volleyball : „Du musst variabel reagieren“

In ungewohnter Aufstellung hatten die Parchimerinnen doch das ein oder andere Annahmeproblem.
In ungewohnter Aufstellung hatten die Parchimerinnen doch das ein oder andere Annahmeproblem.

Trainerin Janine Carli wechselte beim 3:0-Sieg der Parchimer Regionalliga-Volleyballerinnen gegen den Kieler TV II fleißig durch

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04. März 2019, 23:00 Uhr

Es war sicher nicht ihr schönstes Saisonspiel, das die Regionalliga-Volleyballerinnen beim 3:0-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des Kieler TV den Zuschauern boten. Aber auch, wenn man in den Sätzen zwei und drei jeweils 23 Punkte abgab und es somit enger zuging, als vielleicht zu erwarten, zog Janine Völker ein positives Resümee. „Wann sind wir schon einmal in der komfortablen Situation, zwölf Spielerinnen zur Verfügung zu haben. Das musst du ganz einfach nutzen, um verschiedene Aufstellungen auszuprobieren.“

Die SCP-Trainerin wechselte an diesem Tag dann auch fleißig durch. Alle sollten ihre Spielanteile bekommen. Zu Beginn lief noch der vermeintlich stärkste Sechser auf. Die Parchimerinnen bauten schnell eine deutliche Führung auf, die in einen soliden 25:19-Satzgewinn umgemünzt wurde. Zum Ende hin kamen schon einige Spielerinnen auf ungewohnten Positionen zum Einsatz. Dieses Konzept setzte Carli mit Beginn des zweiten Satzes konsequent fort. Jetzt stand ein völlig neuer Sechser auf dem Feld. Unter anderem mit Selina Schröder als Außenangreiferin. Die 18-Jährige spielte erstmals anderthalb Sätze im Regionalliga-Team durch. „Natürlich hat man ihr die Aufregung am Anfang angemerkt. Sie hat dann aber ihre Stärken im Angriff super eingesetzt.“ Insgesamt ließen die Parchimerinnen allerdings ein bisschen nach. Und da der Tabellenvorletzte seinerseits vor allem kämpferisch überzeugte und den Gegner mit druckvollen Aufschlägen vor einige Annahmeprobleme stellte, wurde es eine enge Angelegenheit. Mit dem besseren Ende für den Tabellenzweiten.

Der dritte Durchgang entwickelte sich zu einer Kopie seines Vorgängers. Wieder mischte Janine Carli ordentlich durch. Und auch das Ergebnis war das gleiche. Mit einem weiteren 25:23 machten die Parchimerinnen das 3:0 perfekt. Als MVP wurde Zuspielerin Tanja Joachim ausgezeichnet. „Ich hätte selbst einen vierten Satz in Kauf genommen. Wir sind ja berufsbedingt immer wieder gezwungen, unsere Aufstellung umzubauen. Du musst variabel reagieren und dich aus schwierigen Situationen herauskämpfen können“, betonte die Parchimer Trainerin. Sie hatte beim Einsatz des kompletten Kaders auch im Hinterkopf, dass alle mit einem guten Gefühl aus diesem Spiel herausgehen sollten, um für das schwere Landesderby am nächsten Sonnabend beim SV Warnemünde gerüstet zu sein. Natürlich ist der Plan, da erfolgreich Revanche für die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel zu nehmen.

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