zur Navigation springen

Parchimer in China erfolgreich : Ein Traum ging in Erfüllung

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Chris Martin absolvierte Triathlon in China / 9. Platz in der Altersklasse / Startplatz bei der 70.3 Ironman WM in den USA

Der Parchimer Ausdauersportler Chris Martin startete Anfang April in Liuzhou (China) in seine Wettkampfsaison. Dort belegte er in der Triathlon-Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren, 21,1 km Laufen) in einer Zeit von 4:41:28 Stunden den 109 Platz von knapp 600 Startern. In seiner Altersklasse (45 bis 49 Jahre) wurde der Mecklenburger mit seiner persönlichen Bestzeit Neunter. Am Abend bei der Abschlussveranstaltung war die Freude riesig, als Chris Martin einen Startplatz für die 70.3 Ironman Weltmeisterschaft in Chattanooga (Tennesee, USA) erhielt. „Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt“, sagt der Parchimer und dankt vor allem seiner Frau Andrea, seinen Eltern und seinem Trainer Peter Holy sowie seinen Trainingspartnern für die Unterstützung.

„Die Reise nach China war eigentlich gar nicht geplant“, erklärt Martin. „Ich wollte Ende Mai den ersten Triathlon absolvieren, aber der Wettkampf wurde zu Jahresbeginn vom Veranstalter auf Ende August verschoben“. Also schaute der Parchimer bereits im Januar nach Alternativen und nutzte die Option des Ironman-Veranstalters, für den Wettkampf in Liuzhou umzubuchen.

Martin stellte seinen Trainingsplan auf die neue Situation um, immerhin musste er jetzt knapp zwei Monate früher fit sein, und absolvierte vor der großen Reise noch zwei Trainingslager in wärmeren Gefilden. Besonders die Trainingstests beim Laufen und Rad fahren zeigten, dass die Voraussetzungen für einen guten Wettkampf gegeben waren.

Eine Woche vor dem Start reiste der Parchimer mit seiner Ehefrau in Liuzhou an, um sich zu akklimatisieren und die Zeitumstellung zu verkraften. „Es ging dort erst einmal nur um Erholung und Kraft tanken, ohne das Training ganz auf Null zu fahren“, erinnert sich Chris Martin an die Woche vor dem Wettkampf.

Am 1. April um 7.45 Uhr Ortszeit ging es beim so genannten Rolling Start in die 14 Grad kalten Fluten des Liujiang River. „Trotz Neoprenanzug und Einsatz von Vaseline als Kälteschutz waren die ersten 200 Meter eine absolute Katastrophe, mein Puls raste und ich hatte Atemnot“, berichtet Martin. Nach und nach gewöhnte sich der Körper an die Bedingungen. Am Schwimm-Ausstieg ging es dann erst einmal 82 Stufen nach oben in die Wechselzone. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Schwimmzeit des Parchimers richtig gut war, auch wenn die Strömung etwas mitgeholfen hat.

Beim Zwei-Runden-Kurs über 90 Kilometer Rad fahren, konnte Martin nicht seine geplante Leistung abrufen, da sich eine alte Verletzung bemerkbar machte. Aber er kämpfte sich durch und fuhr fast einen Schnitt von 37 km/h. Etwas schwerfällig auf den ersten Metern des Halbmarathon-Laufs, kam Chris Martin langsam zu seinem Rhythmus. Etwas unter der geplanten Zeit lief er fast konstant die Kilometer runter. Trotz des ziemlich hohe Pulsschlags entschied er sich auf den letzten beiden Kilometern für das Risiko, drehte nochmals auf und erreichte so seine persönliche Bestzeit auf dieser Distanz.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Apr.2017 | 23:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen