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Radsport : Malliß „brennt“ für den Radsport

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

6. Radrennen ein voller Erfolg / Starkes Magdeburger Team holt Doppelsieg im 50 km-Jedermann-Rennen und in der Bergwertung

Dass die Bundesstraße 191 am vergangenen Sonntag gegen Mittag auf einem Teilstück zwischen Malk Göhren und Malliß für eine gute Stunde voll gesperrt war, lag an der Durchführung des 6. Mallisser Radrennens. Auf dem Gelände rund um das Feuerwehr-Gebäude, wo die Fäden zusammenliefen, herrschte regelrechte Volksfeststimmung. „Das ganze Dorf zieht mit, das ist toll. Ohne die vielen Helfer und Unterstützer wäre so etwas nicht möglich“, freute sich Cheforganisator Ingo Gehrmann, der nach eigener Aussage für den Radsport „brennt“. Was bei der Premiere mit 26 Teilnehmern begann, hat sich inzwischen zu einer Großveranstaltung entwickelt, mit allerdings weiterhin familiärem Charakter, wie viele der Aktiven lobend hervorhoben. „Echt schön“, meinte zum Beispiel Kay Göllnitz. Der 31-jährige gebürtige Lübzer war eigens aus Kiel angereist, animiert durch seinen Schwiegervater in spe, Klaus Burmeister. Der Parchimer (58) hatte das Duo für das Hauptrennen der Jedermänner über 50 Kilometer angemeldet. „Heil ankommen und nicht Letzter werden“, lautete die persönliche Zielstellung, die mit den Plätzen 71 und 72 erfüllt wurde.

Ganz vorne ging von Anfang an die Post ab. Bei idealen äußeren Bedingungen wurde das Tempo konstant hoch gehalten. Die Spitzengruppe kam am Ende auf eine Durchnittsgeschwindigkeit von mehr als 43 Stundenkilometern, und das, obwohl der 10 Kilometer lange Rundkurs mit dem Alaunsberg eine echte Klippe bereithielt. Dieser fünfmal zu meisternde Anstieg hatte es in sich und wurde für den ein oder anderen gerade zum Ende hin zur gehörigen Quälerei. Dagegen flogen die Spitzenfahrer gerade in der dritten Runde förmlich herauf. Galt es doch, sich die Bergwertung und damit einen Sonderpokal zu sichern. Die Trophäe ging an Mike Brettschneider vom RadMitte Straßenteam Magdeburg, gefolgt von seinem Teamkameraden Michael Dohl, der für ihn die Vorarbeit geleistet hatte. „Die Magdeburger sind mit einer starken Mannschaft hier. Ich denke, die wollen heute was reißen“, hatte sich Ingo Gehrmann schon früh auf eine Favoritenrolle festgelegt. Und er sollte Recht behalten. Es blieb allerdings bis zuletzt ein enges Rennen. „Es ist immer noch eine rund 40 Mann starke Gruppe beisammen“, hieß es vor dem letzten Anstieg per Live-Schaltung aus dem Führungsfahrzeug. So lief es auf einen Sprint hinaus, den Thomas Radack mit jubelnd erhobener Faust für sich entschied. Der 43-Jährige gehörte zum Magdeburger Team, ebenso wie der zweitplatzierte Maik Schapelt. Die ersten Zehn lagen nur drei Sekunden auseinander. Aber ob nun ganz vorne, oder weiter hinten im Feld zu finden: Auch der letzte Finisher, der das Ziel rund eine halbe Stunde nach dem Sieger erreichte, wurde mit verdientem Applaus begrüßt. „Die Strecke ist sehr schön und war bestens abgesperrt, gerade auch an den Gefahrenstellen“, lobte Radack, der im Siegerinterview angab, wöchentlich auf rund 400 bis 500 Trainingskilometer zu kommen.

Das Jedermann-Rennen war längst nicht das einzige am Mallisser Radsporttag. Den Anfang machten Firmenstaffeln mit drei Fahrern, die jeweils eine 1100 m Runde zu meistern hatten. Weiter ging es mit den „Fetten Reifen“ für den Radsportnachwuchs (AK 6/7 bis AK14) und einer 10-km-Runde für Freizeitfahrer, die ausdrücklich nicht als Rennen ausgelegt war. „Lasst es locker angehen“, lautete die Ansage. Jüngste Teilnehmerin war die 2-jährige Lilly Gehrmann (Enkelin von Ingo), die es sich im Fahrradanhänger hinter der Mutti gemütlich machte, als Senior im Feld trat der 73-jährige Reiner Erdmann in die Pedale.

Sowohl für diese Runde, als auch für alle anderen Rennen galt: verletzungsfrei. „Das ist das allerwichtigste“, machte sich beim Cheforganisator ein Glücksgefühl breit. Dass es das 7. Mallisser Radrennen geben wird, steht außer Frage.

Erg.: www.radsport-malliss.de

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erstellt am 05.Jun.2014 | 20:05 Uhr

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