Volleyball Regionalliga Nord Frauen : Glückliches Ende im Tie-Break

Trainer Ingo Achtelik und seine Parchimerinnen feiern nach der Zitterpartie den achten Saisonsieg. Fotos: Thomas Zenker
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Trainer Ingo Achtelik und seine Parchimerinnen feiern nach der Zitterpartie den achten Saisonsieg. Fotos: Thomas Zenker

1. VC Parchim – Oststeinbeker SV 3:2 (23, -20, 25, -12, 16)

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10. Januar 2016, 17:52 Uhr

Zwei Stunden und 15 Minuten mussten die Zuschauer in der Fischerdammhalle warten und am Schluss zittern, bis die Frauen des 1. VC Parchim den Matchball im Tie-Break zum 18:16 gegen den Oststeinbeker SV verwerteten und damit den achten Sieg in Folge einfuhren. Die Berg-und-Talfahrt durch die fünf Sätze hatte ein glückliches Ende für die Gastgeberinnen gefunden, die in der Tabelle auf den dritten Rang klettern.

Parchims Trainer Ingo Achtelick musste auf die erkrankten Conny Heinz und Wiebke Offer verzichten, hatte aber ein schlagkräftiges Team auf dem Feld, das Mitte des ersten Satzes so richtig in Fahrt kam. Die Parchimerinnen lagen mit 10:12 zurück und starteten einen Zwischenspurt von acht Punkten in Serie (18:12). Gästetrainer Jörg Förster unterbrach den Lauf der Gastgeber mit einer Auszeit und hatte Erfolg. Sein Team fand die Sicherheit zurück, während die VCP-Spielerinnen auf einmal in der Annahme wackelten (22:20). Dann verschlugen die Gäste eine Aufgabe und Lisa Helmecke wurde im Parchimer Angriff gut eingesetzt und machte beim 25:23 den ersten Satz fest.

Im zweiten Durchgang setzten beide Teams das Spiel auf Augenhöhe fort. Für die rund 200 Zuschauer boten die Spielerinnen sehenswerte Ballwechsel und sensationelle Rettungstaten, um den Ball im Spiel zu halten. Doch im VCP-Spiel fehlte jetzt die Durchschlagskraft (8:6, 15:15, 16:20). Die OSV-Damen stellten immer wieder wirkungsvoll den Block und wussten selbst im Angriff zu überzeugen. Besonders wenn Gäste-Kapitän Anne Domroese eingesetzt wurde, war gegen die wuchtigen und platzierten Angriffsschläge kein Kraut gewachsen (18:24). Zwei Satzbälle wehrte Parchimer noch ab, dann schlug der Ball zum 20:25 ein.

Der dritte Satz war von Anfang bis Ende als Krimi gestrickt (4:4, 14:14, 20:20). Nach dem Angriff von Domroese zum 22:24 hatte der OSV den ersten Satzball. Antje Markert punktete über die Mitte und Lisa Helmecke von Außen und die Karten wurden neu gemischt (24:24). Die VCP-Damen holten auch den 25. Punkt, doch nach einer Netz-Aufgabe von Sophie Zimmermann hieß es wieder Gleichstand (25:25). Nach einem guten Angriff von Helmecke nutzte Parchim einen Abstauber zum 27:25-Satzgewinn. Ein Tabellenpunkt war schon mal sicher. Der vierte Durchgang hätte den erhofften Dreier bringen können. Aber das Parchimer Team brachte kein Bein auf die Erde (2:7, 6:14, 10:19) und ging sang- und klanglos unter (12:25). Der Tie-Break musste die Entscheidung bringen und die Gastgeberinnen rappelten sich noch einmal richtig auf. Kopf an Kopf arbeiteten sich beide Mannschaften bis in die Verlängerung des Satzes. Die Parchimerinnen jubelten schon beim 15:13, der Schiedsrichter gab den Ball aber „Aus“. Zweimal vergaben die OSV-Frauen danach die Chance zum Matchball (14:15 und 15:16) und Parchim machte danach alles richtig – 18:16-Sieg. 

1. VC Parchim: Helmecke, Mara und Sophie Zimmermann, Neupauer, Abrutat, Markert, Gau (L), Marckwardt, Stancak, Pontow, Claus

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