Tischtennis Oberliga Nordost : Aufbau gibt rote Laterne ab

Johann Bachmeyer (2.v.l.), Geschäftsführer der Asklepiosklinik kam zur offiziellen Übergabe der Trainingsanzüge ins TT-Zentrum.
Johann Bachmeyer (2.v.l.), Geschäftsführer der Asklepiosklinik kam zur offiziellen Übergabe der Trainingsanzüge ins TT-Zentrum.

SV Aufbau Parchim gewinnt letztes Duell im Jahr gegen Berlin mit 9:2

svz.de von
11. Dezember 2013, 16:39 Uhr

Was der 9:2-Heimerfolg des SV Aufbau Parchim gegen die Reserve der Füchse Berlin letztendlich wert sein wird, ist schwer einzuschätzen. Auf jeden Fall war es der Strohhalm, den es zu ergreifen galt, um in der Tischtennisoberliga überhaupt noch eine Minimalchance im Abstiegskampf zu wahren.

Die Hauptstädter mussten am vergangenen Sonntag in Parchim auf zwei Stammkräfte, darunter auch die Nummer eins, verzichten. Nichtsdestotrotz gelang den Berlinern am Vorabend in dieser Aufstellung aus Friedrichsort einen Punkt zu entführen. In Parchim trafen sie jedoch auf eine Mannschaft, die endlich ihr Leistungspotenzial ausschöpfen konnte. Der Grundstein wurde ausgerechnet in den Doppeln, einem großen Schwachpunkt in dieser Saison, gelegt. Alle drei Paarungen konnten punkten. Boguslaw Cylwik erhöhte sodann nach einem Fünfsatzerfolg auf 4:0. Sein Bruder Slawomir verlor allerdings ebenso knapp. Da auch im mittleren Paarkreuz durch einen Sieg Rehbergs und eine Niederlage Kukkuks die Punkte geteilt wurden, war klar, dass Aufbau zum ersten Mal mit einer Führung die erste Halbzeit abschließen würde. Müller-Dieckert und Bauer, der für Hapke zum Einsatz kam, setzten dieser ersten Einzelrunde jedoch mit zwei sicheren Siegen die Krone auf, so dass es sogar 7:2 stand. Beide Cylwiks machten dann kurz und schmerzlos den Sack zu.

Mit diesem deutlichen Erfolg verließ Parchim den letzten Platz, den jetzt der Kieler TTK inne hat. Das waren dann aber auch schon die guten Nachrichten. Nüchtern betrachtet liegt Aufbau drei Punkte hinter Friedrichsort auf dem Relegationsplatz sowie dem SCC Berlin auf dem ersten Abstiegsplatz. Beide Mannschaften empfängt das Aufbau-Team in der Rückrunde, Friedrichsort gleich zum Auftakt am 11. Januar 2014 im Parchimer TT-Zentrum.

Auswärts wurden beide Partien mit 5:9 verloren. Der erste Nichtabstiegsplatz scheint bei fünf Punkten Rückstand kaum noch erreichbar zu sein. Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass alle Niederlagen der Hinserie, abgesehen von der gegen Ligaprimus Siek II, höchstens mit einem 5:9, also knapp, eingefahren wurden. Somit hätte Aufbau durchaus zwei oder drei Plätze weiter vorn überwintern können. Mut macht den Parchimern, dass sich in den letzten Spielen Boguslaw Cylwik als wahre Nummer eins und sein Bruder Slawomir als gute Nummer zwei präsentiert haben. Ebenso wichtig ist, dass Chris Rehberg, der seit Monaten am obersten Leistungslimit agiert, seine gute Form bewahrt. Enttäuschend spielen dagegen bisher Arkadiusz Kukkuk, vor allem aber Tobias Hapke. Sollten diese beiden ihre Form der Vorsaison nur annähernd wiederfinden, Lukas Müller-Dieckert auch noch zulegen und Marcel Bauer weiterhin einsatzbereit bleiben, könnte der Traum vom Klassenerhalt noch erfüllbar sein.


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