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16. Waldseeturnier : Regen ließ nur halbes Turnier zu

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bogenschützen mussten 16. Groß Niendorfer Turnier nach absolvierter Waldrunde am Sonntagmorgen abbrechen

von
erstellt am 30.Jun.2014 | 20:23 Uhr

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, mussten aber die Jagdrunde am Sonntag absagen“, so ein etwas enttäuschter Sven Posekardt, leitender Kampfrichter des Waldseeturnieres der Bogenschützen. So etwas hatte es in 16 Jahren Turniergeschichte noch nicht gegeben.

Am Sonnabend bei der Waldrunde, dem ersten Teil des Turnieres, hatten die knapp 150 Teilnehmer im Alter von sechs bis an die 70 Jahre Glück mit dem Wetter. „Wir haben die Runde gut zu Ende gebracht, obwohl sich da schon abzeichnete, dass der moddrige Untergrund, vor allem im Wald, noch zum Problem werden kann“, erklärt der Vorsitzende des gastgebenden BSV.

Die Gewitterschauer über dem Parcours rund um den Wamckower See mit mehr als zehn Litern Wasser pro Quadratmeter in einer Stunde am Abend und weiterer Regen in der Nacht zum Sonntag verkraftete der Untergrund nicht. „Wenn die Gesundheit der Teilnehmer auf dem Spiel steht, ist es goldrichtig, so zu entscheiden“, unterstützt Steffi Hofmann aus Halle, die Entscheidung. Die Kampfrichterin aus Sachsen-Anhalt, die in diesem Jahr die Groß Niendorfer unterstützte, verfügt über viel Erfahrung in dem Metier. „Seit elf Jahren besitze ich die Kampfrichter-Lizenz“, sagt Hofmann, die seit 2012 unter anderem als leitende Kampfrichterin bei Deutschen Meisterschaften im Einsatz ist.

Ein Großteil der Bogensportler unterstützte ebenfalls den Abbruch des Turnieres, andere fügten sich nicht ganz zufrieden der Entscheidung. Denn für viele Teilnehmer, die weit angereist waren, stand eine Menge auf dem Spiel. Immerhin galt das Waldseeturnier als Qualifikationsturnier für die Deutsche Meisterschaft. Um die nötigen Punkte zu erreichen waren Wald- und Jagdrunde nötig. Doch mit nur einer Runde im Ergebnisprotokoll ist die Quali nicht vollständig. „In Absprache mit der Jury und dem Landesverband haben die Ergebnisse der absolvierten Waldrunde für die DM-Qualifikation Gültigkeit“, erklärt Sven Posekardt. In Kombination mit anderswo erzielten Ringzahlen einer Jagdrunde, werde das Ergebnis dann auch anerkannt.

Die Pokale, die traditionell von einem Mitglied des Groß Niendorfer Vereins angefertigt wurden, erfüllten dennoch ihren Zweck. Denn die Jury nahm die Ergebnisse der Sonnabend-Runde als Grundlage zur Siegerehrung. Die höchsten Ringzahl en erreichten erwartungsgemäß die Schützen mit dem Compoundbogen (unlimited). Michael Miraky gewann bei den Herren (13 Starter) mit 427 Ringen, bester Groß Niendorfer wurde Bernd Pedde auf Rang neun (310). Im größten Starterfeld des Turnieres der Jagdbogenschützen der Altersklasse Ü45 (19 Teilnehmer) setzte sich Henry Jandt vom Gastgeber mit 338 Ringen durch. Ebenfalls in diesem Feld erreichten Markus Nonnemann Platz elf und Uwe Boenke Rang 14 (beide Groß Niendorf). Mit dem Recurve-Bogen gewann Lukas Posekardt (Groß Niendorf) bei den Herren mit 308 Ringen und erhielt den hölzernen Siegerpokal.

Der Nachwuchs war beim Turnier auch wieder stark vertreten. Immerhin 27 Mädchen und Jungen nahmen den sehr anspruchsvollen Parcours in Angriff, davon acht Talente vom Gastgeberverein. Auf dem Podest landeten Jan Schwäbe (U10) und Bastian Tesch (U20), Helena Marckwardt (U17, Recurve) und Tom Bartels (U14, Recurve) jeweils auf Rang zwei. Emmi Vader siegte in der U14 mit dem Langbogen und die Behrisch-Schwestern Merlina und Tina-Marie belegten die ersten beiden Plätze in der U12 mit dem Recurve-Bogen. Die Gastgeber hatten 17 Teilnehmer am Start.

„Es ist schade, dass wir uns höherer Gewalt beugen mussten“, sagt Sven Posekardt, während seine Mitstreiter schon dabei sind die 3D-Ziele aus dem Modder zu holen. Wie heißt es so schön: „Nach dem Turnier ist vor dem Turnier…“ und genauso denken die Groß Niendorfer Bogenschützen, die im kommenden Jahr zum 17. Mal an den Wamckower See einladen werden – ganz bestimmt bei besserem Wetter.



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