die Laufstrecke gab es zwar eine Wendemarke, aber die war nicht besetzt. So liefen einige Sportler zu weit, wie sich im Ziel herausstellte. Deshalb gingen nur die Schwimm- und Rad-Ergebnisse in die Wertung.

Voll bei der Sache waren zum Abschluss des Triathlon-Tages die Kindergarten-Kinder. Sie hatten ihre Lauf- und Fahrräder auf Hochglanz geputzt und nahmen, laut von Eltern, Großeltern und Geschwistern angefeuert, den Voigtsdorfer Weg in Beschlag. Der Teampartner musste nach dem Abklatschen die Strecke zu Fuß absolvieren. Moderator Horst Kaiser musste zwar wegen der Panne beim Schülerwettbewerb knapp eine Überstunde in Kauf nehmen. Am Ende gingen aber vor allem die Mädchen und Jungen zufrieden mit Urkunden und Medaillen nach Hause und werden sicher nächsten Sommer wieder dabei sein.

Bis auf eine kleine Schramme gingen die Wettbewerbe verletzungsfrei über die Bühne. Das Essen aus der Gulaschkanone war lecker wie immer und die vielen Helfer hatten gut eine Stunde nach Ultimo den Badestrand wieder fein gemacht. „Danke an alle, die heute zu einem so schönen Sporttag beigetragen haben“, verabschiedet sich Cheforganisator Birger Nickel und weiß: Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon…

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