Volleyball Regionalliga Nord Frauen : Parchimerinnen erobern dritten Platz zurück

Hier wurde Frieda Siemoneit optimal von Zuspielerin Tanja Joachim (l.) über die Mitte eingesetzt. Fotos: Thomas Zenker
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Hier wurde Frieda Siemoneit optimal von Zuspielerin Tanja Joachim (l.) über die Mitte eingesetzt. Fotos: Thomas Zenker

1. VC Parchim bezwingt SV Warnemünde mit 3:1 (-17, 19, 19, 21)

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05. Januar 2020, 00:00 Uhr

Der 3:1-Sieg der Parchimer Volleyballerinnen im MV-Derby gegen den SV Warnemünde war ziemlich hart umkämpft. Nur der erste Satz dauerte unter 25 Minuten (23). Nach genau einer Stunde und 51 Minuten Spielzeit verwandelte der Gastgeber durch einen Angriff von Leonie Dieckemann den Matchball. Damit setzte sich der 1. VC Parchim wieder auf Platz drei der Regionalligastaffel Nord fest. Und die Chancen stehen gut, dass die Mannschaft um Janine Carli auch am kommenden Sonnabend, nach dem nächsten MV-Duell beim Tabellenvorletzten in Neubrandenburg, dort verweilt. Denn die Heimniederlage beim letzten Spiel 2019 soll unbedingt wettgemacht werden.

Nicht schlecht staunten die Zuschauer in der Fischerdammhalle, als Parchims Trainerin mit Gehhilfen auf der Bank Platz nahm. „Beim Letzten Punktspiel hat wohl mein Knie etwas abbekommen“, erklärt sie. Denn kurz vor Weihnachten wurde es dick – Diagnose: Knorpelschaden. „Die OP ist gut verlaufen. Aber ich werde wohl noch sechs Wochen so zu sehen sein“. Das Coaching klappte trotzdem gut. Da mussten sich die Spielerinnen eben mal neben die Trainerbank hocken, um Tipps zu bekommen.

Spielerisch hatten die Parchimerinnen im ersten Satz deutliche Anlauf-Schwierigkeiten. Die Warnemünderinnen, bei denen die ehemalige VCP-Spielerin Mara Zimmermann als Trainerassistent auf der Trainerbank saß, wirkten einfach wacher und entschlossener im Angriff. Die lange Pause über die Feiertage und nur eine Möglichkeit zum Training, nämlich am Freitag vor dem Spiel, waren wohl Ursache für den zunächst etwas ungeordneten Auftritt der Gastgeberinnen. Zweimal, beim 5:10 und beim 9:16 griff Janine Carli mit Auszeiten ein. Doch verschlagene Aufgaben, Abstimmungsprobleme und ungenaue Annahmen beim Gastgeber spielten dem SVW in die Karten, der den Auftakt mit 25:17 gewann.

Der zweite Durchgang begann mit einem Blockpunkt für die Gäste. Doch jetzt wendete sich das Blatt und Warnemündes Coach René Standfuß holte beim 5:1 für den VCP seine Mädels an die Bank. Es nutzte nichts. Kurze Zeit später, beim 3:10, nahm er die nächste Auszeit. Aber die Parchimerinnen zeigten jetzt ein ganz anderes Gesicht. Starke Aufgaben, platzierte Angriffe, wirkungsvoller Block und Einsatz in der Feldabwehr brachten einen klaren Vorsprung (18:9). Auch wenn der Gastgeber in der Endphase ein paar mehr Fehler zuließ, war der 1:1-Satzausgleich nicht gefährdet (25:19). Nach dem Seitenwechsel führte der VC Parchim von Beginn an. Nur in der Mitte des 3. Satzes „schwächelte“ die Mannschaft etwas (vom 18:9 bis 18:15). Letztlich war auch dieser Satzgewinn nicht gefährdet (25:19).

Der spannendste und längste Durchgang folgte aber noch. Nach einem konzentrierten Start in den 4. Satz (5:1), mobilisierten die Warnemünderinnen noch einmal Reserven und erarbeiteten sich beim 12:12 den Ausgleich. Parchim wusste sich zu wehren und legte immer wieder vor. Dass der Gastgeber nicht in Rückstand geriet, lag auch an der Klasse-Abwehrarbeit von Mannschaftskapitän Eva Gau. Die Angreiferin mit Libero-Qualitäten kratzt so manchen Ball vom Boden, hielt ihr Team im Spiel und zog ihre Nebenleute mit. Die heiße Phase vom 21:18 über 21:21 zum 23:21 meisterte der Gastgeber nervenstark. Ein Aufschlag-Punkt von Antje Markert brachte den Matchball (24:21) und den Rest kennen wir schon. „Drei Punkte in eigener Halle geholt, alle Spielerinnen hatten ihren Anteil am Sieg, besser geht der Start ins neue Jahr nicht“, sagt eine zufriedene Janine Carli. Das nächste Heimspiel folgt am 18. Januar zu gleicher Zeit am gleichen Ort gegen den VC Olympia Schwerin II.

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