fussball : Echter Pokalkracher an der Elbe

Das letzte Aufeinandertreffen von SG Aufbau Boizenburg (in Rot) und MSV Pampow endete mit einem Pampower 2:1-Sieg. Mit dem gleichen Ergebnis hatte sich der MSV in der Saison zuvor im Pokalhalbfinale durchgesetzt. Vielleicht können die Boizenburger den Spieß ja diesmal umdrehen.
Das letzte Aufeinandertreffen von SG Aufbau Boizenburg (in Rot) und MSV Pampow endete mit einem Pampower 2:1-Sieg. Mit dem gleichen Ergebnis hatte sich der MSV in der Saison zuvor im Pokalhalbfinale durchgesetzt. Vielleicht können die Boizenburger den Spieß ja diesmal umdrehen.

Diesmal kommt es schon in der zweiten Runde des Lübzer-Pils-Cups zum Verbandsliga-Duell zwischen Aufbau Boizenburg und MSV Pampow

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06. September 2018, 23:00 Uhr

Sowohl auf Landes-, als auch auf Kreisebene schalten die MV-Fußballer an diesem Wochenende wieder in den Pokalmodus. Aus regionaler Sicht sticht in der zweiten Runde des Lübzer Pils-Cups besonders eine Paarung ins Auge.

In der Boizenburger Fliesenwerkarena treffen morgen die Verbandsliga-Teams von SG Aufbau und MSV Pampow aufeinander. Alles andere als ein Wunschgegner, kommentierte Aufbau-Trainer Alexander Lamer dieses Los. Ziel der Elbestädter ist es, nach Halb- und Viertelfinale in den vergangenen zwei Jahren auch diesmal wieder möglichst weit zu kommen. In diesem Sinne hätte es durchaus ein leichterer Gegner als der MSV sein dürfen, der mit seinem makellosen Liga-Start (drei Siege) schon gezeigt hat, dass die Mannschaft auch in dieser Saison zu den Spitzenteams der höchsten Landesspielklasse zu zählen ist. „Das ist nun mal kein Wunschkonzert. Wir nehmen das so an und werden versuchen, dem klaren Favoriten Paroli zu bieten und ihn gehörig zu ärgern.“ Vor heimischem Publikum möchte Lamer eine Mannschaft sehen, die mit viel Kampf und Leidenschaft zu Werke geht. Von der Tatsache, dass einige seiner Spieler zwischenzeitlich auch schon mal das grüne MSV-Trikot getragen haben, verspricht er sich einen zusätzlichen Motivationsschub. Außerdem sei man ja in den letzten Liga-Vergleichen mit Pampow nie wirklich chancenlos gewesen. Auch beim 1:2 im Pokal-Halbfinale der vorletzten Saison lagen beide Mannschaften nicht so weit auseinander. „Vielleicht erwischen wir ja morgen genau den ,Sahnetag’, der nötig ist, um für eine Überraschung zu sorgen.“

Auch in der Hagenower Parkstraße messen sich mit den Landesligisten Hagenower SV und VfL Bergen zwei Teams der gleichen Spielklasse. Allerdings gehen beide in unterschiedlichen Staffeln auf Torejagd. Der VfL reist mit der Empfehlung eines noch ungeschlagenen Tabellenvierten aus dem „Osten“ an. Die Heimelf ist im „Westen“ nach dem 3:1-Derbysieg gegen die SG 03 Ludwigslust/Grabow sogar Dritter, wenn auch mit einem Punkt weniger auf dem Konto als die Rüganer. „Mann oh Mann. Das wird eine ganz harte Nuss“, ist für HSV-Trainer Dirk Kaatz höchste Vorsicht geboten. Er hat sich gründlich informiert. Bergen werde attestiert, beim 4:0-Sieg am vergangenen Wochenende hohes Tempo gegangen zu sein und sich den Gegner zurecht gelegt zu haben. „Da dürfen wir uns so Schlafmützigkeiten wie in der ersten Halbzeit gegen die SG 03 nicht erlauben.“ Im Training ging es vor allem um schnelles Umkehr- und Offensivspiel. Das will man morgen auf den Rasen bringen, um in die nächste Runde einzuziehen – was sonst.

Bei einem Liga-Konkurrenten muss am Sonntag der SV Blau-Weiß Polz auflaufen. Dass die Aufgabe gegen den FC Schönberg anspruchsvoll ist, steht außer Frage. Zumal sich das hoch gehandelte Team nach holprigem Saisonstart mit dem 6:1 zuletzt gegen Cambs-Leezen freigeschossen haben könnte. Aber auch die Blau-Weißen kommen mit Rückenwind. Beim 4:3-Auswärtssieg über den FC Mecklenburg Schwerin II bewiesen sie Comeback-Qualitäten, bogen einen 0:2-Rückstand um. Diesen Schub will die Mannschaft transportieren. Die Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen in Schönberg stimmen ebenfalls optimistisch. Damals erreichten die Polzer ein 1:1.

Zwei Landesklassenvertreter der Region zogen per Freilos in die zweite Runde ein. Dort hat sich der SVF Neustadt-Glewe mit dem klassenhöheren FSV Mirow/ Rechlin auseinanderzusetzen. Die Gäste warten als Zwölfter der Ost-Staffel mit zwei Punkten noch auf den ersten Meisterschaftssieg. Ihr Torverhältnis von 2:3 legt nahe, dass die Mannschaft offensiv noch keine Bäume ausgerissen hat, andererseits in der Abwehr aber auch nicht viel zulässt. Da sollten die Neustädter schon richtig Gas geben, wenn sie im Wettbewerb verbleiben wollen. Der TSV Empor Zarrentin muss reisen, und zwar zum FSV Kritzmow (Landesklasse III). Der FSV bezog zum Saisonauftakt in der Liga ordentlich Prügel (3:7 und 0:5), scheint sich aber gefangen zu haben, wie der 3:1-Auswärtssieg am vergangenen Wochenende in Tessin belegt. Auch die Empor-Kicker feierten in der Vorwoche mit dem 5:3 in Crivitz ihr erstes Erfolgserlebnis. Das verspricht ein Duell auf Augenhöhe.

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