fussball : Neue Spannung im Abstiegskampf

Im Hinspiel reichten der SG 03 Ludwigslust/Grabow (in Blau) eine 1:0-Führung und weitere gute Chancen nicht. Auf Lankower Kunstrasen unterlagen sie dem FC Mecklenburg Schwerin II am Ende noch deutlich mit 1:4.
Im Hinspiel reichten der SG 03 Ludwigslust/Grabow (in Blau) eine 1:0-Führung und weitere gute Chancen nicht. Auf Lankower Kunstrasen unterlagen sie dem FC Mecklenburg Schwerin II am Ende noch deutlich mit 1:4.

Landesligisten SV Blau-Weiß Polz und SG 03 Ludwigslust/Grabow sind durch Sportgerichtsurteil wieder enger zusammengerückt

von
16. Mai 2019, 00:00 Uhr

Wie in der Endphase einer Meisterschaft in vielen Sportarten üblich, werden auch im MV-Landesfußball der Männer auf der Zielgeraden die Partien einer Spielklasse wieder zeitgleich angepfiffen. Das heißt für den anstehenden vorletzten Spieltag: Alle Verbandsligisten und die Teams der Landesklasse IV laufen morgen um 14 Uhr auf. In der Landesliga West werden die Punkte am Sonntag zur gleichen Zeit vergeben.


Verbandsliga

Die SG Aufbau Boizenburg (11./30 Punkte) hat es in den vergangenen Wochen ausschließlich mit Spitzenteams der Liga zu tun bekommen. Da macht das morgige letzte Heimspiel der Saison keine Ausnahme. In der Fliesenwerkarena läuft der SV Pastow auf. Der Tabellenzweite (70 Punkte) ist zweifellos die Mannschaft der Rückrunde, hat nach der Winterpause in zwölf Spielen noch keinen Punkt abgegeben. Die Pastower verzichten zwar auf einen möglichen Aufstieg, wollen aber unbedingt Meister werden, was angesichts des eigenen Laufes und des auf einen Punkt geschmolzenen Rückstandes auf Spitzenreiter MSV Pampow ein realistisches Ziel ist. Die Rollen sind klar verteilt. „Sie haben viele gute Leute und es ist ganz schwer, gegen Pastow Tore zu schießen“, hat Aufbau-Trainer Alexander Lamer insbesondere die gegnerische Defensive im Blick. Mit nur 13 Gegentreffern in 28 Spielen sind die Gäste da die klare Nummer eins der Liga. Aber schon beim 2:2 im Hinspiel haben die Boizenburger gezeigt, wie die Pastower Abwehr zu knacken ist. „Wir haben eigentlich immer ganz gut gegen sie ausgesehen“, verweist Lamer auch auf die vergangene Saison. Da hatte man in Pastow 3:2 gewonnen und zu Hause immerhin ein 0:0 erreicht. „Wir wollen dem Gegner alles abverlangen und können dem Favoriten hoffentlich einen heißen Tanz liefern.“


Landesliga West

Das Urteil des Sportgerichtes des Landesfußballverbandes, nach dem der Polzer 4:1-Sieg gegen den Lübzer SV in ein 0:3 umgewandelt wird und das die Blau-Weißen folglich drei Punkte „kostet“ (SVZ berichtete – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig), sorgt für neue Brisanz im eigentlich schon entschieden geglaubten Abstiegskampf. „Wir wollen natürlich alles tun, um diese Chance, die wir ja gewissermaßen geschenkt bekommen haben, zu nutzen“, sagt Rene Schwarz, Trainer der SG 03 Ludwigslust/Grabow (15./21). Der Rückstand des Tabellenvorletzten auf den Kreisrivalen ist ohne eigenes Zutun von sieben auf vier Punkte geschmolzen. „Wir müssen natürlich erst einmal unseren Part erfüllen, bevor wir auf andere hoffen können“, stellt Schwarz vor dem morgigen Heimspiel gegen den FC Mecklenburg Schwerin II (10./31) klar. Übersetzt heißt das, nach dem 2:1 zuletzt gegen den SC Parchim ist ein weiterer Dreier Pflicht. Dass auch der seit sechs Spielen sieglose Aufsteiger eine eher spielerisch ausgelegte Mannschaft ist, sollte der SG 03 entgegenkommen.

Jetzt erst recht, lautete die einmütige Reaktion beim SV Blau-Weiß Polz (noch 13./28, unter Einbezug des Urteils 14./25): „Wir wollen zeigen, dass uns dieses aus unserer Sicht ungerechte Urteil nicht aus der Bahn wirft, sondern zusätzlich motiviert.“ Die seit drei Spielen ungeschlagenen Blau-Weißen wollen beim PSV Wismar (8./42) Gas geben. „Die fußballerische Leistung stimmte zuletzt, auch wenn nicht alle Ergebnisse ideal ausgefallen sind.“ Genau das trifft auch für den letzten Auftritt auf Wismarer Kunstrasen zu. Die Polzer bestimmten über weite Strecken das Spiel und führten bis zur 73. Minute, um durch individuelle Fehler am Ende doch noch klar mit 1:4 zu verlieren. „Das wollen wir natürlich besser machen.“

Beim Hagenower SV (9./33) scheint die Luft so ein wenig raus zu sein. Das ließ sich aus der überschaubaren Leistung ableiten, die die Mannschaft bei der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Plate abrief. Es gilt, jetzt noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Nach oben geht in der Tabelle zwar nichts mehr. Aber um den angestrebten einstelligen Platz zu verteidigen, sollte man in Leezen nicht als Verlierer vom Platz gehen. Der zuletzt arg gebeutelte Gastgeber, die Spielvereinigung (14./28) kam bei Spitzenreiter SV Warnemünde mit 0:11 unter die Räder, dürfte nach einer ohnehin wackeligen Saison nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen. Da müsste also aus HSV-Sicht eigentlich was drin sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen