fussball : Den Tabellenführer ärgern

Im Hinspiel kamen die Boizenburger (in Rot) in der zweiten Halbzeit unter die Räder. Rafael da Silva Cruz steuerte zwei Tore zum Pampower 7:2-Kantersieg bei.
Im Hinspiel kamen die Boizenburger (in Rot) in der zweiten Halbzeit unter die Räder. Rafael da Silva Cruz steuerte zwei Tore zum Pampower 7:2-Kantersieg bei.

Fußball-Verbandsligist SG Aufbau Boizenburg läuft heute Abend in Pampow auf / Landesliga-Abstiegskampf pur in Leezen

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25. April 2019, 00:00 Uhr

Ludwigslust | „An einem Freitagabend beim unangefochtenen Tabellenführer aufzulaufen, und das ohne Druck – es gibt keine geileren Spiele“, freut sich der Trainer der SG Aufbau Boizenburg (10./30 Punkte), Alexander Lamer, auf den heutigen Verbandsliga-Auftritt seiner Mannschaft beim MSV Pampow (1./63). Man habe in der Vergangenheit einige schmerzhafte Niederlagen gegen den MSV kassiert, anderseits aber auch immer wieder gezeigt, dass man über einen gewissen Zeitraum mithalten könne. Beide Aussagen spiegelte das Hinspiel sehr gut wider. Die Boizenburger überzeugten in der ersten Halbzeit (1:2), um nach der Pause völlig auseinanderzubrechen und noch mit 2:7 unterzugehen. „Wir müssen uns auf zwei Granaten-Stürmer, schnelle Außen und eine sichere Defensive einstellen, wollen aber mutig und selbstbewusst auftreten.“ Lamer verweist auf die Leistungssteigerung seiner seit vier Spielen ungeschlagenen Mannschaft (drei Siege, ein Unentschieden) und gibt sich optimistisch: „Die Jungs werden alles reinhauen.“


Landesliga West

Die Luft im Abstiegskampf wird für die SG 03 Ludwigslust/Grabow (15./18) immer dünner. Während die Konkurrenz zuletzt Erfolgserlebnisse feierte, wartet die Mannschaft seit fünf Spielen auf einen Sieg. Jetzt geht es zu einem Gegner, bei dem die Negativserie noch länger andauert. Die SpVg Cambs-Leezen (12./24) steht in diesem Jahr noch ohne einen Punktgewinn da. Acht Niederlagen und 2:23-Tore lautet die düstere Distanz für 2019. Und doch: Geht die Spielvereinigung aus dem morgigen Duell als Sieger hervor, rückt sie für die SG 03 in fast schon unerreichbare Ferne. Das darf also aus Gäste-Sicht keinesfalls passieren. „Mit dem Punktgewinn gegen Plate (1:1, d.R.) ist ein kleiner Anfang gemacht, jetzt muss mehr her“, steht für Rene Schwarz außer Frage. Am Einsatz seiner Spieler hat der SG 03-Trainer rein gar nichts auszusetzen: „Aber das alleine ist zu wenig. Wir müssen einfach mehr Tore schießen.“

Nur unwesentlich besser steht der SV Blau-Weiß Polz (14./21) da. Soll es nicht auf ein kreisinternes Ausstechen um den zweiten Absteiger hinauslaufen, müssen Punkte her. Die nächste Hürde ist allerdings eine sehr hohe. Der Doberaner FC (3./50) spielt bislang eine bärenstarke Rückrunde, hat in diesem Jahr einzig beim 2:2 gegen den PSV Wismar „gepatzt“, ansonsten sieben Siege zu Buche stehen (Torverhältnis 2019: 28:5). „Das wird sauschwer auf Doberaner Kunstrasen. Aber nimmt man einmal die verschlafene Anfangsviertelstunde aus, haben wir zuletzt gegen Schönberg (0:3, d.R.) schon gezeigt, dass wir einem Favoriten das Leben schwer machen können.“

Ähnlich gelagert ist die Aufgabe, der sich der Hagenower SV (9./31) gegenüber sieht. Auf der Schweriner Paulshöhe, bei der SG Dynamo (4./49), konnte in dieser Saison noch kein Team gewinnen. Einzig Tabellenführer FC Schönberg gelang zumindest ein 2:2. Alle anderen Gäste-Teams traten als Verlierer die Heimreise an. Den Hagenowern fehlt es in der Rückrunde an Konstanz. Außer Frage steht, dass gegenüber dem 1:2 in der Vorwoche gegen den Lübzer SV eine deutliche Steigerung her muss, will man beim Tabellenvierten bestehen. Vor allem in Sachen Durchschlagskraft gibt es viel Luft nach oben.

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