leichtathletik : Eine verregnete Angelegenheit

Die Franz-Schwarz-Läufer trotzten den ungemütlichen äußeren Bedingungen – vom Start weg ganz vorne mit dabei die späteren Wittenburger Streckensieger Konrad-Wilhelm Schulz (r.) und Martin Pankow.
Die Franz-Schwarz-Läufer trotzten den ungemütlichen äußeren Bedingungen – vom Start weg ganz vorne mit dabei die späteren Wittenburger Streckensieger Konrad-Wilhelm Schulz (r.) und Martin Pankow.

Franz-Schwarz-Gedenklauf litt bei seiner 39. Auflage unter schwierigen äußeren Bedingungen / die 10 000 Teilnehmer voll gemacht

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29. April 2019, 00:00 Uhr

Kummer | „Regen von Anfang bis Ende. So etwas haben wir in 39 Jahren noch nicht erlebt“, hielt Cheforganisator Manfred Siemer fest. Auch die Alphornbläser von „Meckalp“ aus Mühlen Eichsen, die den 39. Franz-Schwarz-Gedenklauf in Kummer musikalisch begleiteten, konnten die Niederschläge nicht wegblasen. Ebenso wenig fruchtete der Versuch, den Wettergott mit einer 20-minütigen Startverschiebung auszutricksen. Die Stimmung ließen sich Aktive und Gäste trotzdem nicht vermiesen. Aber natürlich wirkten sich die Niederschläge auf die Teilnehmerzahlen aus. Insgesamt gingen 94 Läufer und 37 Walker und Radwanderer auf die unterschiedlichen Strecken. „Insbesondere von den Radlern, die sonst eine ganz starke Truppe stellen, sind viele zu Hause geblieben.“ Ihr wichtigstes Ziel haben die „Macher“ vom LSV Germania trotzdem erreicht. Seit der Premiere der Volkssportveranstaltung 1981 wurde jeder Teilnehmer gezählt. Und mit den 131 aus diesem Jahr steht man jetzt bei 10 005. Die Ehrenplakette für die Nummer 10 000 ging zusammen mit einer entsprechend verzierten Torte an Martin Pankow.

Der Laufgruppenchef der TSG Wittenburg war auch sportlich erfolgreich, sicherte sich in 18:51 Minuten den Sieg über die 4,85 km. Schnellste Frau über diese Distanz war Fanny Riese von der LG Schwerin (23:53 min.). Um ihren Vorjahressieg zu wiederholen, musste sie sich allerdings gehörig strecken. Alica Lühr (Hagenower SV) war nur vier Sekunden langsamer. Die Wittenburger, die zum wiederholten Mal als teilnehmerstärkstes Team ausgezeichnet wurden, sicherten sich in diesem Jahr alle Streckensiege bei den Männern. Über die 9,7 km war Konrad-Wilhelm Schultz die Nummer eins (42:46 min.), die 14,55 km entschied Titelverteidiger Jörg Hinz für sich (58:56 min.). Außer Konkurrenz meisterte Diana Wilde (Kogel) als einzige Frau den „langen Kanten“ (1:25:20 Std.). Um die Siegerliste zu komplettieren: Christiane Banczyk aus Neustadt-Glewe) stand über die 9,7 km auf dem obersten Podestplatz in der Frauen-Konkurrenz (52:23 min.). Der Läufernachwuchs bestritt sein 1,7-km-Rennen zwar ohne Zeitmessung und Altersklassenwertung, aber nicht weniger engagiert.

Es gehört beim Franz-Schwarz-Gedenklauf zum guten Ton, dass nicht nur die Streckenschnellsten (Plätze eins bis drei) ausgezeichnet werden. Von den Ehrenpreisen für den 10 000. Teilnehmer und das stärkste Team war schon die Rede. Freuen durften sich auch die 4-jährige Elisa Schröter aus Niendorf (jüngste Teilnehmerin) und der für die TSG Wittenburg startende Grabower Lothar Peukert, mit 80 Jahren der Senior im Feld. Die weiteste Anreise hatte Tim Schulze-Entrup (Lübeck) zurückgelegt, die mit einer kleinen Torte belohnte Auszeichnung als „sportlichste Familie“ gebührte zum wiederholten Mal den Lührs aus Kummer. Einer durfte natürlich nicht fehlen. Dietrich Krohn aus Rom war als Teilnehmer der ersten Stunde zum 39. Mal dabei und hat sich sicher schon einmal den 26. April 2020 vorgemerkt. Für diesen Tag plant der LSV Germania die 40. Laufveranstaltung zu Ehren seines 1979 verstorbenen sportlichen Multifunktionärs. Der Verein möchte sich auf diesem Wege noch einmal bei allen Sponsoren und den ebenso unverzichtbaren Helfern für ihre Unterstützung bedanken.

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