fussball : Spitzenreiter kickt an der Elbe

Auf MSV-Torjäger Johannes Ernst (r.) müssen die Boizenburger auf jeden Fall ein wachsames Auge haben (hier eine Szene vom Pampower 2:1-Sieg in der Vorsaison).
Auf MSV-Torjäger Johannes Ernst (r.) müssen die Boizenburger auf jeden Fall ein wachsames Auge haben (hier eine Szene vom Pampower 2:1-Sieg in der Vorsaison).

Fußball-Verbandsligist SG Aufbau Boizenburg hat morgen den MSV Pampow zu Gast / Heimspiele für alle drei Landesligisten

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25. Oktober 2018, 23:00 Uhr

Vorhang auf für die zweite englische Woche im Landesfußball der Männer kurz hintereinander. Die Belastung, die mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen verbunden ist, geht im Amateur- und Freizeitsportbereich, in dem sich die hiesigen Kicker bewegen, ganz schön an die Substanz. Es gilt, das beste aus der Situation zu machen. Im Optimum hieße das, neun Punkte mitzunehmen.


Verbandsliga

In der Boizenburger „Arena am Fliesenwerk“ wird es morgen hoch her gehen. Die gastgebende Verbandsliga-Elf der SG Aufbau (7./13 Punkte) hat den noch ungeschlagenen Tabellenführer zu Gast. Dass das der MSV Pampow (1./25) ist und somit Derby-Atmosphäre herrscht, dürfte bei allen Beteiligten ein zusätzliches Kribbeln auslösen. Die Gäste bestätigen das stabil gute Abschneiden der vergangenen Jahre bisher in beeindruckender Form. „Natürlich ist Pampow klarer Favorit und es wird verdammt schwer. Dennoch sehe ich uns nicht ganz chancenlos“, gibt sich Aufbau-Trainer Alexander Lamer kämpferisch. Seine Zuversicht zieht er vor allem aus den letzten beiden Auftritten der eigenen Mannschaft. Dem 1:0 zu Hause gegen Stralsund ließen die Boizenburger einen 3:0-Sieg in Malchin folgen. Man ist also seit zwei Spielen ohne Gegentreffer, was für eine gewachsene Stabilität spricht. „Das merkt man auch im Training. Wir kommen langsam besser in Gang.“ Das gewachsene Selbstbewusstsein will die Aufbau-Elf morgen auch auf den Platz bringen. Beide Teams standen sich in dieser Saison an gleicher Stelle schon einmal gegenüber. Im Landespokal setzte sich der MSV nach einem 0:0 zur Pause am Ende klar mit 4:0 durch. „Wir müssen defensiv fehlerfrei agieren. Das ist die Grundvoraussetzung. Aber wir werden uns nicht verstecken, wollen Pampow das Leben mehr als nur schwer machen.“

Landesliga West

Auch in der Landesliga bekommt es ein hiesiger Vertreter an diesem 10. Spieltag mit dem Liga-Primus zu tun. Der Hagenower SV (8./13) trifft in der Parkstraße auf die SG Dynamo Schwerin (1./21). Die erste Frage, die sich stellt, gilt allerdings dem Wohlergehen von Niklas Kanter. Der war am vergangenen Sonntag kurz nach dem Schlusspfiff der Partie beim Lübzer SV (2:2) ohnmächtig geworden. „Das war für uns alle ein mächtiger Schock. Er ist an dem Abend ins Krankenhaus nach Plau gebracht worden, wo sich der Verdacht einer Gehirnerschütterung bestätigte. Im MRT war glücklicherweise nichts zu sehen. Inzwischen ist Niklas wieder zu Hause“, informierte HSV-Trainer Jörg Hoffmann.

Auf die bevorstehende Aufgabe freuen sich Trainer und Mannschaft: „Der Tabellenführer kommt zu uns. Das ist doch immer eine schöne Herausforderung. Wir wollen einmal schauen, in wie weit wir die Dynamos ärgern können.“ Apropos Herausforderung: Die anspruchsvolle englische Woche – am nächsten Mittwoch muss man beim FC Schönberg auflaufen, dann geht es zu Hause gegen den Doberaner FC – biete eine Orientierungshilfe, wohin die Reise für den Hagenower SV in dieser Saison hingehe.

Die Qualitäten des Doberaner FC (6./15) kann schon morgen der SV Blau-Weiß Polz (14./6) austesten. Die bisherige Saisonbilanz der Blau-Weißen sieht alles andere als rosig aus. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge ist ein Erfolgserlebnis überfällig. Defensiv sicher zu stehen, wäre schon einmal ein guter Anfang. So viele Gegentreffer wie die Polzer (28) hat nur Schlusslicht Lübzer SV kassiert. „Auf Grund ständiger personeller Zwänge und Umstellungen haben wir noch keinen Rhythmus gefunden. Es fehlen die Automatismen.“ Aber Jammern helfe da auch nicht weiter. Andere Mannschaften schlügen sich schließlich mit ähnlichen Problemen herum. „Wir müssen einfach zu alter Heimstärke zurückfinden und damit gegen Doberan anfangen. Wir holen uns jetzt drei Punkte – fertig.“

Diese Aussage würde Rene Schwarz sofort unterschreiben. Der Trainer der SG 03 Ludwigslust/Grabow (12./10) nimmt seine Mannschaft mit Blick auf das bevorstehende Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten SpVg Cambs-Leezen (10./11) in die Pflicht. „Wir müssen gewinnen, egal wie.“ Eine kleine Serie zu starten, das käme ihm gerade recht. Aber auch bei der SG 03 wird sich das Personalkarussell gezwungenermaßen wieder fleißig drehen. Von Kontinuität kann keine Rede sein. Spielerisch sieht das trotzdem oft gar nicht so schlecht aus. Größtes Manko ist die fehlende Durchschlagskraft. „Wir sind nach vorne hin zu harmlos. Da muss jetzt einfach was passieren.“

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