FC Anker Wismar : Das Daumendrücken geht weiter

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Landesfußballer schauen auf die Relegation des FC Anker Wismar. Noch offene Sportgerichtsverfahren gegen den TSV Bützow

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10. Juni 2019, 00:00 Uhr

Den Oberliga-Fußballern des FC Anker Wismar drücken in den kommenden Tagen auch außerhalb der eigenen Fangemeinde viele Kicker im Land die Daumen. Vom Ausgang der beiden Abstiegs-Relegationsspiele des FC Anker gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal (Oberliga Süd) hängt noch für einige Vereine ab, in welcher Klasse sie in der kommenden Saison spielen werden.

Dass Wismar als Meisterschaftsvorletzter überhaupt eine weitere Chance auf den Klassenerhalt bekommt, haben die Hansestädter zum einen dem Rückzug von Regionalligist Budissa Bautzen zu verdanken, der einen Neuanfang auf Landesebene plant, also nicht in die Oberliga absteigt, und zum anderen dem sportlich geretteten Liga-Konkurrenten SV Altlüdersdorf, der seinen Rückzug aus der Liga bekannt gegeben hat und als Schlusslicht der Oberliga Nordost geführt wird. Dadurch rückt Anker auf den 14. Platz vor.

Sollte sich Wismar in den Duellen morgen und am kommenden Sonntag durchsetzen, geht in den sich anschließenden Spielklassen alles seinen vorgesehenen Gang. Aus der MV-Verbandsliga müssten demnach zwei Mannschaften absteigen, aus den Landesliga-Staffeln Ost und West je zwei und aus den vier Landesklassen die Teams, die in der Abschlusstabelle die Plätze 14 bis 16 belegen. Packt es der FC Anker nicht, hat das allerdings weitere Konsequenzen. Dann trifft der Abstieg zusätzlich den Tabellenvierzehnten der Verbandsliga, den im direkten Vergleich schlechteren der beiden Landesliga-14. – das wäre der PSV Rostock aus der Ost-Staffel – sowie den schlechtesten 13. aus den vier Landesklassen – das wäre die TuS Neukalen aus der Staffel II. Aktuell noch nicht beantworten lässt sich die Frage nach der endgültigen Situation in der Verbandsliga. Da kann sich die Rangfolge auf Grund eines laufenden Sportgerichtsverfahrens noch verändern. Der Landesfußballverband hat gegen die Wertung dreier Spiele des TSV Bützow Protest eingelegt. Streitpunkt ist die Frage, ob die Bützower in diesen von ihnen gewonnenen Spielen jeweils einen Nicht-EU-Ausländer mehr eingesetzt haben, als die erlaubten drei. Die Frist für eine Stellungnahme des Vereins läuft heute ab. Sollte sich der Verband mit seiner Einschätzung durchsetzen, würden den Bützowern neun Punkte abgezogen. Größter Profiteur wäre der SV Görmin, der ebenso wie FC Förderkader René Schneider und Grimmener SV ein 3:0 gutgeschrieben bekäme und sich durch diese drei Punkte von Abstiegsplatz 15 an FSV Malchin und TSV Stralsund vorbei auf den zwölften Rang retten würde. Dann wäre Malchin neben Hanse Neubrandenburg Absteiger Nummer zwei und Stralsund müsste auf einen Erfolg von Anker Wismar hoffen.

Der Konjunktiv muss ohnehin noch weiter gefasst werden. Bis zum 15. Juni haben Vereine die Möglichkeit, den Rückzug einer Mannschaft bekanntzugeben. Erst dann und natürlich unter Berücksichtigung des Rückspielausgangs des FC Anker am 16. Juni stehen alle Konsequenzen der Saison 2018/19 fest.

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