leichtathletik : In Kummer passte wieder einmal alles

Nach dem Startschuss gab es für die bunt gemischte Läufer-„Meute“ kein Halten mehr.
Nach dem Startschuss gab es für die bunt gemischte Läufer-„Meute“ kein Halten mehr.

Zur 38. Auflage des Franz-Schwarz-Gedenklaufes konnte der LSV Germania gut 200 Teilnehmer begrüßen

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03. Mai 2018, 23:00 Uhr

Die „Franz-Schwarz-Uhr“ steht jetzt bei 9874. So viele Teilnehmer konnte der LSV Germania Kummer von der Premiere im Jahr 1981 bis zur aktuellen 38. Auflage seines Gedenklaufes zu Ehren des rührigen Multifunktionärs als „Finisher“ im Ziel registrieren. „Das war ein voller Erfolg“, freute sich Chef-Organisator Manfred Siemer, mit den 123 Läufern und 82 Walkern und Radwanderern diesmal wieder die 200er-Marke knacken zu können. Daran dürfte Petrus seinen Anteil gehabt haben. „So ein Traumwetter hatten wir schon lange nicht mehr.“ Der Sonnenschein und die angenehmen Temperaturen wirkten sich auch positiv auf die Zuschauerzahlen aus. Sehr gut kam wieder die gemütliche, familiäre Atmosphäre an, die den Franz-Schwarz-Gedenklauf seit jeher auszeichnet. Dass der Ludwigsluster Bürgermeister Reinhard Mach ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Macher und Helfer hervorhob, ging diesen „runter wie Öl“.

Vier unterschiedliche Distanzen wurden gelaufen. Die örtliche Kindertagesstätte ging erstmals mit einer großen Mannschaft über die 1,7 km an den Start. Die Lütten hatten sich im Vorfeld gründlich über den Namensgeber des Laufes informiert. Einige von ihnen waren so eifrig bei der Sache, dass sie den Abzweig für ihre Strecke verpassten und statt der vorgesehenen Meile kurzerhand mit den „Großen“ die 4,85 km abslolvierten. Dort war Fanny Riese (LG Schwerin) nach 21:24,94 Minuten die streckenschnellste Frau – mit deutlichem Vorsprung. Wesentlich enger ging es bei den Männern zu, wo Luca Fuhge (SG 03 Ludwigslust/Grabow) mit seiner Siegerzeit von 19:30,50 nur sieben Sekunden auf Daniel Fürstenberg (LG Jahn Lanz/19:37,44) herauslaufen konnte. Die längeren Strecken wurden von der TSG Wittenburg beherrscht, die mit Monika Sindt (51:56,22) und Jörn Hormann (41:58,44) beide 9,7-km-Sieger stellte. Über die 14,55 km konnte Jörg Hinz, ebenfalls im roten TSG-Trikot, seinen Vorjahreserfolg wiederholen (58:50,10).

Die Wittenburger sicherten sich auch eine der Sonderauszeichnungen, nämlich die für das teilnehmerstärkste Team. Die sportlichste Familie stellten wieder die Lührs aus Kummer, die es schafften, gleich acht Mitglieder für den Lauf zu begeistern. Ida-Luisa Lühr war zugleich die Jüngste im Feld. Da die Zweijährige die Meile teilweise in der Sportkarre meisterte, wurden darüber hinaus als jüngste Aktive Sophie Lahser und Björn-Hendrik Lange – beide vier Jahre alt und aus Göhlen – ausgezeichnet. Adolf Fiedler als Senior schwang sich mit 83 Jahren aufs Rad. Tatsächlich noch keine der 38 Auflagen verpasst hat Dietrich Krohn (Rom). Mit ihrer Anreise aus Essen hatte Julia Seyer die weiteste Strecke zurückgelegt. „Ihr Vater, Helmut Seyer, ist nicht nur Göhlener Bürgermeister, sondern auch Vorstandsmitglied bei uns. Er hat seine Tochter als passionierte Läuferin für diesen Auftritt engagiert“, klärte Siemer schmunzelnd auf. Natürlich gab’s auch wieder eine leckere Torte, diesmal für den 9800. Teilnehmer. Dass die an Albert Boltjes aus Kummer ging, passte bestens zum Geburtstag von Ehefrau Ellen, die ebenfalls mitlief.

Dass die Geschichte des Franz-Schwarz-Gedenklaufes nicht zuletzt auf Grund der positiven Resonanz weiter geschrieben wird, steht für Manfred Siemer außer Frage: „Eigentlich wollten wir die 10 000 ja zur 40. Auflage voll machen. Jetzt können wir das sogar schon im nächsten Jahr anpeilen.“

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