radball : Finale, oho!

Auch im letzten Turnierspiel waren Tommy Herrmann (r.) und Tim Leonhardt „Chef im Ring“, besiegten das Duo vom SV Reideburg klar mit 6:0.
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Auch im letzten Turnierspiel waren Tommy Herrmann (r.) und Tim Leonhardt „Chef im Ring“, besiegten das Duo vom SV Reideburg klar mit 6:0.

U13-Radballer des SV Wanderlust Lüblow stehen in der Endrunde zur deutschen Meisterschaft

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14. Mai 2019, 00:00 Uhr

Burkhard Protz war ganz schön baff. „Natürlich hab ich den Jungs was zugetraut. Aber dass das so glatt läuft, hätte ich nie gedacht“, kommentierte der Vereinsvorsitzende des SV Wanderlust Lüblow den souveränen Auftritt von Tommy Herrmann und Tim Leonhardt beim Halbfinale zur deutschen Radball-Meisterschaft in der Altersklasse U13. Die MV-Landesmeister gaben in ihren fünf Spielen keinen Punkt ab und qualifizierten sich als Turniersieger für das Finale, das am 15. und 16. Juni in Coburg ausgetragen wird. Das Lüblower Duo zählt damit zu den besten acht U13-Teams in Deutschland. Ein dickes Lob gab es aus berufenem Munde. „Die beiden Lüblower waren klar die stärkste Mannschaft. Das sah schon richtig gut aus“, sagte Thomas Abel. Und der muss es wissen, holte er doch 2006 und 2007 mit seinem Partner Christian Heß den Weltmeistertitel nach Deutschland. In Wöbbelin war Abel, der 2008 seine sportliche Visitenkarte auch beim Europacup in Ludwigslust abgegeben hatte („das war mein letztes Finale“), als Trainer des RSV Krofdorf im Einsatz. Er betreute Sohn Noah, der an der Seite von Moritz Möwes am Ende den zweiten Platz belegte. Damit haben sich die jungen Hessen ebenfalls für Coburg qualifiziert.

„Ich glaube, ich war vor dem ersten Spiel nervöser als die Jungs“, räumte Protz ein. Das erwies sich als unnötig. Herrmann/Leonhardt starteten mit einem 6:1 gegen den RKV Denkendorf in das Turnier. Die Württemberger, die die 830 Kilometer weite Anreise schon am Vortag angetreten und in Schwerin übernachtet hatten, nahmen diese Niederlage wie auch die folgenden zwei ziemlich gelassen auf: „Dass wir hier dabei sind, ist für uns schon eine große Überraschung. Es fehlt noch ein bisschen zu den anderen Teams, aber die Leistung ist absolut im grünen Bereich“, zeigte sich Trainer Simon Eberhardt mit seinen Jungs zufrieden, um noch schnell nachzuschieben: „Spaß haben wir sowieso immer.“

Die Lüblower ließen auch allen anderen Gegnern keine Chance, wie ihre weiteren Ergebnisse von 7:1, 6:1, 4:1 und 6:0 unterstreichen. Schon vor ihrem letzten Spiel hatten sie nicht nur das Final-Ticket in der Tasche, sondern standen auch als Turniersieger fest. Dass kein Zuschauer in der gut gefüllten Halle ein Tor der Lokalmatadoren verpasste, dafür sorgte Karl-August Klein, der bei jedem „Einschlag“ seine Tröte erklingen ließ. In dieser Saison hat der Opa von Tommy und Toni Herrmann wirklich Schwerstarbeit zu verrichten. Schließlich stehen beide Enkel im DM-Finale: „Das ist schon ein starkes Stück. Ich habe noch kein Finale verpasst.“ Daran soll sich nichts ändern. Also geht’s für ihn Mitte Juni nach Coburg und schon am kommenden Wochenende nach Köln. Da spielen nämlich Toni Herrmann und Lars Richter um die U19-Krone.

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