Radball : Einfach mal bunt durchgemischt

Ein seltenes Bild im Radball-„Alltag“: Lars Eric Richter (l.) testet seinen Lüblower Teamkollegen Toni Herrmann (r.), der durch den Partnertausch im Langenwolschendorfer Trikot das Tor hütete. Fotos: thomas Willmann
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Ein seltenes Bild im Radball-„Alltag“: Lars Eric Richter (l.) testet seinen Lüblower Teamkollegen Toni Herrmann (r.), der durch den Partnertausch im Langenwolschendorfer Trikot das Tor hütete. Fotos: thomas Willmann

U19-Radballer wählen in Wöbbelin eigene Turniervariante / Lüblower U13 gewinnt zum dritten Mal in Folge Stadtwerke-Juniorcup

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02. Juli 2019, 00:00 Uhr

Ein klarer Sieger und vier Mannschaften, die selbst ihre Trainer mit einer eigenwilligen Turniervariante überraschten. So stellte sich der 4. Juniorcup der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow dar, zu dem die Radballer des SV Wanderlust Lüblow insgesamt zehn Mannschaften in der Wöbbeliner Sporthalle begrüßten.

Die Entscheidung im Sechserfeld der Altersklasse U13 entwickelte sich zu einem „Schaulaufen“ für Tommy Herrmann und Tim Leonhardt. Die Lokalmatadoren wurden als frischgebackene deutsche Vizemeister ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht und verabschiedeten sich mit fünf Siegen und einem Torverhältnis von 46:3 in die Sommerpause. „Gewinnen macht immer Spaß“, hatte Tommy verschmitzt grinsend wenig Probleme mit der eigenen Überlegenheit. Zu den gut gelaunten Zuschauern zählte Viola Bortsch, bei den Stadtwerken als Prokuristin für den Vertrieb zuständig. Sie übernahm die Siegehrung und wurde so ganz nebenbei vom Lüblower Vereinsvorsitzenden Burkhard Protz darauf hingewiesen, dass der Wanderpokal nach dem dritten Sieg in Folge ja jetzt endgültig in den Besitz von Tommy und Tim übergehe. „Wir hoffen, dass die Stadtwerke im nächsten Jahr einen neuen spendieren“, lautete sein Wink mit dem Zaunpfahl. „Bei so tollen Siegern kann ich glaube ich ,ja’ sagen“, erntete Bortsch für ihre spontane Zusage viel Beifall.

Auf der Kippe stand das U19-Turnier. Nachdem bereits das Team aus Bilshausen gepasst hatte, kam am Vortag auch noch die kurzfristige Absage aus Luckenwalde. Hätten die Laubacher zu diesem Zeitpunkt nicht schon einen Großteil ihrer 500-km-Anreise zurückgelegt gehabt, hätte Protz wohl für einen Turnierausfall plädiert. „Wir haben uns in den vergangenen 25 Jahren so viele heiße Duelle geliefert, dass aus sportlicher Rivalität längst Freundschaften gewachsen sind“, stand für den Laubacher Trainer Ralph Stauf außer Frage, dass man sich trotz der hochsommerlichen Temperaturen einmal mehr von Hessen aus auf den Weg gemacht hatte. „Sie nehmen an unseren Turnieren teil, wir kommen immer wieder gerne her. Der Burkhard (Protz, d.R.) macht hier oben eine super Arbeit.“

Lange zitterte man am Sonnabend um die Großkoschener. Mit einem genervten „Stau, Stau, Stau“ schafften es die Brandenburger dann aber doch noch pünktlich in die Halle. Mit „klein, aber oho“ ließ sich die Zusammensetzung des U19-Feldes ganz gut umschreiben. Die vier verbliebenen Teams waren allesamt DM-Finalisten, angeführt vom Titelträger aus Großkoschen und dem U17-Meister aus Langenwolschendorf. Die Lüblower Toni Herrmann und Lars Richter waren in Köln Siebter, das Laubacher Duo Achter geworden.

Die acht Spieler begrüßten sich per Handschlag und steckten kurz die Köpfe zusammen. „Wir möchten heute mit gemischten Teams spielen“, präsentierten sie das Ergebnis ihres kurzen konspirativen Treffens. „Das ist jetzt ja mal was ganz Neues. Aber wenn sie das so wollen“, kommentierte Burkhard Protz mit einem Schulterzucken, erkannte aber im Turnierverlauf schnell die Vorzüge dieser Absprache. „Für uns Trainer ist das natürlich völlig entspannt.“ Da man alles dem Losentscheid überließ, entstanden auch Kombinationen, die es sonst nie geben würde. So bildeten die beiden etatmäßigen Torhüter Timm Herrmann (Lüblow) und Manuel Paschka (Langenwolschendorf) das Team 1, auf der anderen Seite mit Tim Lehmann (Großkoschen) und Sven-Niklas Stauf (Laubach) zwei Außenspieler das Team 4. Zumindest die grundsätzliche Zusammensetzung stimmte beim Team 2 (Eric Lehmann/Großkoschen und Nils Kebsch/Langenwolschendorf) und Team 3 (Alexander Brantis/Laubach und Lars Eric Richter/Lüblow). Die Akteure hatten sichtlich Spaß an diesem lockeren Saisonausklang. Es wurde viel gelacht, gab daneben aber auch so manch Kabinettstückchen auf hohem Radball-Niveau zu bewundern. Für Spannung war ebenfalls gesorgt. Nach zwölf Spielen (Hin- und Rückrunde) lagen die Teams 2 und 4 gleichauf (beide 15 Punkte). Man einigte sich auf ein Entscheidungsspiel. In dem sicherten sich Eric Lehmann und Nils Kebsch (Team 2) durch ein klares 5:0 den Turniersieg.

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