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Tischtennis Verbandsoberliga Herren : Rabenschwarzes Wochenende für Aufbau Parchim

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Knappe 7:9-Niederlage in Preetz / Gegen Oberalster 2:9 untergegangen

svz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 16:22 Uhr

Innerhalb von vierundzwanzig Stunden verspielten die Tischtennisherren des SV Aufbau Parchim in der Verbandsoberliga Nord am vergangenen Wochenende ihre Topausgangsposition im Aufstiegsrennen. Der Herbstmeister musste am Sonnabend im Auswärtsspiel beim direkten Verfolger Preetz auf Tobias Hapke, der aus privaten Gründen kurzfristig zur Absage gezwungen war, verzichten. Hinzu kam die Sorge bezüglich der Stabilität des Sprunggelenks bei Chris Rehberg, das er sich vor drei Wochen bei den Landesmeisterschaften verletzt hatte. Rehberg konnte erst im Laufe der Woche vorsichtig ins Training einsteigen.

Der Spielauftakt ließ jedoch Gutes hoffen: An der Seite Marcel Bauers konnte er das Spitzendoppel der Liga in die Schranken weisen. Da Slawomir Cylwik und Arkadiusz Kukkuk auch das gegnerische Doppel zwei bezwangen, war der Start geglückt. Lediglich Uwe Schütz und der für Hapke ins Team gerückte Thomas Marschall mussten sich mit 1:3 geschlagen geben.

Danach schien der Aufbauexpress unaufhaltsam zu rollen. Außer Schütz und Bauer konnten alle Parchimer siegen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Leistungen Rehbergs, der seine Verletzung zu verdrängen wusste, und Marschalls, der keinerlei Respekt zeigte und mit seinem starken Auftritt einen Punkt zum 6:3-Zwischenstand beisteuerte. Dann allerdings riss der Faden. Nur noch Kukkuk punktete nach Niederlagen Cylwiks und Rehbergs zum 7:5, bevor dann die Preetzer ihrerseits die entscheidende Serie gegen Schütz, Bauer, Marschall und im Entscheidungsdoppel gegen Cylwik/Kukkuk zum 7:9-Endstand aus Parchimer Sicht starteten.

Mit dem letzten Punkt war klar, obwohl offensichtlich mit der besseren Mannschaft ausgestattet, ist in diesem Moment aus dem Verfolgten Parchim der Verfolger geworden, weil die Mannschaft es nicht schaffte, im entscheidenden Moment den Deckel raufzusetzen. Thomas Marschall bewertete das Spiel dann auch so: „Das ist eine sehr unglückliche Niederlage. Alle haben aber ihr Bestes gegeben. Am Ende hat es trotzdem nicht gereicht. So ist nun einmal Sport.“

Ausgerechnet am Tag darauf stand die Reise zum Tabellendritten Oberalster an, der in Bestbesetzung wohl um den direkten Aufstieg mitspielen würde. Jedoch trat das Team gegen Parchim erst zum dritten Mal mit der Stammmannschaft an. Eines der beiden Hinserienspiele mit voller Truppe wurde auch gegen Parchim bestritten. Noch schwer gezeichnet vom Vortag ging das Aufbau-Team, das an diesem Tag mit Sandro Gardlo antrat, förmlich unter. 0:4 und 1:8 lauteten die ernüchternden Zwischenstände auf dem Weg zur 2:9-Niederlage. Lediglich Slawomir Cylwik demonstrierte mit seinen zwei Einzelsiegen eindrucksvoll, warum er der beste Spieler der Liga ist. Somit muss die Mannschaft nun zum zweiten Mal in dieser Saison das Ziel korrigieren. Hoffte sie anfänglich auf einen sicheren Mittelfeldplatz, so ist sie nach zwischenzeitlichen Direktaufstiegshoffnungen nun bestrebt, dass dieses Szenario nicht tatsächlich noch Wirklichkeit wird.

Es gilt nun, den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigte, zu erreichen. Ein Blick auf die Tabelle verrät jedoch, dass dies ein schweres Unterfangen werden dürfte, zumal Parchim bereits ein Spiel mehr bestritten hat. Oberalster dürfte bei nächster Gelegenheit vorbeiziehen, Brunsbüttel befindet sich zwei Punkte dahinter in Lauerstellung.

Ein weiteres Abrutschen zu verhindern, wird die Aufgabe am kommenden Sonntag sein. Um 13 Uhr wird mit Friedrichsort dann der letztjährige Mitabsteiger aus der Oberliga in der Fichtestraße 30 zu Gast sein. Der Tabellenfünfte befindet sich nur drei Punkte hinter dem Gastgeber. Beim Hinspiel siegten die Eldestädter denkbar glücklich mit 9:7.

 

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