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Groß Niendorfer holen drei Medaillen : Jan vergoldet seine 1. Meisterschaft

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Groß Niendorfer Bogensportler holen bei Deutscher Meisterschaft zweimal Gold und einmal Silber

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2017 | 22:32 Uhr

Der Deutsche Bogensportverband 1959 (DBSV) lud jetzt zur Deutschen Meisterschaft in der Hallendisziplin für Bögen ohne Visier nach Schwedt/Oder ein. Weil die Anreise zu den diesjährigen Titelkämpfen ins benachbarte Brandenburg nicht allzu weit war, strebten viele Groß Niendorfer Bogensportler eine Teilnahme an. Allerdings erwies sich in diesem Jahr bereits die Qualifikation als hohe Hürde, weil dem ausrichtenden Verein nur begrenzte Hallenkapazitäten zur Verfügung standen und daher in einigen Wettkampfklassen nur wenige Startplätze vergeben werden konnten.

Umso glücklicher waren daher Jan Schwäbe (U12, Jagdbogen), Helge Springer (U17, Jagdbogen) und Heike Gebheim (Ü50, Jagdbogen), dass ihre bei den Landesmeisterschaften erzielten Ringzahlen für einen Startplatz ausreichten.

Während des Einschießens zeigte sich schon, dass der erst 10-jährige Meisterschafts-Neuling Jan Schwäbe zu den erfahrenen Startern seiner Altersklasse gehörte. Während die übrigen neun Teilnehmer häufig aufgeregt mit ihrer Ausrüstung hantierten, stand der Groß Niendorfer regungslos und mit geschlossenen Augen an der Schießlinie und erwartete äußerlich entspannt die Freigabe der Passen. Durch eine konzentrierte und gleichmäßige Schießleistung bei 60 Wertungspfeilen auf die 18 Meter entfernte Scheibe, erzielte Jan Schwäbe über beide Durchgänge die zwei besten Runden-Ergebnisse (insgesamt 487 von 600 möglichen Ringen) und errang damit verdient und mit Abstand die Goldmedaille sowie den Deutschen Meistertitel. Gleichzeitig stellt dieses Ergebnis auch noch seine persönliche Bestleistung sowie einen neuen Landesrekord dar.

Wesentlich mehr Mühe hatte da der schon DM-erfahrene Helge Springer. Dies allerdings weniger mit seinen acht Konkurrenten, sondern eher mit seiner Schießtechnik, die ihm schon in den letzten Trainingseinheiten immer wieder Ausreißer im Trefferbild bescherte. Nach etwas nervösem Beginn fand Helge Springer jedoch schnell zu einem konstanten Leistungsniveau, das ihm zur Halbzeit einen ungefährdeten zweiten Platz bescherte. Im zweiten Durchgang ließ der Groß Niendorfer dann nichts mehr anbrennen. Mit den insgesamt dritt- und viertbesten Durchgängen sicherte er sich mit 470 Ringen verdient und mit großem Abstand auf den Bronzerang die Silbermedaille.

Am Nachmittag griff dann mit Heike Gebheim die dritte Groß Niendorfer Starterin in das Geschehen ein. Obwohl sehr turniererfahren, hatte sie von Beginn an erheblich mit ihrem Nervenkostüm zu kämpfen. Nur sehr schleppend fand sie in das Turnier und stand auch während des gesamten ersten Durchgangs unter großer Anspannung, zumal sie sich auf ihrer Scheibe direkt mit einer bekannten Konkurrentin (Sigrid Oheim, SV Parum) auseinandersetzen musste. Aber auch die anderen Teilnehmerinnen hatten mit der Wettkampfatmosphäre so ihre Probleme, sodass es für Heike Gebheim zur Halbzeit immer noch zu Rang drei reichte. Getragen von einer „jetzt-erst-recht“-Stimmung gelang ihr dann eine ansprechende Leistung im zweiten Durchgang und sie schloss den Wettkampf mit insgesamt 443 Ringen nahe ihres Qualifikations-Ergebnisses ab. Was dieses Ergebnis wert war, zeigte sich dann erst im Aushang der Ergebnislisten. Da die zur Wettkampfhälfte vor ihr Platzierten deutlich schlechtere Ringzahlen im zweiten Durchgang erzielten, schob sich Heike Gebheim zur Überraschung aller sogar noch an die Spitze und errang damit die Goldmedaille sowie den Deutschen Meistertitel.


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