Parchimer Radmarathon : Radler eroberten die Region

Bei den längeren Touren startete über die 89 Kilometer das größte Feld mit 22 Fahrern.
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Bei den längeren Touren startete über die 89 Kilometer das größte Feld mit 22 Fahrern.

Veranstaltung erstmals mit Familienrunde / Große Touren nur mäßig besetzt / Gute Leistungen beim Radkriterium

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20. Juni 2016, 16:45 Uhr

Der Parchimer Radmarathon erfuhr in diesem Jahr nicht die Aufmerksamkeit der Radfahrergemeinde wie in den Vorjahren. Zur längsten Tour über 209 km gingen am Sonntag um 7 Uhr nur zehn Teilnehmer an den Start und auch zur Silbertour über 136 km fanden nur 15 Starter den Weg ins Parchimer Gewerbegebiet. Die Bronze-Runde (89 km) war mit 22 Fahrern gut besetzt und auch die neu ins Programm aufgenommene Familienrunde (39 km) fand 23 Anhänger.

„Der Riesenaufwand zur Markierung der Strecken und sonstiger Organisation hat sich diesmal nicht rentiert“, sagt Thomas Stein, der die Felder mit Startschüssen auf den Weg schickte. Allein zur Streckenmarkierung wurde rund 200 Schilder angebracht und am Sonntag auch wieder eingesammelt. Hauptgrund für die übersichtliche Teilnehmerzahl seien Terminüberschneidungen. „Vor allem das Velothon in Berlin hat uns viele Fahrer gekostet, die sonst bei uns waren“, ist sich die MFT-Vorsitzende Sandra Mett sicher. In Berlin gingen am vergangenen Wochenende rund 10500 Fahrer an den Start. Es ist mittlerweile das zweitgrößte Jedermann-Radrennen Deutschlands. „Wir hatten uns einen Termin ausgesucht, der sich nicht mit diesem Rennen überschneidet, aber die Berliner haben ihren Termin geändert, als wir schon im BDF-Kalender (Bund Deutscher Radfahrer) festgeschrieben waren“, erklärt Thomas Stein.

Die Teilnehmer des Parchimer Radmarathons waren dennoch sehr zufrieden. „Die Strecken sind gut ausgewählt, es hat Spaß gemacht“, hörte man von den Teilnehmern der Familienrunde, die zuerst zum Imbiss an den Lewitzwerkstätten zurück waren, bis hin zu denen der Marathon-Tour, deren Runde von Parchim über Dobbertin, Lohmen, Boitin, Groß Görnow, Brüel, Crivitz, Matzlow, Blievenstorf sowie Möllenbeck, Marnitz, Karrenzin zurück nach Parchim führte.

In der Zwischenzeit gab es aber im Gewerbegebiet keinen Stillstand. Nachdem die Touren-Fahrer auf der Strecke waren, begann emsiges Treiben beim Absperren des 1,3-km-Rundkurses für das Radkriterium der Jugend und Senioren. Bei den Rennen in den Altersklasse U11 bis U17 gingen ca. 60 Mädchen und Jungen an die Startlinie. Das in diesem Jahr erstmals angesetzte Senioren-Kriterium fand ebenfalls guten Zuspruch mit 30 zum Teil sehr ambitionierten Radrennern.

Das zeigte dann auch die Siegerzeit der Senioren 2/3. Die Spitzengruppe, die sich von der ersten Runde an formiert hatte, erreichte über die 35 Runden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 41 km/h. Die besten Nachwuchsfahrer der U15 über 26 Kilometer und der U17 über 39 Kilometer fuhren ebenfalls gute Zeiten heraus und erreichten einen Schnitt von ca. 38 km/h. Bis auf die Siegerin in der U15 Clea Seidel aus Luckenwalde, die in der Kurve Spargelacker-Heide Feld stürzte, kamen alle Fahrer verletzungsfrei ins Ziel. „Wir danken allen Helfern, Förderern und den Lewitzwerkstätten für die Unterstützung“, freut sich Thomas Stein über eine letztlich gelungene Veranstaltung.  


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