Volleyball Regionalliga Nord : Gerade noch die Kurve gekriegt

Die starke Blockarbeit, hier Conny Heinz (l.) und Kitty Abrutat, war ein Grundpfeiler für die klaren Siege in den ersten beiden Sätzen.
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Die starke Blockarbeit, hier Conny Heinz (l.) und Kitty Abrutat, war ein Grundpfeiler für die klaren Siege in den ersten beiden Sätzen.

1. VC Parchim macht mit 3:1-Sieg (18, 19, -14, 24) gegen den Wiker SV zweiten Tabellenplatz fest

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17. März 2019, 23:37 Uhr

Nach dem 26:24 im vierten Satz waren Parchims Volleyball-Damen überglücklich, dass sie im Duell gegen den Wiker SV noch die Kurve gekriegt hatten und drei Siegpunkte an der Elde verblieben. Denn der Spielverlauf gegen den Vierten der Regionalligastaffel Nord hatte zwei Seiten. Die ersten beiden Sätze dominierten die Gastgeberinnen das Spiel und befanden sich souverän auf der Siegerstraße. Ab Satz drei fühlte es sich so an, als ob jemand den Stecker gezogen hatte. 14:25 hieß es Ende des dritten Durchganges aus Parchimer Sicht und im vierten lag Parchim schon mit 8:18 zurück.

Trainerin Janine Carli musste im vorletzten Heimspiel auf Zuspielerin Tanja Joachim und Lisa Helmecke verzichten und wieder einmal umstellen. Angreiferin Lisa Neupauer, die gelernte Zuspielerin ist, übernahm die Regie in der Partie und bewies, dass sie es noch nicht verlernt hat. „Die ersten beiden Sätze waren echt gut. Wir haben kaum Fehler zugelassen, waren stark im Block und im Angriff“, lobte Parchims Trainerin. Die beiden Durchgänge (25:18, 25:19) verliefen fast identisch, bis auf den einen Punkt Unterschied am Ende. Bis zum 8:8 blieben die Gäste jeweils dran. Dann zog der VCP auf 15:10 und später 20:15 Punkte weg.

Alles lief nach Plan. Aber nach dem Seitenwechsel trauten die Zuschauer ihren Augen kaum. Auf der Anzeigetafel stand nach wenigen Minuten eine 9:2-Führung der Kielerinnen, die immer sicherer in ihren Aktionen wurden. Das lag aber hauptsächlich daran, dass auf Parchimer Seite gar nichts mehr klappte. Zwei Auszeiten hatten die Gastgeberinnen schon verbraucht, aber die Fehlerquote in der Annahme und fehlender Angriffsdruck blieben. Carli wechselte beim 2:13 Zuspielerin Julia Behring und Angreiferin Selina Schröder, beide aus dem Landesligateam, ein. Beide sollten Spielpraxis bekommen. Der Gastgeber holte noch zwölf Punkte. Mehr war in dieser Phase des Spiels nicht drin.

Die Hoffnung der Parchimer Fans auf einen besseren Verlauf des vierten Satzes wurde früh zerstört. Janine Carli zog schon beim 5:9 mit der ersten Auszeit die Reißleine. Viele Annahme-Fehler machten einen geordneten Spielaufbau unmöglich. Aber es änderte sich erst einmal nicht. Erst nach der zweiten Auszeit (6:15) kamen die VCP-Spielerinnen langsam wieder in die Spur. Beim Zwischenstand von 8:18 glaubte aber kaum noch jemand, dass das Spiel ohne Tie-Break auskommen könnte. Auch Parchims Trainerin machte sich schon mal Gedanken über die mögliche Aufstellung im Entscheidungssatz. Dass es letztlich nicht dazu kam, lag an der Aufholjagd der Gastgeberinnen über die Stationen 11:18, 17:22 und 20:23 zum 23:23-Ausgleich. Die Parchimerinnen schenkten dem Gegner sogar noch einen Punkt, weil sich Lisa Neupauer und Antje Marker bei einer Abwehraktion uneinig waren. Den Satzball der Wikerinnen wehrte der VCP ab. Leonie Dieckemann setzte mit einem wuchtigen Angriff den Schlusspunkt zum 26:24. Gerade noch mal gut gegangen.

In den letzten beiden Punktspielen der Saison gegen Pampow und WiWa Hamburg können die Parchimerinnen befreit aufspielen. Den zweiten Tabellenplatz haben sie bereits fest gemacht.

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