Fussball-Landesklasse : Polster auf sechs Punkte ausgebaut

Insbesondere in der ersten Halbzeit tat sich die SG 03 (in Schwarz) gegen kampfstarke Empor-Kicker schwer.
Insbesondere in der ersten Halbzeit tat sich die SG 03 (in Schwarz) gegen kampfstarke Empor-Kicker schwer.

Landesklasse IV: SG 03 Ludwigslust/Grabow profitiert von Groß Stietener Ausrutscher. Wittenburger zeigen „grottenschlechtes Spiel“.

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04. November 2019, 00:00 Uhr

Wäre das Landesklasse-Derby zwischen BSG Empor Grabow und SG 03 Ludwigslust/Grabow unentschieden ausgegangen, hätten wohl alle Beteiligten von einem leistungsgerechten Ergebnis gesprochen. Es kam aber anders. Vor mehr als 500 Zuschauern ging die SG 03 am Kremminer Fliederweg durch ein spätes Tor als glücklicher 2:1-Sieger vom Platz (SVZ berichtete).

In der ersten Halbzeit hatte Empor mehr vom Spiel. Der Tabellenführer schien beeindruckt von der physischen Präsenz, die die Heimelf auf den Platz brachte. Die Zweikämpfe wurden konsequent angenommen und in der Mehrzahl auch gewonnen. Der Führungstreffer kam allerdings kurios zu Stande. SG 03-Keeper Martin Jastram wollte einen Rückpass herausschlagen, traf den leicht holpernden Ball aber so unglücklich, dass er sich mit viel Rotation kaum vorwärts bewegte und zur Vorlage für Stefan Baran geriet. Der köpfte unter dem Jubel der Empor-Fans ein (19.). Bei zwei weiteren Kopfbällen (26. und 45.) hätte durchaus das 2:0 fallen können. Vom Tabellenführer kam offensiv wenig. Die Mannschaft schaffte es nicht, ihr geplantes Passspiel aufzuziehen.

Dafür erwischten die Gäste nach dem Seitenwechsel einen Auftakt nach Maß. Im Anschluss an eine Ecke wollte Empor-Keeper Ole Mock einen Kopfball von SG 03-Kapitän Lasse Baerwinkel sichern. Er ließ den Ball aber fallen, und Steffen Kretschmer staubte ab – 1:1 (47.). Es folgte eine Phase, in der der Tabellenführer das Geschehen kontrollierte, ohne allerdings zu großen Chancen zu kommen. Da man sich zunehmend neutralisierte, schien es auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Ein präziser Kopfball von Björn Bauersfeld hätte den späten Empor-Sieg bedeuten können. Doch mit einer Glanzparade bügelte Martin Jastram seinen Schnitzer aus der ersten Halbzeit aus (83.). Auf der anderen Seite nahm Ole Baerwinkel einen gut getimten Pass aus dem Mittelfeld perfekt auf, zog in den Strafraum und traf zum 1:2 ins kurze Eck (86.).


Wittenburger SV – Rehnaer SV 1:3

Von einem „grottenschlechten Spiel“ sprach Trainer Eike Lenz nach der Heimniederlage des Wittenburger SV. Ein missglückter Klärungsversuch, der im eigenen Netz landete (21.), passte gut zum schwachen Auftritt. Auch dem Rehnaer 2:0 ging ein kapitaler Fehler voraus (27.). Kurz vor der Pause produzierten die Gäste ihrerseits ein Eigentor, wobei der Heber von Andre Kammlodt auch ohne gegnerisches Zutun den Weg ins Tor gefunden hätte (40.). Nach dem Wechsel zeigte der WSV zwar Ansätze, brachte aber nicht viel Konstruktives zu Stande und fing sich nach einer ungenügend geklärten Standardsituation das 1:3 ein (56.).


FSV Testorf Upahl – SVF Neustadt-Glewe 1:2

Der Sieg in Testorf rundete einen aus Neustädter Sicht gelungenen Tag ab. Als teambildende Maßnahme war die Mannschaft nach einem gemeinsamen Mittagessen im Bus angereist. Das Spiel entwickelte sich nicht gerade zu einem Spaziergang. Die Fortschritt-Abwehr stand aber gut und verfügte in Tobias Gundlach über einen sicheren Rückhalt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte Michel Waack für die Gäste-Führung (38.).

Der Aufsteiger kehrte mit viel Schwung aus der Kabine zurück. Doch mitten in diese Drangperiode hinein erhöhte Tim Anders auf 2:0 (71.). Die Heimelf spielte jetzt alles oder nichts und kam zum späten Anschlusstreffer (90.+3). Der gute, junge Schiedsrichter packte noch einmal zwei Minuten drauf. Aufatmen konnten die Neustädter erst, als ein letzter Torschuss des FSV über die Latte strich.

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