fussball : Nichts zu holen für die Gastgeber

Volksfeststimmung: Der Groß Laascher Fußballplatz war beim Derby zwischen BSG Empor Grabow und SVF Neustadt-Glewe dicht umlagert.
Volksfeststimmung: Der Groß Laascher Fußballplatz war beim Derby zwischen BSG Empor Grabow und SVF Neustadt-Glewe dicht umlagert.

Am 9. Spieltag der Fußball-Landesklasse IV endeten alle acht Partien mit Auswärtssiegen / 335 Zuschauer verfolgen Derby in Groß Laasch

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22. Oktober 2018, 23:00 Uhr

Der 9. Spieltag in der Fußball-Landesklasse IV fiel durch einige Besonderheiten auf. So endeten alle acht Partien mit Auswärtssiegen. Das dürfte ein Novum gewesen sein. Unter anderem entthronte der TSV Empor Zarrentin durch ein 4:3 auf gegnerischem Platz den bisherigen Tabellenführer SG Carlow. In Groß Laasch sorgten 335 Zuschauer im Duell der BSG Empor Grabow mit dem SVF Neustadt-Glewe für eine tolle Derby-Atmosphäre. „Es ging sowohl auf, als auch neben dem Platz superfair zu. Das hat einfach Spaß gemacht“, lautete das übereinstimmende Urteil.

Die Neustädter unterstrichen mit dem 4:0-Sieg, dass sie nach eher holprigem Saisonstart auf einem guten Weg zur gewünschten Stabilität sind. In der ersten Halbzeit passierte vor beiden Toren noch nicht sonderlich viel. Wobei die Gäste mit zwei guten Chancen kurz vor der Pause schon andeuteten, wie sie sich den weiteren Spielverlauf vorstellten. Ein echter Sonntagsschuss spielte ihnen dann optimal in die Karten. Tim Anders setzte einen Freistoß aus gut 25 Metern zum 0:1 in die Groß Laascher Maschen (53.). Der Aufsteiger musste daraufhin seine Offensivbemühungen verstärken und wurde konsequent ausgekontert. Mit einem Doppelschlag sorgten Niklas Plickat (58.) und David Knäuer (61.) für die Vorentscheidung. Gegen alles nach vorne werfende Grabower stellte Hannes Tarnow den 4:0-Endstand her (75.).


SG Carlow – TSV Empor Zarrentin 3:4

Bei den Zarrentiner Auftritten gilt weiterhin: Vorne hui, hinten eher pfui. Aber solange die Mannschaft immer zumindest ein Tor mehr schießt als der Gegner, bewegt man sich absolut im grünen Bereich. In Carlow waren die Empor-Kicker von Anfang an die bessere Mannschaft und belohnten sich dafür in der 16. Minute. Nach einer Ecke kam Daniel Rotermann unbedrängt zum Kopfball. Das 2:0 lässt sich zweifellos in die Kategorie „kurios“ einordnen. Jan Schwarz trat einen Freistoß aus der eigenen Hälfte in Richtung gegnerisches Tor. Der Carlower Keeper wirkte einen Moment lang unentschlossen und konnte nur noch hinterherschauen, wie sich der aufprallende Ball hinter ihm ins Netz senkte (30.). Der Anschlusstreffer (41.) zeigte deutliche Parallelen zum unglücklichen Pokalaus in Trinwillershagen auf (6:8 nach Elfmeterschießen). Wieder sah die Innenverteidigung bei einem weiten Einwurf nicht gut aus.

Den Zwei-Tore-Abstand stellte Daniel Rotermann nach guter Vorarbeit von Tim Schmal wieder her (60.). Doch nur eine Minute später sprang Jan Schwarz der Ball im eigenen Strafraum an die Hand. Der Elfmeterpfiff war unstrittig – 2:3. In der 69. Minute stand Andreas Wössner goldrichtig, als der Carlower Torwart einen Schuss prallen ließ und köpfte zum 4:2 ein (69.). Gelaufen war das Spiel aber auch damit noch nicht. Der erneute Anschlusstreffer (74.) der Heimelf leitete eine hektische Schlussphase ein. Empor verteidigte mit Mann und Maus und brachte die knappe Führung über die Zeit. Ausdruck von Kampf und Einsatz waren auch die sechs gelben Karten, die die Zarrentiner am Ende gesammelt hatten.


Wittenburger SV – Schweriner SC 1:2

Es war unter dem Strich ein verdienter Sieg, den der Schweriner SC in Wittenburg feierte. Die erste Chance gehörte zwar den Gastgebern. Doch dann übernahm der SSC die Spielkontrolle. Insofern kam das 1:0 durch Ricardo Schlichting (24.) zu diesem Zeitpunkt eher überraschend. Bis zur Pause passierte anschließend nicht mehr viel, spielte sich das Geschehen weitgehend im Mittelfeld ab.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Landeshauptstädter eindeutig die bessere Spielanlage. Der Ausgleich wäre dennoch zu vermeiden gewesen. Bei einem Klärungsversuch köpfte ein Wittenburger einen Mitspieler im eigenen Strafraum an. Die daraus resultierende Vorlage ließ sich Schwerins Matthias Genzler nicht entgehen (51.). Schön herausgespielt war das 2:1 für den SSC (61.). Die Heimelf versuchte in der Schlussphase alles und erarbeitete sich auch einige Chancen. Die beste verpasste Patrick Kühn, dessen Kopfball im Anschluss an eine Ecke am Pfosten landete.

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