Fussball : Kein Team mehr mit weißer Weste

Wie schon in der Vorwoche gegen Gadebusch (1:1) konnte sich Ole Baerwinkel (beim Schuss) auch in Zarrentin als Torschütze für die SG 03 Ludwigslust/Grabow auszeichnen.
Wie schon in der Vorwoche gegen Gadebusch (1:1) konnte sich Ole Baerwinkel (beim Schuss) auch in Zarrentin als Torschütze für die SG 03 Ludwigslust/Grabow auszeichnen.

Fußball-Landesklasse IV: SG 03 Ludwigslust/Grabow setzt sich durch Sieg in Zarrentin wieder an die Tabellenspitze.

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26. August 2019, 00:00 Uhr

In der Fußball-Landesklasse IV gibt es schon früh in der Saison kein Team mehr mit einer weißen Weste. Am 3. Spieltag „erwischte“ es die beiden Mannschaften, die jeweils mit zwei Siegen in die Meisterschaft gestartet waren. Die SG Groß Stieten und der Wittenburger SV rutschten durch ihre Niederlagen in Pampow (0:5) beziehungsweise gegen Eintracht Ludwigslust (1:4) auf die Plätze sieben und acht ab. Angeführt wird die Tabelle aktuell vom punktgleichen Trio SG 03 Ludwigslust/Grabow, SG Einheit Crivitz und SV Stralendorf (alle sieben Punkte).


TSV Empor Zarrentin – SG 03 Lulu/Grabow 3:5

„Es war ein verdienter Sieg. Sie haben heute den besseren Fußball gespielt“, erkannte man beim TSV Empor Zarrentin nach der 3:5-Niederlage gegen die SG 03 Ludwigslust/Grabow als fairer Verlierer neidlos an.

In einer intensiv geführten und von vielen Zweikämpfen geprägten Partie überzeugten die Schaalseestädter in der ersten Halbzeit durch ihr gutes Umschaltspiel. Jonas Swenson (8.) und Marten Niehus (11.) sorgten für eine schnelle 2:0-Führung. Nach dem Anschlusstreffer von Ole Baerwinkel (38.) stellte Lukas Matha per Elfmeter den 3:1-Halbzeitstand her (41.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts plätscherte die Partie so vor sich hin. Dann setzten die Gäste ihre optische Überlegenheit aber auch in Tore um. Boris Baerwinkel erzielte mit einem Doppelschlag (67. und 71.) den Ausgleich. Wenig später brachte Welliton da Silva den Landesliga-Absteiger in Front (74.). Und als Alois Lietz auf 5:3 erhöhte (81.), kam das der Spielentscheidung gleich. Zumal sich die Zarrentiner durch eine gelb/rote-Karte (82.) das Leben zusätzlich schwer machten.


SVF Neustadt-Glewe – BSG Empor Grabow 3:0

In einem gemessen an den Spielanteilen ausgeglichenen Derby gingen die Neustädter auf Grund der größeren Chancen und eines guten Defensivverhaltens als verdienter Sieger vom Feld. Das 1:0 erzielte David Knäuer, der nach einem zweimal per Kopf verlängerten Ball ziemlich unbedrängt zum Abschluss kam (19.).

Nach dem Seitenwechsel hatten die Grabower zunächst mehr vom Spiel, fanden aber gegen eine sicher stehende Heimelf kein Durchkommen. Wie einfach und effektiv Fußball sein kann, demonstrierten die Fortschrittler in der 70. Minute. Auf Vorarbeit von Andreas Timm und Niklas Plickat ließ der durchlaufende Michel Waack Empor-Keeper Ole Mock keine Abwehrmöglichkeit. Dem 3:0 ging eine wahre Energieleistung von David Knäuer voraus. Der leitete in der Nachspielzeit einen Angriff am eigenen Strafraum ein, zog einen Sprint über den gesamten Platz an und hatte dann noch die Kraft, das Zuspiel von Stefan Orthmann zu verwerten.

Die Neustädter Freude wurde durch einen späten Wermutstropfen getrübt. Die Verletzung, die zur Auswechslung von Routinier Jens Richter zwang, stellte sich am Abend als Fußbruch heraus (gute Besserung).


Wittenburger SV – Eintracht Ludwigslust 1:4

Eine sehr effektiv auftretende Ludwigsluster Eintracht sammelte in Wittenburg ihre ersten Landesklassen-Punkte ein. Die berechtigte Rote Karte für einen WSV-Verteidiger (Foul als letzter Mann/20.) spielte dem Aufsteiger in die Karten. Nach torloser erster Halbzeit witterten die Gäste ihre Chance und erhöhten den Druck. Einen schnörkellos vorgetragenen Konter schloss Hannes Seifert zum 0:1 ab (58.). Für neue Wittenburger Hoffnung sorgte ein von Lorenz Kloidt verwandelter Handelfmeter (67.). „Danach wollten die Jungs einfach zu viel“, kommentierte WSV-Trainer Eike Lenz die Szene, die sein Team auf die Verliererstraße brachte. Wieder schaltete die Eintracht nach gegnerischem Fehlpass schnell um, und erneut hieß der Torschütze Hannes Seifert (82.). Mit seinem Doppelschlag (86. und 89.) machte Jacob Wickborn dann alles klar.
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