fussball-landesliga : Ein später Heber ins Glück

In der ersten Halbzeit fehlte den Polzern noch das nötige Zielwasser. Hier verzieht Fabian Weidmann knapp.
In der ersten Halbzeit fehlte den Polzern noch das nötige Zielwasser. Hier verzieht Fabian Weidmann knapp.

Dank toller Moral können Polzer Landesliga-Fußballer 0:2-Rückstand beim FC Mecklenburg Schwerin II noch in 4:3-Sieg umwandeln

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03. September 2018, 23:00 Uhr

Der Sonntagsausflug in die Landeshauptstadt hat sich für die Landesliga-Fußballer des SV Blau-Weiß Polz gelohnt. Sie setzten sich bei der zweiten Mannschaft des FC Mecklenburg Schwerin mit 4:3 durch (SVZ berichtete) und fuhren so nach zwei Niederlagen zuvor die ersten Punkte ein.

Die Polzer bewiesen eine tolle Moral, lagen sie doch auf Lankower Kunstrasen nach 45 Minuten schon mit 0:2 hinten. „Wir haben jeden Doppelpass zugelassen und den eigenen Spielaufbau verplempert“, zeigte sich Blau-Weiß-Trainer Steffen Willuweit mit der bis dahin gezeigten Leistung seiner Mannschaft so gar nicht zufrieden. Dabei besaßen die Gäste sogar die größeren Chancen. Thilo Wilkens verpasste frei auf das Tor zulaufend den Abschluss und wurde im letzten Moment entscheidend gestört (5.), der mit aufgerückte Innenverteidiger Ronny Schult erwischte den Ball im Anschluss an eine Ecke nur mit der Nase (16.), nach einer missglückten Schweriner Abwehraktion im eigenen Strafraum behinderten sich zwei Polzer gegenseitig (17.), und Julian Jesse hatte nach starker Wilkens-Vorarbeit eigentlich alle Zeit der Welt – seine Direktabnahme ging in Richtung Eckfahne (40.).

Die Schweriner kombinierten zwar gefällig und besaßen die größeren Spielanteile, brachten jedoch im Abschluss wenig Zwingendes zu Stande. Dennoch reichten zwei schnell über die rechte Seite vorgetragene und von Felix Michalski (31.) und Christoph Rekittke (44.) abgeschlossene Konter, um den Aufsteiger mit einer 2:0-Führung in die Kabine gehen zu lassen.

Willuweits Anweisungen für die zweite Halbzeit waren klar formuliert: „Wir müssen die Räume enger machen, sofort hinterher gehen und offensiv mit langen Bällen agieren.“ Die letzte Ansage sollte sich als spielentscheidend erweisen. Drei der vier Polzer Tore gingen besagte weite Schläge voraus. Vor dem 2:1 traf Yannick Albs den Ball zunächst nicht richtig. Er manövrierte damit aber seinen Gegenspieler aus. Und der blitzsaubere zweite Versuche mit dem Außenrist landete unhaltbar im langen Eck (56.). Der nächste Polzer Torjubel war nur drei Minuten später fällig. Nach einer abgewehrten Ecke geriet der anschließende Torschuss zur idealen Vorlage für Thilo Wilkens, der mit seiner ganzen Routine den Ausgleich markierte (59.). Das 3:2 für die Gäste legte Fabian Weidmann aus der Drehung nach (70.). Der junge Offensivspieler der Blau-Weißen hatte in der 77. Minute die mögliche Vorentscheidung auf dem Fuß, kam nach einer auf den zweiten Pfosten gezogenen Flanke aber nicht richtig hinter den Ball und jagte ihn übers Ziel. Die FCM-Reserve versuchte wieder mehr Druck zu entwickeln, wollte es aber oft zu schön machen. Da fehlten die konsequenten Abschlüsse. Bis der oberliga-erfahrene Michalski in einem Kopfballduell am höchsten stieg und mit seinem zweiten Treffer das 3:3 markierte (85.).

Auf Grund der ein oder anderen Verletzungsunterbrechung, die aus teilweise robuster Zweikampfführung resultierte, packte der Schiedsrichter noch satte sieben Minuten obendrauf. Was den Gästen im Nachhinein nur allzu recht sein durfte. Den Assist zum umjubelten 4:3 verdiente sich Steffen Gebert. Der Polzer Keeper schlug den Ball lang in die gegnerische Hälfte und fand Fabian Permin, der den etwas unmotiviert aus seinem Tor laufenden FCM-Schlussmann mit einem Heber überwandt. Das war’s – Abpfiff.

SV Blau-Weiß Polz: Gebert – Jesse, Schult, Krogmann, Kies, Freitag, Ranft, Weidmann (90.+3 Becker), Richter, Albs (84. Permin), Wilkens

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