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Tischtennis Oberliga Nordost : Aufbau schöpft Hoffnung

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Herren nach Sieg wieder auf Tuchfühlung zum Relegationsplatz

Als Boguslaw Cylwik nach einer artistischen Flugeinlage durch die Box den Kopf hob, dürfte er nicht schlecht gestaunt haben: Einerseits darüber, dass er soeben am Boden liegend den Punkt erzielt hat, andererseits über den tosenden Jubel, den dieser spektakuläre Ballwechsel bei den ca. 50 Zuschauern auslöste. Solch eine grandiose Stimmung wie am vergangenen Sonnabend hatte es im bisherigen Saisonverlauf der Tischtennisoberliga in der Fichtearena, wie Aufbaus Spieler ihre Heimspielstätte in der Fichtestraße liebevoll nennen, noch nicht gegeben. Auch dies dürfte zum 9:3-Sieg gegen den Abstiegskonkurrenten Friedrichsort beigetragen haben.

Diesmal lieferte die Mannschaft aber auch das ab, was die Zuschauer von ihr erwarten: Einsatz und Leistung. Schon die Doppel stellten die entscheidende Weiche. Das Topdoppel, zusammengesetzt aus Boguslaw und Slawomir Cylwik, gewann ebenso sicher wie Rehberg und Kukkuk, die zum dritten Mal im vierten Anlauf das gegnerische Spitzendoppel aus dem Spiel nahmen. Lediglich Müller-Dieckert und Bauer waren chancenlos. Im weiteren Verlauf entzauberten die Cylwik-Brüder die beiden Friedrichsorter Spitzenspieler, den Dänen Sonnichsen und Arendt, die zu den Besten der Liga zählen. Insbesondere Arendt hatte bis dato eine 4:0-Bilanz gegen Parchim auf dem Konto. Der neue Mannschaftskapitän Chris Rehberg hatte wie im Hinspiel zwei Siege zu feiern, diesmal wurden diese jedoch noch sicherer herausgespielt als im November. Arkadiusz Kukkuk und Lukas Müller-Dieckert agierten unglücklich und mussten ihren Kontrahenten gratulieren. Tobias Hapke durfte erst nach zwei Stunden in das Geschehen eingreifen, da er im Doppel noch auf der Bank Platz nehmen musste. Davon sichtlich wenig begeistert ging er in sein Einzel. Nach vielen knappen Niederlagen war er diesmal im Entscheidungssatz, den er mit 11:9 denkbar knapp gewann, der Glücklichere, so dass Jens Stratmann seine Aufstellung mit folgenden Worten lächelnd beurteilte: „Alles richtig gemacht!“ Insgesamt lieferte Aufbau eine geschlossene Mannschaftsleistung ab. Vor allem die drei Topspieler Cylwik, Cylwik und Rehberg agierten dabei so überzeugend, dass der Sieg nie in Gefahr zu sein schien. Nach diesem wichtigen Erfolg steht Parchim mit 6:16 Punkten zwar immer noch auf dem vorletzten Platz, aber bei zwei Punkten Rückstand ist der Relegationsplatz wieder in Reichweite, was nach dem Saisonstart mit sechs Spielen ohne jeden Punktgewinn nicht unbedingt zu erwarten war. Selbst der direkt rettende siebte Platz ist nur noch drei Punkte entfernt. Weiter geht es am 26. Januar mit dem nächsten Heimspiel gegen Tabellenführer Siek II, dem man im Hinspiel noch mit 0:9 unterlegen war.

Zuvor finden jedoch am Wochenende in Schwerin die Landesmeisterschaften statt. Heißestes Parchimer Eisen im Feuer ist dort Chris Rehberg. Sollte er seine Form der letzten Monate bestätigen können, dürfte der Titel nur über ihn führen, sowohl im Einzel als auch im Doppel zusammen mit Lukas Müller-Dieckert.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 22:17 Uhr

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