KFV Westmecklenburg : Finale mit Überraschungen

Die Plauer waren nach dem 1:3 dem Anschlusstreffer nah, hatten in der Phase aber nicht das Glück des Tüchtigen. Fotos: thom
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Die Plauer waren nach dem 1:3 dem Anschlusstreffer nah, hatten in der Phase aber nicht das Glück des Tüchtigen. Fotos: thom

In den Kreispokal-Endspielen der Männer und Frauen setzen sich mit SV Sülte und Wittenburger SV die Außenseiter durch

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03. Juni 2019, 23:21 Uhr

Bei den Pokalfinals der Männer und Frauen im Fußballkreis Westmecklenburg mussten sich die jeweils leicht favorisierten Mannschaften geschlagen geben und mit dem Vizetitel begnügen. Bei den Männern bezwang der SV Sülte, Zweiter der Kreisliga Mitte, den Kreisoberligisten Plauer FC mit 3:1 und nahm im Parchimer Stadion am See den Pokal von KFV-Chef Wolfgang Gottschling in Empfang. Im Endspiel der Frauen war der Wittenburger SV (5. Platz KOL) mit 3:0 klarer Sieger gegen Kreisoberliga-Meister Gostorfer SV.

Vor gut besetzter Tribüne sorgten die Sülter Männer schon in der Anfangsphase für klare Verhältnisse. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, da hatte der Keeper der Seestädter Jacob Miebs schon zweimal hinter sich greifen müssen. Bei den beiden Gegentreffern durch Oliver Krüger (4.) und Franz Dahl (6.) wirkten die Plauer noch etwas unsortiert. Das änderte sich im weiteren Spielverlauf. Bis zur Halbzeitpause stabilisierte sich vor allem die Abwehr des Plauer FC. Die Sülter Stürmer liefen ein ums andere Mal ins Abseits. Allerdings ließen die Plauer beste Torgelegenheiten aus. Der Anschlusstreffer wäre verdient gewesen.

Das rächte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Wieder überraschte der SV Sülte die gegnerische Hintermannschaft mit einem schnellen Vorstoß. Felix Jöde erhöhte auf 3:0 (47.). Diesmal blieb die Antwort der Seestädter nicht aus. Christopher Bartz traf zum 1:3 (50.) und sorgte damit für neue Hoffnung im Plauer Lager. Bei den sommerlichen Temperaturen reichten am Ende bei beiden Mannschaften Kraft und Konzentration aber nicht mehr, um weitere Tore zu erzielen.

Auch der glatte Erfolg der Wittenburgerinnen gegen den frischgebackenen Kreisoberliga-Meister war eine kleine Überraschung. Kurz zur Erläuterung: Das Frauenfinale ging über 2x35 Minuten. Gespielt wurde auf Kleinfeld in der Besetzung sechs Feldspielerinnen plus Torfrau.

Die Gostorferinnen, die eigentlich über die besseren Einzelspielerinnen verfügen, verpassten es, aus ihrer anfänglichen Druckphase Kapital zu schlagen. Die Wittenburgerinnen, die mehr auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit setzen, brauchten ein paar Minuten, um sich zu finden, profitierten dann aber von Laura Biermanns frühem 1:0 (7.). Die Führung geriet nur einmal ernsthaft in Gefahr. WSV-Torfrau Juliane Lüpken war schon ausgespielt und der zahlreich angereiste Gostorfer Anhang jubelte bereits, da schlug Katja Kant den Ball noch von der Torlinie (20.). Statt des Ausgleichs sorgte Carolin Theel auf der anderen Seite mit einer gelungenen Einzelleistung für den 2:0-Halbzeitstand.

Im zweiten Abschnitt fehlte es den Gostorferinnen an geeigneten Mitteln. Abgesehen von einer brenzligen Situation, wurde Juliane Lüpken nicht ernsthaft gefordert. Und als Anne Thieler durch eine weitere Einzelleistung auf 3:0 erhöhte, war die Partie gelaufen (55.). In der Folge ließ der WSV noch einige Möglichkeiten aus, um das Ergebnis sogar noch deutlicher zu gestalten.

Mit diesem Pokalsieg bereiteten die Wittenburgerinnen ihrem scheidenden Trainer Axel Koch ein schönes Abschiedsgeschenk.


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