Fussball Landesliga West : Richtige Klatschen kassiert

Parchims Torwart Steven Auras war nicht zu beneiden. Zwei Dutzend Gegentore musste er hinnehmen.
Parchims Torwart Steven Auras war nicht zu beneiden. Zwei Dutzend Gegentore musste er hinnehmen.

SC Parchim und Lübzer SV gehen am vorletzten Spieltag baden

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20. Mai 2019, 23:49 Uhr

Der vorletzte Spieltag der Landesliga entwickelte sich für den SC Parchim und den Lübzer SV gleichermaßen zum Desaster. Mit 2:12 ging das letzte Heimspiel der Kreisstädter gegen den TSV Graal-Müritz (7.) richtig in die Hosen. Dem Lübzer SV widerfuhr beim Tabellenvierten in Bad Doberan ähnliches bei der 0:9-Niederlage. Auch wenn beide Mannschaften schon vor dem Spieltag den Klassenerhalt, also ihre Saisonziele, erreicht hatten, waren die Auftritte echt deprimierend.

Dabei verlief das Spiel des SC Parchim bis zur 23. Minuten gar nicht so schlecht. Dem frühen Gegentreffer (7.) antwortete der Gastgeber mit dem 1:1 durch Salifu Jammeh nach gute Vorarbeit von Tom Schätz. Was danach passierte, war kaum zu begreifen. Der Ausgleich gab Parchim keine Sicherheit, aber dem Gegner einen Weckruf. Der TSV zog bis zur Halbzeitpause auf 5:1 davon. Schon jetzt war die Partie entschieden. Kurz nach der Pause machten die Gäste das halbe Dutzend voll, als Tim Hermann einen Elfmeter verwandelte (54.). Diesmal antworteten die Parchimer. Eine Flanke von Salifu Jammeh klärte die Gäste-Abwehr schlecht. Bastian Luther-Schlenker kam im Strafraum zum Abschluss und markierte das 2:6. An der allgemeinen Ausrichtung der Partie änderte dies hingegen nichts. Die Hausherren zeigten sich von dem schnellen Kombinationsspiel der Gäste völlig überfordert. Immer wieder bekam man keinen Zugriff auf den Gegner und wurde konsequent ausgespielt. Parchims Keeper Steven Auras rettete in mehreren Situationen stark. Unter Anderem bei einem Konter des TSV (62.), in einer Eins-gegen-eins-Situation (68.) und bei einem Distanzschuss (89.). Ansonsten wurde er von seinen Vorderleuten zu häufig allein gelassen und musste den Ball noch sage und schreibe sechs Mal aus den Maschen holen.

Auch der Lübzer SV begann in Doberan ordentlich. Doch in der 20. Minute hatte die Lübzer Abwehr TSV-Stürmer Krempin nicht im Blick, der bei einer Eingabe von links frei zum Schuss kam – 1:0. Den Lübzern gelang aber zu wenig nach vorn. Der Gastgeber konnte immer wieder sein Spiel aufziehen. Ein schneller Spielzug in der 37. Minute brachte das 2:0. Kaltenstein war noch mit dem Fuß dran, konnte das Tor aber nicht verhindern. Zwei Minuten später stellten die Gastgeber auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Lübzer auch nicht besser. Zu viele Ballverluste im Mittelfeld und zu wenig Biss in den Zweikämpfen machten dem Gastgeber den Weg frei zu weiteren sechs Toren. Den Schlusspunkt setzte Strohecker per Strafstoß (Foul vom Lübzer Torwart) zum 9:0. „Auch wenn es bei uns einige Personalsorgen gab, waren genug erfahren Spieler auf dem Platz, um für Schadensbegrenzung zu sorgen. Das hat nicht funktioniert“, so LSV-Trainer Remo Sahm, der an diesem Tag beruflich verhindert war.

Am 1. Juni (14 Uhr), dem letzten Spieltag der Saison, treten die Parchimer beim SV Blau Weiß Polz an. Dort muss es das Ziel sein, sich noch einmal von einer deutlich besseren Seite zu präsentieren. Das hat auch der Lübzer SV vor, der zeitgleich den SV Plate auf dem Harbig-Sportplatz erwartet.

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